19.08.2002

SENIORENHEIMEMarseille sucht Geldgeber

Die anhaltende Krise im Pflegemarkt lässt jetzt auch den Hamburger Unternehmer Ulrich Marseille über tief greifende Veränderungen nachdenken. Laut einem Verkaufsmemorandum der Bank Sal. Oppenheim, das vor kurzem an verschiedene Interessenten verschickt wurde, ist der schillernde Seniorenheimbetreiber "für strategische Optionen offen". Ein potenzieller Investor wird zu "Gesprächen über eine attraktive Akquisition eingeladen", heißt es in dem streng vertraulichen Papier der Kölner Investmentbanker. Marseille dementiert jedoch, dass er mit dieser Aktion einen Käufer für seinen 75-Prozent-Anteil an seinen Häusern - vorwiegend Seniorenheime und Kliniken - sucht. Vielmehr arbeitet der Großaktionär derzeit "an einer Holding-Struktur, die es erlauben würde, schwächere Konkurrenten aufzunehmen", sagt sein Sprecher Thomas Dobernigg. Unter der Führung der Marseille-Kliniken könne sich "eine branchenspezifische Konzentration" vollziehen. In diesem Zusammenhang werde unter anderem geprüft, den 75-Prozent-Anteil in die Holding einzubringen und gleichzeitig ausländischen Investorengruppen die Möglichkeit einer Beteiligung anzubieten.

DER SPIEGEL 34/2002
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