18.08.1980

Ein autoritärer Anarchist

Hanjo Kesting, 37, ist Kulturredakteur und Literaturkritiker beim NDR.
Für einen Kritiker ist es, wie man weiß, dankbarer und kurzweiliger, einen Verriß zu schreiben als ein Lob auszusprechen. Gesammelte Kritiken lassen sich leicht zu einem Bändchen "lauter Verrisse" zusammenstellen, gesammeltes Lob braucht seine Zeit. Alfred Andersch bot mit seinen in den sechziger Jahren erschienenen Romanen "Die Rote" und "Efraim" genügend Angriffsflächen, die es den Kritikern leichtmachten oder ihnen zum Vorwand dienen konnten, es sich selbst leichtzumachen. Was warf man Andersch vor? Intellektuelle Verstiegenheit, einen Hang zum Mondänen und Unechten, eine synthetische Erzähltechnik, geschmackliche Fehlgriffe. Irgendwo las ich, Alfred Andersch könne nicht schreiben.
Nach seinem Tod im Februar dieses Jahres ist es Andersch bei seinen Kritikern nicht sehr viel anders ergangen. Zwar würdigt man ihn in respektvoll erschütterten Nachrufen als "zentrale Gestalt der westdeutschen Nachkriegsliteratur". Aber damit war vor allem der Andersch der späten vierziger und frühen fünfziger Jahre gemeint. Erinnert wurde an den bedeutenden Rundfunkredakteur und Zeitschriftenherausgeber, den wegweisenden Literaturdenker, den kenntnisreich-neugierigen Anreger und Talententdecker, den "unbestechlichen" Kritiker, den unerschrockenen Republikaner. Dem Erzähler Andersch fiel in solchen Würdigungen nur eine Nebenrolle zu.
So kommt das Paradox zustande, daß dieser Schriftsteller, der mit der breitgestreuten Polyvalenz seiner literarischen Arbeit das landläufige Bild vom Schriftsteller/Dichter wie kaum ein anderer verändert hat, ausgerechnet auf jenem Gebiet notorisch unterschätzt wird, dem er selber nach wie vor zentrale Bedeutung innerhalb seiner Produktion beimaß: der erzählenden Prosa. Hier erscheint eine posthume Korrektur angebracht, und keine bessere Gelegenheit ließe sich denken als Anderschs soeben erschienene nachgelassene Erzählung "Der Vater eines Mörders", die er wenige Tage vor seinem Tod abgeschlossen hat. Denn mit dieser "Schulgeschichte" (wie sie im Untertitel heißt) ist ihm nichts Geringeres gelungen als ein äußerst konzentriertes, kunstvolles, fesselndes Prosa-Meisterstück.
Schulgeschichten sind, wie es scheint, eine deutsche Spezialität. Von Frank Wedekind über Ludwig Thoma und Gerhart Hauptmann bis zu Hermann Hesse spannt sich der Bogen der deutschen Schulsatire. Die Schule erscheint darin als Ort des Leidens und des Schreckens, wo Pflichtbewußtsein, Disziplin und Gehorsam als oberste Werte gelten. Frühere Generationen haben sich darauf einiges zugute gehalten. Es sei, hieß es, der preußische Schulmeister gewesen, der die Schlacht bei Sadowa (und nicht nur diese) gewonnen habe. Heute wissen wir, daß andere und viel entscheidendere Schlachten verlorengingen. Der preußische Schulmeister hatte auch daran seinen Anteil. Er diente einem ausgeklügelten System der Unterwerfung und Anpassung, das - wie Hermann Hesse schrieb - vor allem darauf zielte, die Individualität und den Freiheitswillen der Schüler schon "an der Wurzel zu knicken".
Der junge Hanno Buddenbrook in Thomas Manns Roman verspürt in den Schulstunden "Übelkeit" und "eine Art von Brechreiz", und sein Widerwille gegen den Lehrbetrieb steigert sich zu "bleichem Schrecken", wenn der Direktor Wulicke im Klassenzimmer erscheint, der "liebe Gott", wie er von den Schülern genannt wird.
Hanno Buddenbrooks trübsinnige Schulerfahrungen fallen in jene Gründerzeit, in der das junge Deutsche Reich sich zur Großmacht mauserte. Der Schule fiel dabei eine wichtige Rolle zu. Nur eine Generation später präsentierte Heinrich Mann einen besonders garstigen Repräsentanten der deutschen Lehrerschaft, jenen Professor Unrat, der stur sein Pensum paukt, die Schüler mit despotischen Imperativen niederdonnert ("Sie sollen nicht denken!") und jede Widersetzlichkeit mit tyrannischen Strafbefehlen ahndet ("Fort, sage ich, ins Kabuff!"). Zu diesen diktatorischen Methoden greift Unrat, weil er, wie er sagt, an den "Grundlagen des Staates" nicht rütteln lassen will. Damit meint er: "Eine einflußreiche Kirche, einen handfesten Säbel, strikten Gehorsam und starre Sitten."
Der Schullehrer als Stütze der Gesellschaft! Diese Stütze kann freilich leicht einstürzen. Als Unrat bei einer seiner nächtlichen Strafexpeditionen gegen Schüler der "Künstlerin" Rosa Fröhlich begegnet, verliebt er sich rettungslos, und aus dem Tyrannen bricht, wie es heißt, "endgültig der Anarchist heraus".
Diesen bedeutungsvollen Satz gilt es im Sinne zu behalten. Denn er zeigt nicht nur, daß Heinrich Mann, ein halbes Jahrhundert vor Adorno und Horkheimer, am Beispiel eines wilhelminischen Gymnasialprofessors die Strukturen der autoritären Persönlichkeit, die heimliche Identität des Tyrannen und des Anarchisten, des angepaßten und des asozialen Typs, entdeckte. Dem symbolischen Realismus seines Romans kam auch insofern prophetische Bedeutung zu, als er sich 30 Jahre später in Deutschland als historische Realität katastrophal bestätigte.
Das ist der Ausgangspunkt für Anderschs Erzählung "Der Vater eines Mörders". Äußerlich folgt sie dem vertrauten Muster, handelt von den Leiden und Ängsten eines Schülers, dessen furchterregender Gegenspieler ein Gymnasiallehrer alten Schlages ist. Was sie von den älteren Vorbildern vor allem unterscheidet, ist ihr streng autobiographischer Charakter. Andersch beschränkt sich darauf zu erzählen, was er selber erlebt hat. Freilich wählte er diese einfachste aller Erzählmethoden nicht, weil ihm als Schriftsteller nichts anderes eingefallen wäre, sondern weil die Art seines Erlebnisses ihm keine andere Wahl ließ.
Die Erzählung spielt im Mai 1928 am Wittelsbacher Gymnasium in München. Andersch war damals 14 Jahre alt und Schüler der Untertertia. Es war sein letztes Schuljahr. Erzählt wird eine einzige Schulstunde, und zwar jene, die dem Schüler Andersch zum Verhängnis wurde. Er hatte das Pech, von seinem Rektor in Griechisch geprüft zu werden, und fiel jämmerlich durch. Er mußte die Schule verlassen. Geprüft hat ihn der alte Himmler - Heinrich Himmlers Vater.
Es ist dieser Name in der eigenen Biographie, der dem Schriftsteller Andersch noch 50 Jahre später keine Ruhe ließ. Der ihn zwang, der Frage nachzugehen, ob und wie seine persönliche Schulkalamität und das spätere, im Namen Himmler symbolisierte politische Unheil vielleicht zusammenhängt. Und was seine Erfahrungen mit dem Rektor Himmler vielleicht beitragen könnten zur Erklärung, zur Deutung, zum Verständnis des mörderischen Sohnes. Vor solche Fragen gestellt, tut ein Erzähler gut daran, seinen Bericht nicht auf dem Boden phantasievoller Fiktion, sondern strikter historischer Faktizität anzusiedeln.
Eine Einschränkung muß allerdings gemacht werden. Andersch erzählt, obwohl es sich um Autobiographisches handelt, nicht in der ersten, sondern in der dritten Person. Held der Schulgeschichte ist Franz Kien, sein zweites Ich, Andersch-Kennern aus einigen früheren autobiographischen Erzählungen wohlbekannt. Diesen Franz Kien, zweifellos eine Kunstfigur, läßt Andersch jene Zustände und Ereignisse erleben, die er, der Erzähler, selber erlebte, als er so alt war wie der Franz Kien der Erzählung. Das klingt verwirrend. Autobiographie in der dritten Person? Im Nachwort der Erzählung heißt es: "Franz Kien bin ich selbst - aber wenn es so ist, warum bemühe ich ihn dann überhaupt, anstatt ganz einfach Ich zu sagen? .. . Ich bin es doch gewesen, ich und niemand anderer, der von dem alten Himmler in Griechisch geprüft und infolge des blamablen Ergebnisses dieser Prüfung aus dem humanistischen Gymnasium eskamotiert worden ist - warum zum Teufel halte ich mir dann eine Maske vors Gesicht, diesen Kien, einen Namen, nichts weiter?"
Andersch erklärt, daß er auf diese Frage keine Antwort wisse. In Wirklichkeit kam es ihm auf jene eigentümliche Oszillation zwischen Faktizität und Fiktion, strenger Autobiographie und freier Erzählform an, die den eigentlichen Reiz seiner Schulgeschichte ausmacht. "Etwas Ungelöstes liegt in solchen Texten", schreibt Andersch, "es liegt sogar in meiner Absicht." Das heißt: Hier werden persönliche Erinnerungen fixiert, historische Fakten gesetzt und zugleich in die Schwebe gebracht und erzählerisch gebrochen. Fest-Stellungen werden so in einen Spielraum plaziert, daß die Erzählung offen bleibt. Nur dadurch kann Andersch epische Gerechtigkeit erreichen. Sie scheint geboten bei einer Erzählung, die den Leser mit der Frage konfrontiert, wie Himmler, der Schulmann, und Himmler, der Unmensch, zusammenhängen.
Es ist nicht die Aufgabe von Literatur, Leser mit Gewißheiten zu beruhigen. Und so entwirft Andersch seine Erzählsituation, die vor allem dadurch offen ist, daß der Held Franz Kien im Mai 1928 keineswegs mit dem Wissen über künftige historische Vorgänge ausgestattet ist. Er weiß nicht, was später aus ihm werden wird, nämlich ein Schriftsteller, obwohl Franz Kien es gern werden möchte, und er weiß vor allem nicht, daß mit dem alten Himmler der Vater eines Mörders, des schrecklichsten Massenmörders der gesamten Geschichte, vor ihm steht. So leicht macht Andersch es sich nicht, und es geht ihm auch nicht darum, seinem Schuldirektor nachträglich den Prozeß zu machen.
Eine sympathische Erscheinung ist er freilich nicht, der alte Himmler, der "Rex", wie ihn die Schüler nennen. Schon daß er unangemeldet und selbst für den Griechisch-Lehrer Dr. Kandlbinder überraschend zur Inspektion erscheint, kündigt Unheil an. "Jovial und wohlbeleibt", aber "blitzschnell","leutselig" im Umgangston, im Gesicht "eine Brille mit dünnem Goldrand, hinter der blaue Augen scharf beobachten", strahlt er zunächst etwas "ins Gütige Gewandtes, anscheinend herzlich Geneigtes" aus.
Aber obwohl er sich ein "wohlwollendes Aussehen" zu geben versucht, spürt Franz Kien instinktiv, daß "seiner Freundlichkeit bestimmt nicht zu trauen" ist. Vorerst aber belehrt der Rex "geduldig, aber auch tückisch" die Schüler "seiner" Untertertia, und "unnachahmlich gelassen" reagiert er auf die ebenso arroganten wie mutigen Widerworte des jungen Baron Greiff. Franz Kiens Haltung ist zu diesem Zeitpunkt noch schwankend: Einen Augenblick bewundert er sogar seinen Rektor, und über Greiff denkt er: "So ein dreckiger Adeliger!"
Andersch erzählt dies präzis, knapp und zurückhaltend. Daß die Erzählung dennoch spannend wirkt, liegt gerade nicht an der Extravaganz, sondern der Vertrautheit der beschriebenen Vorgänge. Erst als der Rex im Wortgefecht den kürzeren zieht, kündigt er dem Schüler sogleich autoritär die Relegation an.
Andersch charakterisiert ihn so: "Dort oben, hinter dem Pult wie auf einem Anstand, saß jetzt ein Jäger, auf einer Pirsch in den Unterricht, dick, ungemütlich, einer von der feisten Sorte der Revierbesitzer und Scharfschützen." Von nun an, da sich das Unheil über ihm zusammenzieht, weil der Jäger am Pult "ein Knacken im Unterholz gehört hat", spricht Franz Kien in seinen inneren Monologen nicht mehr nur vom "Rex", sondern vom "alten Himmler". Er denkt: "Nicht für viel Geld möchte ich dem sein Sohn sein."
Der junge Himmler kommt nun indirekt in der Geschichte vor. Franz Kien kennt ihn aus den Erzählungen seines Vaters: "Ein ausgezeichneter junger Mann, ein Hitler-Anhänger, aber nicht einseitig... von den jungen Kameraden ... ist er der Gescheiteste und Zuverlässigste, ruhig, aber eisern entschlossen." Kien hat auch gehört, daß der junge Himmler mit seinem Vater "tödlich verfeindet" sei und die Beziehungen mit ihm abgebrochen habe. Dadurch wird er ihm sympathisch, obwohl er ihn nicht kennt und obwohl ihn der Antisemitismus der Hitler-Leute stört: "Ich kann verstehen, daß sein Sohn mit ihm Krach bekommen hat und ihm davongelaufen ist. . ." Dies scheint die zuweilen in der historischen Forschung auftauchende Spekulation zu bestätigen, daß Himmlers Weg zu den Nazis ein Akt der Rebellion gegen seinen Vater gewesen sei. Aber war es wirklich eine Rebellion?
Und gegen was an seinem Vater lehnte er sich auf? Wird nicht, im Gegenteil, durch diese Rebellion der alte Himmler aufgewertet, der zwar ein autoritärer Schulmeister war und ein "nationaler Mann", aber - wie Franz Kien gehört hat -"nicht einmal Antisemit"?
Auch diese Frage läßt der Erzähler Andersch in der Schwebe. Er versucht weder das "schreckliche Rätsel" zu lösen, das nach den Worten seines amerikanischen Biographen Bradley F. Smith die Persönlichkeit Heinrich Himmlers uns aufgibt, noch kommt er zu so relativ weitreichenden Schlußfolgerungen über die Vater-Sohn-Beziehung wie Erich Fromm in seiner "Anatomie der menschlichen Destruktivität": "Himmler besaß einen autoritären, ziemlich schwachen Vater... Vielleicht hatte (er) seine Pedanterie zum Teil von seinem Vater geerbt, der ein äußerst pedantischer Mann war, ein Gymnasialprofessor und späterer Direktor, dessen Hauptstärke seine Ordnungsliebe gewesen zu sein scheint."
An solchen Erklärungsversuchen, die, so einleuchtend sie sein mögen, keineswegs mit Gewißheiten zu verwechseln sind, ist Andersch nur mäßig interessiert. Soviel wird deutlich, daß er sich im Konflikt der Himmlers, Vater und Sohn, keinesfalls auf die Seite des Vaters stellt. Franz Kien identifiziert sich sogar vorübergehend mit der Rebellion des jungen Himmler, auch aus ihm bricht für einen Augenblick der Anarchist gegen den Tyrannen hervor: "Ein Dreckskerl ist er, dieser Sokrates-Verehrer, ein Schweinehund."
Kiens Revolte ist nur verständlich, wenn man sie nicht auf den Vater Himmler, sondern den Lehrer bezieht. Es ist eine Revolte gegen das System der Schule. Den verständnislosen Vorhaltungen: "Dabei könntest* du, wenn du wolltest. Du willst nur nicht", hält Franz Kien die Überlegung entgegen: "Warum fragt mich keiner, warum ich nicht will?" Und später heißt es: "Lust und Liebe? Kenn' ich nicht. Nicht in der Schule."
Gerade weil Andersch seine Geschichte vollkommen konkret erzählt, streng bezogen auf die Geschehnisse einer einzigen Schulstunde, wird deutlich, daß es ihm nicht in erster Linie um die psychologische Aufhellung der Vater-Sohn-Beziehung in der Familie Himmler geht. Die Fragen, die hier offen bleiben, füllt die Schulgeschichte aus. So muß man auch die Sätze von Fritz Mauthner verstehen, die der Erzählung vorangestellt sind: "Fast niemand scheint zu fühlen, daß die Sünde, die allstündlich an unseren Kindern begangen wird, zum Wesen der Schule gehört. Aber es wird sich noch einmal an den Staaten rächen, daß sie ihre Schulen zu Anstalten gemacht haben, in denen die Seele des Kindes systematisch gemordet wird."
"Der Vater eines Mörders" ist die Geschichte eines begabten Knaben, der nicht lernen will. Und indirekt vielleicht die Geschichte eines jungen Mannes, eines späteren Massenmörders, der eine andere Form der Verweigerung wählte. Auch dieses scheint mir sicher, daß das andere Motto, das Andersch für seine Erzählung gewählt hat: sechs Zeilen von Brechts "Auf den Tod eines Verbrechers", sich nicht auf den jungen Himmler bezieht:
Diesen, hör ich, sind wir losgeworden Und er wird es nicht mehr weiter treiben Er hat aufgehört, uns zu ermorden Leider gibt es sonst nichts zu beschreiben Diesen nämlich sind wir losgeworden Aber viele weiß ich, die uns bleiben. *
Alfred Andersch: "Der Vater eines Mörders. Eine Schulgeschichte" Diogenes Verlag Zürich 140 Seiten 19,80 Mark
Von Hanjo Kesting

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