18.08.1980

Rolf Hochhuth

Rolf Hochhuth, 49, Schriftsteller aus dem hessischen Eschwege mit Wohnsitz in der Schweiz, versuchte vergebens, in seiner Heimatstadt seine Ruhestätte neben dem Grab der Eltern zu reservieren. Pfarrer Werner Hochstadt und der örtliche Friedhofsausschuß hatten den Antrag des Dramatikers "aus rechtlichen Gründen" (Hochstadt) abgelehnt. Hochhuth rächte sich in einem Aufsatz über Eschwege im "Merian" -Heft "Werraland" (Titel: "Friedhofs-,Ordnung' und Eiserner Vorhang"). "Von diesem Geistlichen beigesetzt zu werden", schrieb der Autor über den Pfarrer, den er persönlich gar nicht kennt, "kann für Angehörige nicht tröstlicher sein als die Beseitigung unserer Leiche durch die Müllabfuhr." Hochhuth pochte auf sein Wahl-Grab. Schließlich trage sogar eine Straße in Eschwege seinen Namen - benannt allerdings nach einem Großonkel.

DER SPIEGEL 34/1980
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