11.11.2002

PRIVATKLINIKENMillionenforderung gegen Marseille

Zwischen dem umstrittenen Hamburger Klinik-Unternehmer Ulrich Marseille und seinem ehemaligen Potsdamer Unterhändler Peter-Michael Diestel ist ein Streit um Honoraransprüche in Millionenhöhe entbrannt. In einer Zivilklage vor dem Landgericht Potsdam (Az: 8 O 253/02) fordert der letzte DDR-Innenminister und heutige Advokat insgesamt 1 064 011 Euro und 50 Cent von Marseille.
Hintergrund, so ein Gerichtssprecher, sei Diestels früheres Engagement bei der jahrelangen Auseinandersetzung zwischen Marseilles Klinik-Konzern und dem Land Brandenburg, das dem Pflege-Unternehmen Investitionszuschüsse in Höhe von rund 110 Millionen Mark verweigert hatte. Während das Potsdamer Sozialministerium seinerzeit argumentierte, für Marseilles Heime gebe es nicht genügend Bedarf, pochte der Unternehmer und Großspender der CDU stets auf Auszahlung des Geldes. Nach einem Vergleich, den Diestel auf den Weg gebracht haben will, erhielt Marseille schließlich 83,8 Millionen Mark. Weder Diestel noch die Marseille-Kliniken AG wollten sich vergangene Woche zu ihrem Rechtsstreit äußern.

DER SPIEGEL 46/2002
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PRIVATKLINIKEN:
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