13.01.2003

FDPMöllemann-Gegner wanken

Die Anti-Möllemann-Front in der FDP-Bundestagsfraktion bröckelt. Nachdem sich im Dezember noch mehr als zwei Drittel aller Mitglieder dafür ausgesprochen hatten, den einstigen Spitzenliberalen aus der Fraktion zu werfen, zweifeln FDP-Chef Guido Westerwelle und der Fraktionsvorsitzende Wolfgang Gerhardt inzwischen offenbar daran, die notwendige Zweidrittelmehrheit zu erreichen. Sollte Möllemann bei der für diesen Dienstag geplanten Anhörung im Berliner Reichstag erscheinen, könne es ihm durchaus gelingen, so heißt es, eine Reihe von Abgeordneten gnädig zu stimmen. Möllemann selbst, gegen den unter anderem wegen diverser Verstöße gegen das Parteiengesetz ermittelt wird, ist optimistisch, den Rauswurf abwenden zu können. Dieser, so argumentiert Möllemann, komme einer Vorverurteilung gleich. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies dem Rechtsstaatsverständnis vieler Liberaler entspricht." Auch in einem Nebenamt drängt es Möllemann zurück auf die Bühne: Am Freitag will er sich erneut zum Präsidenten der Deutsch-Arabischen Gesellschaft wählen lassen.

DER SPIEGEL 3/2003
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FDP:
Möllemann-Gegner wanken

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