13.01.2003

Konrad

Konrad , 3, Minischwein und einstiger vierbeiniger Star im "Big Brother"-Container, ließ den Amtsschimmel wiehern. Bislang lebte das Miniatur-Borstenvieh mit seinen Artgenossen Nono und Loller unbehelligt im Einfamilienhaus der Familie Beyerling in Magdeburg. Jetzt aber hat das örtliche Amtsgericht auf Klage des städtischen Veterinäramtes entschieden, Minischweine sind keine Haustiere wie Hund und Katze, auch wenn sie, wie etwa in Berlin, mit richterlicher Genehmigung sogar Mietwohnungen bevölkern dürfen. Das Beyerling-Haus ist von nun an ein Agrarbetrieb. Was zur Folge hat: regelmäßige Besuche des Amtstierarztes, veterinärmedizinische Seuchenkontrolle und natürlich Zugangsbeschränkungen für betriebsfremde Personen. Letzteres könnte Probleme bereiten. Denn die Hausfrau betreibt in dem Eigenheim einen An- und Verkauf von Brautmoden. Der Weg zum Traualtar führt für ihre Kunden im Zweifel über Seuchenmatten, damit die Schuhe wirklich keimfrei sind.

DER SPIEGEL 3/2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 3/2003
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

Konrad

  • Surflegende Slater erhält Höchstwertung: "Wollte eigentlich eine andere Linie fahren"
  • Jungfernflug in Kanada: Erstes E-Verkehrsflugzeug hebt ab
  • Wahlsieg in Großbritannien: Erstes Statement von Boris Johnson im Video
  • Warschau: Riesige Dampfwolke legt sich über die Stadt