27.01.2003

27. Januar 2003 Betr.: Titel

Niemand könne über die Irak-Krise diskutieren, der nicht das Buch "The Threatening Storm" von Kenneth Pollack gelesen habe, urteilte der Londoner "Economist". Pollack, sieben Jahre CIA-Spezialist für die Golf-Region und von Präsident Bill Clinton in den Nationalen Sicherheitsrat berufen, analysiert Saddam Husseins Reich und sein Regime - ohne den blindwütigen Eifer, den Pentagon-Chef Donald Rumsfeld und seine Helfer an den Tag legen. Überdies schildert der Militärexperte die vertrackte Geschichte der Beziehungen zwischen Bagdad und Washington: Saddam war nämlich keineswegs stets "der Böse" (George W. Bush), er war auch Ronald Reagans Vorzugspartner am Golf. Der SPIEGEL beginnt in dieser Woche mit einem Vorabdruck aus Pollacks Buch (Seite 91). Zur aktuellen Lage gab der Clinton-Berater den Redakteuren Stefan Aust, 56, und Gerhard Spörl, 52, in Washington Auskunft. Pollacks düstere Prognose: "Ich erwarte einen Krieg, der sich über einen Monat oder länger hinzieht." Und: "Je länger der Krieg sich hinzieht, desto mehr Gefallene wird es geben" (Seite 88). Schlechte Perspektive für Gunter Pleuger, der als Berlins Mann bei der Uno in dieser Woche den Vorsitz im Sicherheitsrat übernimmt. SPIEGEL-Reporter Alexander Osang, 40, beschreibt die Arbeit des neuen Uno-Botschafters. Sie spielt sich vor allem in Hinterzimmern ab, an Zweiertischen und im Dunkeln. Osang: "Er darf jetzt nicht zu sehr im Licht stehen und nicht zu sehr im Schatten" (Seite 32).

DER SPIEGEL 5/2003
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