27.01.2003

27. Januar 2003 Betr.: Au-pair-Mädchen

Seit auch Private ohne amtliche Lizenz Au-pair-Mädchen an deutsche Familien vermitteln dürfen, tummeln sich in der Szene zunehmend dubiose Agenturen. Als sie die Hintergründe des Selbstmords einer 21-jährigen Rumänin in Bayern recherchierte, stieß SPIEGEL-Redakteurin Conny Neumann, 41, auf finstere Praktiken vieler Au-pair-Vermittler: Geld bekommen die Mädchen nur in den ersten Wochen, der Pass wird ihnen häufig abgenommen, das Visum nicht verlängert. Sie sind ihren Arbeitgebern damit ausgeliefert. Staatliche Kontrollen gibt es kaum. Neumann: "Das neue Gesetz öffnet nicht nur Tür und Tor für illegale Einwanderer, sondern bietet auch Mädchenhändlern ungeahnte Möglichkeiten" (Seite 54).

DER SPIEGEL 5/2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


  • Doku über DNA-Reproduktion: Missy, die Mammut-Leihmutter
  • Jagdtricks von Delfinen: Die "Hau-drauf-hau-rein"-Technik
  • Starkes Gewitter im Tatra-Gebirge: Mindestens fünf Menschen getötet
  • Nach Notwasserung: Pilot filmt eigene Rettung