27.01.2003

27. Januar 2003 Betr.: Hermann Maier

Am 14. Januar, 508 Tage nach seinem Motorradunfall, kehrte Ski-Ass Hermann Maier in den Weltcup-Zirkus zurück. "Die meisten hatten mich schon abgeschrieben", sagte der Doppel-Olympiasieger in seinem Heimatort Flachau SPIEGEL-Redakteur Alfred Weinzierl, 43. Es war das erste Interview des wohl bekanntesten lebenden Österreichers, seit er am 30. Dezember wieder mit dem Training begonnen hat. Und es wurde geführt in einer Offenheit, die sich Maier während seiner Rekonvaleszenz nie leisten mochte. Der "Herminator" spricht erstmals über den zeitweiligen Verdacht auf Querschnittslähmung, seine Entzugserscheinungen beim Absetzen der Schmerzmittel und die auf absehbare Zeit bleibenden Beeinträchtigungen beim Skifahren. Weinzierl war erstaunt über die beredte Nüchternheit, mit der Maier sein Martyrium beschreibt: "Ohne Larmoyanz, ohne Zynismus, ohne martialisches Imponiergehabe." Inzwischen zweifeln weder Maier noch seine Ärzte daran, dass er im nächsten Winter zu alter Stärke zurückfinden wird (Seite 122).

DER SPIEGEL 5/2003
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