27.01.2003

REGIERUNGSUMZUGRückzug aus Bonn

Ganz diskret verlagern derzeit mehrere Bundesministerien ihr Personal von Bonn nach Berlin. So will Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, bisher mit etwa 50 Beamten in Berlin vertreten, in den nächsten Monaten 40 Mitarbeiter aus Bonn nachholen. Verteidigungsminister Peter Struck will mehrere Dutzend Offiziere des Führungsstabs nach Berlin verlegen, und Bildungsministerin Edelgard Bulmahn plant, ihre 120 Stellen in Berlin in den kommenden drei Jahren auf 250 zu erhöhen - zu Lasten Bonns. Selbst im Wirtschafts- und Arbeitsministerium von Wolfgang Clement, der als NRW-Ministerpräsident noch eifriger Verfechter des Standorts Bonn war, wird erwogen, für anstehende Reformvorhaben Dutzende Fachbeamte von Bonn an die Spree zu holen. Bisher lässt ein Kabinettsbeschluss von 1998 für die sechs Bundesministerien mit erstem Dienstsitz in Bonn unter gewissen Umständen 25 Prozent des Personals in der Hauptstadt zu. Ein Staatssekretär: "Alle wollen ihr Personal in Berlin haben - aber keiner sagt es."

DER SPIEGEL 5/2003
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REGIERUNGSUMZUG:
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