27.01.2003

NEONAZISErfolg mit Aussteigern

Nach Erkenntnissen des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes melden sich in jüngster Zeit viele ausstiegswillige Rechtsradikale direkt bei der Polizei. In den letzten Monaten seien es, so ein Beamter, "einige Dutzend" gewesen. Dieser "positive Trend", heißt es in einem zur Verschlusssache gestempelten Papier des Innenministeriums, soll "mit Hilfe zielgerichteter polizeilicher Maßnahmen verstärkt werden". So fordert das Innenministerium Polizeipräsidien und Bezirksregierungen auf, auch "anlassunabhängig, zum Beispiel im Rahmen eines Kontaktgesprächs durch den Staatsschutz", an Rechtsradikale heranzutreten. Mit Hilfe von "Erkenntnissen aus den Kriminalakten" sollen "die im jeweiligen Zuständigkeitsbereich wohnhaften Personen der Szene" gezielt angesprochen und zum Ausstieg bewegt werden. Die Bezirksregierungen werden in dem Papier angewiesen, vierteljährlich - erstmals zum 31. März - über die Zahl der "anlassabhängigen und anlassunabhängigen Kontakte" zu Rechtsradikalen zu berichten.

DER SPIEGEL 5/2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 5/2003
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

NEONAZIS:
Erfolg mit Aussteigern

  • Doku zu cholesterinreicher Ernährung: Fett for Fun
  • Freizeitpark im Schwarzwald: Karussell ähnelt Hakenkreuzen
  • "Uber Boat": In Cambridge kommt der Kahn per App
  • Archäologie: Jahrtausendealtes Wandrelief in Peru entdeckt