27.01.2003

TERRORABWEHR IIVerwundbare Atom-Meiler

Bundesumweltminister Jürgen Trittin will die Länder dazu bewegen, alle 19 Kernkraftwerke der Republik auf Sicherheitslücken zu überprüfen. Am Donnerstag wird Trittins Staatssekretär Rainer Baake seinen Amtskollegen ein vertrauliches Gutachten der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) überreichen, das erstmals detailliert die Verwundbarkeit deutscher Atom-Meiler durch Terroranschläge aus der Luft bewertet. Gleichzeitig zeichnet sich ein Streit zwischen Regierung und Stromkonzernen ab: Seit dem 11. September 2001 will Trittin gezielte Attacken auf Atomanlagen mit entführten Passagierflugzeugen nicht mehr unter die Kategorie "Restrisiko" fallen lassen. Sollte sich Trittins Rechtsauffassung durchsetzen, müssten die Reaktorbetreiber die Kosten für entsprechende Umbauten und Alarmsysteme tragen. Die Betreiber wollen sich jedoch allenfalls zu freiwilligen Maßnahmen bereit finden.

DER SPIEGEL 5/2003
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TERRORABWEHR II:
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