27.01.2003

ABRECHNUNGSBETRUGSchlag gegen Laborkette

Bei einer bundesweiten Durchsuchung von mehr als 50 Privat- und Praxisräumen, die zu einer laborärztlichen Arbeitsgemeinschaft um den Geesthachter Mediziner Detlef Kramer gehören, ist die Lübecker Staatsanwaltschaft offenbar fündig geworden. Die sichergestellten Unterlagen, die "einen Lastwagen füllen", nähren nach Angaben des Leitenden Oberstaatsanwalts Uwe Wendt den Verdacht, dass die Abrechnungspraxis der Labore "den Betrugstatbestand erfüllt". Kramer wird zur Last gelegt, ein Netz von scheinselbständigen Ärzten aufgebaut zu haben (SPIEGEL 23/2002). Diese Ärzte stehen im Verdacht, ihre Leistungen mit den Kassenärztlichen Vereinigungen abgerechnet zu haben, obwohl sie allein Kramer zuarbeiteten. So soll ein selbständiger Laborarzt ohne eigenes Labor im Jahr 2001 einen Umsatz von mehr als drei Millionen Euro erzielt haben.

DER SPIEGEL 5/2003
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