27.01.2003

AUSSTELLUNGENFrankfurt wartet auf den Ansturm

Etwa 2,4 Millionen Euro kostet das Spektakel, und zeitweise war nicht klar, wer das im hoch verschuldeten Hessen bezahlen soll. Doch dann sprangen zwei Sponsoren ein - und Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth darf endlich von einem "europäischen Kulturevent" schwärmen. Zu Recht: Schließlich geht es um einen Superstar der Kunstgeschichte, um das niederländische Malergenie Rembrandt (1606 bis 1669). Vom kommenden Wochenende an zeigt das Frankfurter Museum Städel 47 Werke des Altmeisters und seines Umkreises (bis 11. Mai). So umfassend wurde der Mythos Rembrandt in Deutschland seit Jahrzehnten nicht mehr präsentiert - auch wenn drei Leihgeber ihre Zusagen storniert haben. Die Schau, die vorher in kleinerer Form im japanischen Kyoto zu sehen war, will gleich auch die neuesten Forschungsergebnisse präsentieren - in den vergangenen Jahren wurde manches Bild erst zur Arbeit eines Rembrandt-Schülers degradiert und dann wieder zurück zum Original erklärt. Sicher ist immerhin: Trotz seines Talents und seiner frühen Erfolge schlitterte der historische Rembrandt in den Ruin. Nun hofft das Museum, dass sich der heutige finanzielle Kraftakt bezahlt macht und der Besucheransturm ähnlich sensationell ausfällt wie im National-Museum in Kyoto - dort lockte die Schau 300 000 Besucher an.

DER SPIEGEL 5/2003
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AUSSTELLUNGEN:
Frankfurt wartet auf den Ansturm

  • Faszinierende Aufnahmen: Taucher treffen auf Mondfisch
  • Archäologie: Jahrtausendealtes Wandrelief in Peru entdeckt
  • Virtuelle Realität: Musikproduktion in 3D
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