23.06.2003

Verkauft wie eine Kuh

Die Ermittlungen gegen Berliner Zuhälter, in die Fernsehmoderator Michel Friedman geriet, zeigen die Brutalität im Milliardengeschäft mit der Importware Sex: Menschenhändler locken junge Frauen aus Osteuropa mit Geld und Glitzer - und hier werden sie dann erniedrigt und zerstört.
Sie verkauften ihren Körper gleich dort, wo sie die Kunden trafen: im Schatten einer Marmorsäule oder im Laub hinter Grabsteinen. Der Lohn für das Leid blieb stets gering: Mal gab es einen Korb voll Fisch, mal einen Krug Wein.
Die billigeren Dirnen im antiken Athen, "Wölfinnen" genannt, wurden aus vielen Ländern des Orients importiert, sie waren bald unverzichtbar für den schnellen Sex. Doch sie wurden erbarmungslos ausgebeutet, gehalten wie Sklavinnen, und es war ihnen verboten, das Land wieder zu verlassen.
Es hat sich nicht so viel geändert am Geschäft mit der Importware Sex im alten Europa - das zeigt beispielsweise der Fall einer internationalen Zuhältergang, die 160 Frauen aus Osteuropa in Sachsen-Anhalt und in Thüringen ausbeutete.
Unter der Herrschaft eines Usbeken und eines Russen schleuste der mafiaähnlich organisierte Ring über Jahre hinweg junge Frauen mit gefälschten Pässen in den Osten Deutschlands. Einige der Mädchen waren erst 18 Jahre alt. Um den Freiern ständig "Frischfleisch" anbieten zu können, organisierte die Bande ein ausgeklügeltes Tauschsystem. "Wie in einem Karussell", so Staatsanwalt Norbert Hartge, karrten die Verbrecher ihre Ware von Erfurt nach Braunsbedra, von Naumburg nach Obersdorf. Dort mussten die Huren in heruntergekommenen Schuppen tun, was die Kunden wollten - und das hatte nicht immer viel mit dem zu tun, was in Aufklärungsbüchern als normaler Sex beschrieben wird.
Den Lohn mussten die Frauen fast komplett bei ihren Zuhältern abgeben. Sie durften die Nachtclubs stets nur unter Bewachung verlassen. Und wer nicht spurte, den brachten die Peiniger schnell wieder auf Trab. Als einmal eine Frau schwanger wurde, fesselte einer der Männer sie und vergewaltigte sie mehrfach.
Erst als die schwer bewaffnete Anti-Terror-Einheit GSG 9 im April 2001 in der Operation "Belorus" die illegalen Bordelle stürmte, kamen die Frauen frei. Gegen einen Haupttäter verhandelt derzeit das Landgericht Halle. Der Oberboss aus Weißrussland ist noch flüchtig.
Der Handel mit jungen Frauen aus Osteuropa ist zu einem gigantischen Geschäft geworden. In den vergangenen zehn Jahren sind nach einer Analyse des Europarates die Profite der Zuhälter und Schleuser um 400 Prozent gestiegen. 500 000 Frauen werden derzeit in Europa im Netz organisierter Banden festgehalten.
Die Prostituierten bringen ihren Peinigern nach Schätzungen jährlich bis zu 13 Milliarden Dollar ein, und die stecken das Geld oft direkt wieder in Geschäfte mit Drogen und Waffen. Die Frauen sind so die Basis für ein komplett konspiratives Wirtschaftssystem, ein grenzüberschreitendes Geflecht von Schmugglern, Schleppern und Zuhältern, Passfälschern, Kontakthändlern, Waffen-, Auto- und Kokainschiebern.
Nach vorsichtigen Schätzungen der Huren-Hilfsorganisation Hydra kommt inzwischen rund die Hälfte der 400 000 Frauen, die in Deutschland anschaffen gehen, aus dem Ausland. Mit mindestens sechs Milliarden Euro sorgen sie für einen Umsatz etwa so hoch wie der des Adidas-Konzerns.
Auch wenn in den letzten Jahren internationale Organisationen wie die EU oder die OSZE massiv Front gegen die Ausbeutung junger Frauen aus Osteuropa machen, auch wenn deutsche Behörden ihren Kampf forciert haben - die Lage hat sich wohl kaum gebessert. "Je mehr wir kontrollieren, desto mehr entdecken wir auch", sagt der nordrhein-westfälische Innenminister Fritz Behrens, "das Problem Menschenhandel ist eher noch größer geworden." Und: Mit dem EU-Beitritt etwa der baltischen Staaten erwarten Fahnder, dass eine Welle neuer Arbeitskräfte ins Milieu schwappt.
Und hier zu Lande werden die Illegalen keineswegs nur von Kunden der Unterschicht in Anspruch genommen - schon der Schriftsteller Stefan Zweig hämte schließlich, die Prostitution sei "das dunkle Kellergewölbe, über dem sich mit makellos blendender Fassade der Prunkbau der bürgerlichen Gesellschaft" erhebe. Der Bürger im Puff ist heute vor allem der Bildungsbürger. Nach einer der wenigen wissenschaftlichen Studien über Freier aus dem Jahr 1994 lag der Anteil der Männer mit Abitur bei 19 Prozent - deren Anteil unter den Freiern aber bei 41,6 Prozent.
Für die deutsche Elite, die in den Puff strebt, sagt Uta Falck von Hydra, spiele auch Geld keine Rolle mehr. Und für Prominente gar sei es nicht außergewöhnlich, dass sie regelmäßig 1500 Euro für ein paar Stunden mit zwei oder drei Frauen zahlten. Omnipräsenz und Omnipotenz soll eben auch nach Feierabend sein, notfalls mit Hilfe des stärkenden Kokains.
Doch anders als im antiken Athen oder in Rom, wo sich selbst Päpste zu ihren Kurtisanen bekannten und ein einschlägiges Manual stolz 72 Stellungen - darunter auch so verheißungsvolle wie "Kirche im Glockenturm" - zum Beweis klerikaler Vielseitigkeit aufführte, ist heute Heuchelei und Versteckspiel die Regel.
Wann immer ein Prominenter mit einer Hure ertappt wird, ist die Empörung groß: ob in den USA, wo Filmheld Hugh Grant beim "Blow-Job" in einer Seitenstraße des Sunset Boulevard die Aufmerksamkeit einer Polizeistreife erregte oder die Callgirl-Chefin Heidi Fleiss über ihren Kundenstamm auspackte, der aus Hollywood-Größen bestand - oder in Deutschland, wo ein prominenter Sportreporter auf ZDF-Papier eine ihm zu hoch erscheinende Bordellrechnung reklamierte, oder sich der Filmproduzent Bernd Eichinger zu seinen Puff-Gängen bekannte. In Großbritannien führte die Affäre eines Ministers mit der Edelhure Christine Keeler gar zu einer Regierungskrise. Das war freilich 1963.
Natürlich gibt es heute in Deutschland etliche Etablissements für den gehobenen Geschmack, in denen peinlichst auf die Einhaltung der Gesetze geachtet wird, um den Kunden eine zufällige Enttarnung zu ersparen.
Doch die wirklich Prominenten scheuen noch den Weg in diese Edelclubs: Es könnte ihnen ja so ergehen wie jenem erfolgreichen Fußballtrainer, der ein Bordell just in dem Moment verließ, als einer seiner Profis Einlass begehrte. "Sie hier?", stammelten beide und gingen eiligst ihrer Wege - der Trainer raus, der Spieler rein.
Vielen Prominenten oder auch nur Stadtbekannten scheint daher der Dirnenbesuch in Hotels oder daheim sicherer. Nur: Dort vor allem arbeiten die Illegalen - früher waren es die Thailänderinnen, heute sind es zumeist die importierten Frauen aus Osteuropa. Und damit geraten ausgerechnet Prominente wie jüngst der TV-Moderator Michel Fried-
man nicht nur leicht ins Umfeld der Illegalen, sondern auch auf die Zeugenliste der Polizei - ein Kollateralschaden beim Kampf gegen den Menschenhandel.
So galten die Rotlicht-Ermittlungen, in denen sich der Christdemokrat Friedman jetzt peinlich verhedderte, keineswegs ihm, sondern einer hoch professionellen Schleuserbande. Seit Ende Januar waren Fahnder den Gangstern auf der Spur: Mit gefälschten polnischen Pässen sollen die Verdächtigen ihre Ukrainerinnen, kaum eine älter als 25 Jahre, nach Berlin gebracht haben.
Zu der Gruppe sollen drei Männer gehören: der Ukrainer Borys B., 33, und die Polen Krzysztos und Mariusz M. Das Trio sitzt inzwischen hinter Gittern, der Verdacht: schwerer Menschenhandel.
Borys, genannt "Borka", kommt aus dem 1000-Seelen-Dorf Iwankow, südwestlich von Kiew. Der örtlichen Miliz ist der umtriebige Ost-West-Händler als "harter Bursche" bekannt, der stets damit prahlte, er könne sich "alles leisten". Als er vor acht Monaten zum letzten Mal seine Mutter besuchte, fuhr er mit einem "dicken deutschen Schlitten" vor und erklärte, dass er erfolgreich einen "Auto-Service" aufgezogen habe. Laut seiner 56-jährigen Mutter war Borka vor fünf Jahren nach Deutschland ausgewandert, sein Bild in Armeeuniform schmückt den Flur des 78-Quadratmeter-Häuschens.
Die Ermittler wollen Borka und seine beiden Kumpel beim regelrechten "Verkauf" von Frauen ertappt haben: Eine junge Ukrainerin soll am Flughafen Berlin-Tegel den "Besitzer" gewechselt haben; für 3500 Euro wurde sie verscherbelt. Eine andere kaufte laut Ermittlungen ein verliebter Kunde, im vornehmen Hotel Esplanade, für 20 000 Euro frei.
Die Frauen sollen von den Händlern vorwiegend im ukrainischen Tarnopol, einer hässlichen Betonstadt an der Schnellstraße M 14, angeworben worden sein. Angeblich hätten sie von Beginn an gewusst, zu welchem Zweck sie nach Deutschland sollen. Dort warben die Zuhälter dann mit Annoncen in Berlins Boulevardblatt "B.Z." für "naturgeile jg. Ukrainerinnen" oder "junge ukrainische Nymphen - Superservice HH", sprich Haus und Hotel.
Und die Ost-Mafiosi hatten nicht nur Otto-Normal-Bürger als Kunden im Blick, sondern vor allem zahlungskräftiges Publikum. Ihre Prostituierten sollen pro Stunde 90 Euro gekostet haben. Davon blieb den Frauen zunächst wenig. Angeblich hatten sie erst ihre Vermittlungs- und Transportkosten von 10 000 Euro "abzuarbeiten". Untergebracht wurden sie in Wohnungen am Berliner Gardeschützenweg, an der Uthmannstraße sowie am Hindenburgdamm.
Von dort aus schwärmten die Ukrainerinnen Nacht für Nacht aus - offenbar auch manchmal in jene Suite in der Sicherheitsetage des Hotel Inter-Continental, in der auch Michel Friedman abgestiegen sein soll. Die Ermittler, die während der viermonatigen Telefonüberwachung der Bande mehr als 1000 Gespräche mitschnitten, konnten bis heute rund 120 Freier identifizieren. Kunden der Ukrainerinnen waren angeblich zumindest acht bis zehn bekannte Sportfunktionäre und Mediengrößen sowie hohe Politiker und Diplomaten, deren Namen nun in die Ermittlungsakten gelangen.
Auch die Männer aus der gesellschaftlichen Schicht darunter, die gewöhnlichen Honoratioren, finden nichts dabei, als Kunden der Illegalen die moderne Sklaverei erst zu ermöglichen - wie der Fall "Schinken-Sigi" zeigt. Der ehemalige Schlachtermeister wurde im vergangenen August zu drei Jahren Haft verurteilt, nachdem er mit einem Puff im schleswig-holsteinischen Rellingen nach Schätzungen des Finanzamtes bis zu 1,7 Millionen Mark pro Jahr umgesetzt hatte.
Leuchtende rote Herzchen wiesen Männern in schweren Limousinen den Weg zum "Club 92". Und als Anfang der neunziger Jahre die Frauen Osteuropas vom Kommunismus befreit waren, wurde der Profit, der dabei hängen blieb, für Schinken-Sigi noch erfreulicher als zuvor. Ljudmila, 22, aus St. Petersburg etwa kam, weil ihr dortiges Monatssalär von umgerechnet 75 Euro für die Boutiquen, Parfümerien und Sonnenstudios an der Newa nicht reichte. Ljudmila wurde ausgebeutet, aber immerhin blieben ihr 5000 Euro nach drei Monaten - von den 50 000, die Freier für ihre Arbeit bezahlt hatten.
Der Abteilungsleiter einer größeren Sparkasse freute sich über die große Auswahl in Sigis Landpuff, weil bald zwei Dutzend Osteuropäerinnen auf ihn und seine Kumpels warteten. Ein Rechtsanwalt vergnügte sich mit der Litauerin Audrone S., 35, zum Stundenpreis von 200 Mark, und wenn der Handwerksmeister aus dem nahen Pinneberg wieder mal mit Olena K., 23, aus der Ukraine zum Tête-à-tête in den überdachten Swimmingpool wollte, wurden 300 Mark fällig.
Viele der Kunden wussten, dass ihre Gespielinnen Illegale waren - aber alle sahen jahrelang weg, selbst die Behörden. Siegfried B.s Ehefrau Hildegard fuhr die Prostituierten regelmäßig zur ärztlichen Untersuchung ins Gesundheitsamt des Kreises Pinneberg. Nichts geschah.
Dass ihrem Gatten doch noch der Prozess gemacht wurde, lag daran, dass Kriminalbeamte und Staatsanwälte sich darauf besannen, bei Ermittlungen im Rotlichtmilieu verstärkt nach Verstößen gegen das Ausländerrecht zu fahnden. "Der Nachweis dieser Straftaten ist für Ermittler grundsätzlich einfacher als bei den üblichen Delikten im Rotlichtmilieu", sagt der Itzehoer Oberstaatsanwalt Wolfgang Zepter. Das Landgericht Itzehoe wies "Schinken-Sigi" in 49 Fällen nach, dass er sich des "gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern" schuldig gemacht hatte.
Nicht selten kommt es vor, dass Polizeibeamte bei Ermittlungen selbst im Milieu versumpfen. So wurden im März in Halle ein Kriminaloberkommissar und ein Kriminalhauptmeister, 54 und 37 Jahre alt, wegen Strafvereitelung im Amt festgenommen. Sie sollen Milieugrößen gedeckt haben.
Im Saarland durchsuchten am vergangenen Dienstag 85 Beamte bei einer Razzia (Aktion "Herzbuben") 33 Milieuobjekte; sie nahmen fünf Männer und zwei Frauen fest, darunter auch einen rheinland-pfälzischen Kollegen. Der Beamte soll das Fahndungssystem der Polizei angezapft und die Informationen an das Milieu verhökert haben.
Die Beispiele korrupter Ermittler nutzen Zuhälter wiederum, um ihre Frauen einzuschüchtern: Die deutsche Polizei sei ähnlich verdorben wie die Behörden im Osten, drohen sie oft - wer mit Beamten rede, dem werde es schlecht ergehen.
So brauchen die Gastarbeiterinnen viel Vertrauen, bis sie Fahndern erzählen, wie brutal es in der Branche zugeht. Die Ukrainerin Irina L. etwa wurde zu Beginn ihrer Karriere in einen Wald zwischen Straßburg und Schmieheim verschleppt. Dort machten sich zwei Russen, die eigens als so genannte Einreiter engagiert worden waren, über die gelernte Köchin her. Die 20-Jährige musste sich nackt auf den Waldboden legen. Als sie sich weigerte, schlug ihr einer der Unbekannten ins Gesicht. Den einen Russen musste sie danach oral befriedigen, der andere drang in sie ein. Irinas Zuhälter musste sich Anfang des Jahres vor dem Landgericht Offenburg verantworten; die beiden Vergewaltiger konnte die Polizei bisher nicht fassen.
Doch nicht alle Ost-Prostituierten müssen eingeschüchtert werden - ahnen doch viele immerhin, worauf sie sich einlassen. Nur wie hart ihre Zukunft sein wird, das wissen wohl die wenigsten. Freilich gehen die Schätzungen der Experten da auseinander: Nur jede dritte Frau, die illegal nach Deutschland geschleust wird, weiß nach einer Schätzung des Bundeskriminalamts, worauf sie sich einlässt. Andererseits hat das Landeskriminalamt Hessen festgestellt, dass von 60 Prostituierten aus Ost- und Mitteleuropa, die 2001 erfasst wurden, keine der jungen Frauen angab, mit Gewalt nach Deutschland gebracht worden zu sein.
"Neun von zehn Frauen aus Osteuropa, die in Hamburg der illegalen Prostitution nachgehen, kommen freiwillig, aber alle sind Fälle klassischer Armutsprostitution", sagt wiederum Bernd Schulz-Eckhardt, Chef der Abteilung Organisierte Kriminalität im Hamburger Landeskriminalamt.
Wie einst die Luden die deutschen Landpomeranzen in die großen Städte lockten, versprechen im Osten noch immer einige Menschenhändler die Kombination aus großem Geld und später vielleicht auch großer Liebe - das "Pretty-Woman-Phänomen" nennen Szenekenner diese Form der Anwerbung. Und darauf fallen offenbar viele junge Frauen im Osten so leicht herein wie die Tschechin Benesová B.
In einem Prager Café hatte Benesová einen Bulgaren kennen gelernt, der beste Beziehungen in Deutschland zu haben schien. "Kein Problem" sei es, versprach ihr Krassimir K., sie in einer Bar als Kellnerin unterzubringen. Begeistert beantragte Benesová B. ein Touristenvisum und fuhr mit dem Bulgaren nach Berlin.
Gerade in der deutschen Hauptstadt angekommen, wich Krassimir K.s Hilfsbereitschaft roher Gewalt. In der schimmeligen Wohnung eines Abbruchhauses in Berlin-Friedrichshain eröffnete ihr "der Salamander", wie Krassimir auch genannt wird, sie habe ab sofort als Prostituierte für ihn zu arbeiten. Als sie sich weigerte, habe er sie geschlagen und gewürgt, sagte die Pragerin später bei der Polizei aus.
Aus Todesangst habe sie ihm gehorcht. Von da an holte sie ihr neuer Zuhälter immer am späten Nachmittag ab und brachte sie in Bars mit Namen wie "Jackie''s Inn", "Safari-Club" oder "Club Nr. 6".
30 Tage im Monat musste sie anschaffen, selbst dann, wenn Frauen gemeinhin unpässlich sind. Für Krassimir K. war es das große Geschäft: Rund ein Dutzend Frauen hatte der Bulgare mit seinen türkischen Partnern im Rennen, aufgeteilt auf ein halbes Dutzend Puffs in Berlin. Die Gewinne gingen in die Millionen, ehe die Berliner Staatsanwaltschaft den Ring hochnahm.
Die zumeist ausländischen Zuhälterbanden müssen sich um den Nachschub nicht sorgen: Seit 1991 das Sowjetimperium zusammenbrach und mit ihm der staatlich gelenkte Arbeitsmarkt, bietet sich für Hunderttausende Osteuropäer nur ein einziger Weg, um Not und Armut zu entfliehen: die Flucht in den Westen.
Jungen Frauen wird der Zugang zu den Wohlstandsinseln Europas besonders leicht gemacht - erst waren es Polinnen und Tschechinnen, jetzt, wo es in diesen Ländern sachte bergauf geht, kommen sie vor allem aus der Ukraine, aus Rumänien oder Moldawien (siehe Seite 54). Sie stammen aus vergessenen Orten wie Tiraspol, Winniza oder Resita, und sie glauben den Verheißungen vom westlichen Manna, wie sie "Vermittlungsagenturen" an Laternenpfählen anschlagen.
"Zuverlässige Babysitterinnen" werden da gesucht, "sehr gut aussehende Mädchen" (500 Dollar Gehalt), "Masseurinnen" (kostenlose Ausbildung garantiert), "18- bis 28-Jährige für Arbeiten in Deutschland" oder einfach "Mädchen fürs Ausland" mit "Spezialausbildung Künstlerin im weitesten Sinne".
Die Mädchenhändler rekrutieren ihre Ware auch unter Frauen, die schon von der Prostitution leben - oft direkt vom Straßenstrich weg. In der ukrainischen Hauptstadt Kiew etwa blüht das Geschäft vor der Metro-Station "Universität", wo zu Mitternacht die Ausländer ihre Mädchen anmieten (50 Dollar pro Stunde), am Dnjepr-Ufer, wo die jungen Frauen aus den Plattenvierteln stehen (30 Dollar), oder draußen, am Autobahnring, wo Provinzmädchen die Preise bis auf 10 Dollar herunterdrücken.
Die durchschnittliche Prostituierte, hat der ukrainische Soziologe Alexander Jarjemenko per Befragung im Milieu herausgefunden, ist 19 Jahre alt, muss ihre Eltern über Wasser halten und hat mit 17 ihr erstes Geld als Hure verdient. Jede zweite, die dem Lockruf ins Ausland folgt, weiß zwar nichts von ihren künftigen Arbeitsbedingungen, geht aber auf jedes noch so zweifelhafte Angebot ein - auch wenn ihr in den Händen brutaler Gangster oftmals eine Odyssee quer durch die Hölle droht.
Der Weg führt meist über die Transitstationen Rumänien und Ex-Jugoslawien. Die drei Hauptrouten der Mädchenhändler verbinden den Osten des Kontinents und den Schwarzmeerraum mit Süd- und Westeuropa. Von Bukarest aus werden die slawischen Mädchen auf die Ostroute geschickt: nach Griechenland oder in die Türkei. Timisoara hingegen gilt als Zugang zur Westroute - über Ungarn oder die Länder des früheren Jugoslawien.
Auf einem Marktplatz nahe dem bosnischen Brcko, das "Arizona" genannt wird, werden fast jeden Nachmittag Frauen aus Moldawien, Rumänien, der Ukraine und Bulgarien versteigert. Wie auf dem Pferdemarkt bieten dort Verkäufer ihre Ware auf einer Bühne feil - westliche Agenten, nicht selten Frauen, begutachten die Mädchen.
Andere werden von Bekannten verschoben: Ana aus einem westrumänischen Dorf nahe der Stadt Resita zum Beispiel fiel auf Ion, den Kumpel ihres Bruders, herein. Der bot ihr einen lukrativen Job als Babysitterin oder Hausmädchen in Italien oder Deutschland an. Anas Weg führte dann über die Grenze nach Serbien und weiter nach Mazedonien. Als die junge Rumänin in Skopje landete und mit 200 Mädchen aus Osteuropa in einer Villa nahe der albanischen Grenze zusammengepfercht war, dämmerte es ihr: Ion hatte sie verkauft wie eine Kuh.
Die Mädchen wurden eingesperrt, geschlagen, die ohnehin mageren Essensrationen zeitweise auf null gesetzt. In Animierbars hatten sie Kunden zu dienen. "Ein Alptraum", sagt Ana, nachdem sie ihren Peinigern entfliehen konnte.
Die Moldawierin Swetlana C., 28, allein erziehende Mutter zweier Kinder und Landesmeisterin im Hochsprung, hatte sich lediglich auf ein Inserat zur "Maisernte" in der serbischen Provinz Vojvodina beworben. Der Saisonjob aber geriet zu einer Reise durch unzählige Bordells. Mindestens sechs "Besitzer" wechselte die zierliche Frau mit den langen, blonden Haaren, bis sie sich in Sarajevo sieben Rippen brach - weil ein Zuhälter sie die Treppe hinunterwarf.
Und schon auf dem Weg in den Westen gehören Prominente zur bevorzugten Klientel der Händlerbanden. Swetlana wurde nach eigenen Angaben direkt vom Krankenbett durch den damaligen stellvertretenden montenegrinischen Staatsanwalt Zoran P. entführt. Der erwies sich aber keineswegs als ihr Retter, sondern als besonders perverser Klient, als Organisator brutaler Sexorgien und Drogenpartys für die politische Hierarchie im Land. Der Jurist wurde verhaftet, die Anklage jedoch später fallen gelassen. Swetlana ist inzwischen in ein anderes Land geflohen.
Arglos folgten auch Ljudmila und Anna K. aus dem ukrainischen Saporoschje dem Angebot, "in Paris zu kellnern". Ohne Vater aufgewachsen, die Mutter ohne Rente, waren beide mit 18 arbeitslos. Ihre Reiseroute führte ebenfalls über Mazedonien und dann zu Fuß über die Berge nach Albanien hinein.
Dort wurden die Schwestern getrennt: Ljudmila verkauften die Händler an einen Albaner, den sie fortan in jeder Hinsicht bedienen musste. Anna dagegen wurde per Boot über die Adria nach Italien geschafft - und landete tatsächlich in Paris. Ein halbes Jahr verbrachte sie auf dem Straßenstrich, dann musste sie in Bordellen anschaffen, "ständig unter Aufsicht, regelmäßig verprügelt und jeden Morgen bis auf den letzten Euro abgezockt". Ein mildtätiger Freier, von Beruf Polizist, verhalf ihr zur Flucht. Zu spät, sie hat nun Aids.
Viele der Betroffenen schweigen über ihre Torturen im Westen, wenn sie wieder zurück in ihrer Heimat sind. "Es braucht Jahre, um das Erlebte zu verarbeiten", sagt die Therapeutin Gina-Maria Stoian, die in Bukarest mit der IOM zusammenarbeitet, der Internationalen Organisation für Migration.
Doch das grausame Geschäft, das Menschen derart zerstört, ist kaum zu unterbinden. Nicht nur, dass Osteuropas Grenzen löchrig sind. Pässe und Visa etwa werden inzwischen mit beachtlicher Perfektion gefälscht, vorwiegend in Rumänien. Ein in Bukarest ausgestellter Pass ist für viele Frauen wie ein Freifahrtschein, seit Rumänen visafrei in die Schengen-Staaten einreisen können. Drei Monate dürfen auch jene bleiben, die einen polnischen oder tschechischen Pass haben - erst einmal im Land, müssen sie nur noch abtauchen.
Die Behörden in den Heimatländern sind gegen das derart gut organisierte Verbrechen ebenso machtlos wie die Grenzer im Westen. Sergej Denissenko etwa, Chef einer Kiewer Fahndungsgruppe in Sachen Menschenhandel, hat dieses Jahr zwar schon neun Schleuserbanden auffliegen lassen, 300 Strafverfahren laufen gegen Mädchenhändler - 1998 waren es gerade mal 2.
Doch der Nachweis, die Verdächtigten hätten sich des verbrecherischen Menschenhandels schuldig gemacht, sei "schwierig zu führen", sagt Denissenko - schon weil die Spurensuche fast immer über mehrere Grenzen führe.
In der Ukraine hat das Parlament zwar jüngst "käufliche Liebe" als "kriminell" eingestuft. Doch gebracht hat das neue Gesetz bisher nicht viel: Zwar wird in Kiew seit Wochen nun allnächtlich der Straßenstrich abgeräumt. Die Polizisten kassieren entweder gleich vor Ort fünf Dollar Strafgebühr oder nehmen die Mädchen mit aufs Revier, wo sie sich am Morgen freikaufen müssen. Dann werden sie in herbeigerufenen Taxis nach Hause gebracht - wofür sie mitunter auch den Fahrer in Naturalien bezahlen müssen, meist "Französisch".
Artikel 303 des ukrainischen Strafgesetzbuches habe Banditen und korrupte Polizisten gestärkt, resümiert eine Kiewer Abendzeitung höhnisch: "Nun werden noch mehr unserer Frauen in europäische Bordelle flüchten - in der Hoffnung, dass man sich ihnen gegenüber wenigstens dort menschlich verhalten wird."
Eine Schleusung etwa von Minsk nach Berlin kostet die Menschenhändler rund 500 Euro an Gebühren und Handgeldern - eine Summe, die eine durchschnittliche Prostituierte, die 30 Euro für eine Oralbefriedigung und 60 Euro für einen Geschlechtsverkehr kassiert, an zwei Abenden wieder eingebracht hat.
350 Euro, hat Europol ermittelt, nehme eine Prostituierte pro Arbeitstag durchschnittlich ein. "Von null bis 15 Prozent", so der Hamburger Milieu-Cheffahnder Detlef Ubben, reiche der Anteil, den Zuhälter ihnen davon lassen. Denn den Frauen erzählen die Schleuser für gewöhnlich, die Fahrt nach Germoney habe Zehntausende gekostet - und dafür müssten sie nun hart arbeiten.
Und so platzt oft der Traum der Frauen, mit ihrem Geld wenigstens der Familie daheim etwas Gutes tun zu können. Für Marija H., 24, aus einem ukrainischen Dorf nahe der Stadt Tschernowzy, schien der Weg in den Westen der Ausweg aus der wirtschaftlichen Notlage, unter der sie, ihre kranken Eltern, fünf Schwestern und vier Brüder seit Jahren litten.
Es klang verlockend, als ihr eine schon länger in Deutschland arbeitende Bekannte bei einem Besuch einen Job im goldenen Westen anbot. Marija müsse sich um nichts kümmern. Die Bekannte wollte die Papiere besorgen, sogar die Kosten für die Reise auslegen. Irgendwann, wenn sie etwas verdient habe, könne Marija die Schulden abstottern.
Zunächst hatte die Reise ins gelobte Euroland fröhlich begonnen. Als Marija H., vier Jahre ist es her, an einem Berliner Busbahnhof von einer Frau namens Swetlana K. abgeholt wurde, schien alles rosarot. In einer Privatwohnung, wo bereits acht Frauen aus Osteuropa untergebracht waren, wurde die ganze Nacht gefeiert.
Zuletzt aber wartete Marija H. an einem geheim gehaltenen Ort, bewacht von Polizeibeamten, auf ihren Auftritt als Zeugin in einem Menschenhändlerprozess in Saarbrücken: Angeklagte war die 37-jährige Swetlana K. aus Slawgorod. Unterstützt von einem russischen und einem deutschen Zuhälter, hatte Swetlana K. eine regelrechte Sklavinnentruppe aufgebaut und mit brachialer Gewalt zur Prostitution gezwungen. Anfang Mai wurde sie dafür zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.
Schon einen Tag nach dem Begrüßungsfest war Swetlana zur Sache gekommen. Laut Anklage der Saarbrücker Staatsanwaltschaft klärte die russische Zuhälterin die Neue auf, wie sie ihre Schulden zu tilgen habe: Bezahlter Sex mit Männern und "sonstige sexuelle Dienstleistungen, die über herkömmlichen Geschlechtsverkehr hinausgehen wie Analverkehr und ''Sklavenarbeit''". Marija war geschockt. Sie blieb zunächst, weil Swetlana K. damit drohte, Schläger zu Marijas Familie in die Heimat zu schicken. Als sie später krank wurde, durfte sie sogar nach Hause fahren - kehrte aber zurück, weil sie das Geld brauchte.
Erst im September letzten Jahres wurden Swetlana K. und ihre Freunde im Rahmen der Polizeiaktion "Landliebe" festgenommen. Marija H. und eine Leidensgefährtin befinden sich seitdem im Zeugenschutzprogramm.
Lebensgeschichten wie die der Marija zeigen, in welche biografische Falle die Frauen aus Osteuropa oftmals geraten: Einmal auf die Verheißungen des reichen Europa hereingefallen, kommen sie nicht mehr heraus aus der Spirale der Gewalt. Wirklich erwünscht sind sie letztlich weder zu Hause noch in der Fremde.
In Deutschland gibt es aber immerhin mehr als 30 Organisationen, die sich um das Wohl der 200 000 illegalen Huren kümmern. Mitarbeiter der "Arbeitsgemeinschaft gegen internationale sexuelle und rassistische Ausbeutung" (Agisra) in Frankfurt etwa begleiten sie auf Behördengängen, vermitteln Rechtsanwälte und Ärzte, besorgen Unterkünfte in Frauenhäusern und geschützten Wohnungen.
Und nicht immer empfehlen sie den Schutzsuchenden, sich als Zeuginnen zur Verfügung zu stellen. "Zu oft verbinden die Frauen damit die Hoffnung, dafür ein Bleiberecht zu erhalten", sagt die Agisra-Mitarbeiterin Judith Rosner. Doch meist seien die Zeuginnen nur solange gelitten, "wie sie von Interesse für den Prozess sind. Danach lässt man sie oft wie eine heiße Kartoffel fallen."
Ein Aufenthaltsrecht haben die Frauen in der Regel nur, bis das Urteil gegen ihre Zuhälter rechtskräftig wird. Dann arbeitet unerbittlich die Ausweisungsmaschinerie - es sei denn, die Frauen tauchen ab, wonach sie in der Regel wieder auf dem Strich landen. Selbst die Polizei, die auf die Aussagen der Ost-Prostituierten dringend angewiesen ist, befürwortet kein Dauerbleiberecht. Nur wer die Behörden überzeugen kann, dass in der Heimat Repressionen drohen, darf bleiben.
Eine Dummheit - glaubt Pater Wolfgang Sieffert, Seelsorger im Frauen-Abschiebegefängnis Neuss. Würden alle Frauen, die aussagen, Bleiberecht in Deutschland bekommen, sagt Sieffert, dann würden mehr Frauen reden, und "dann würden Polizei und Justiz endlich an die Fädenzieher im Menschenhandel herankommen".
Geht es nach dem Europarat, sollten deshalb künftig großzügige Regelungen gelten, die Prostituierte vor der Abschiebung in ihre Heimatländer bewahren - so die Empfehlung in einem PKonzept, das der Bundesregierung freilich noch ziemlich fremd ist; denn selbst wenn die Frauen vielen als Opfer gelten, für den deutschen Staat sind sie immer auch Täter, schließlich lebten und arbeiteten sie illegal in Deutschland.
Nur ein kühner Schritt mit einem entsprechenden Gesetz aber, urteilen erfahrene Ermittler, könne die Frauen aus der Illegalität und damit aus den Fängen ihrer Zuhälter befreien. Weil der Bedarf an käuflicher Liebe in Deutschland nun einmal so groß sei, sollten die Frauen ganz legal einwandern dürfen. Eine Zuwanderungsregelung für Prostituierte, glauben viele, wäre eine ehrliche Lösung. Doch Vorschläge, Prostituierten etwa wie Spargelstechern befristete Arbeitserlaubnisse zu erteilen, wären im Bundestag kaum konsensfähig.
Dabei ist es für die deutschen Ermittler fast unmöglich, den Menschenhandel zu stoppen. Auch das neue Prostitutionsgesetz, mit dem die rot-grüne Regierung die Huren aus dem gesellschaftlichen Abseits holen wollte, brachte allenfalls den Einheimischen Vorteile. Den illegal arbeitenden Ausländerinnen, räumt die grüne Bundestagsabgeordnete Irmingard Schewe-Gerigk ein, "hat das Gesetz nichts genützt".
Als eine der wenigen scharfen Waffen hat sich in den vergangenen Jahren nur die Abschöpfung der Gewinne erwiesen. Bundesweit wurden im Jahre 2001 in 32 Verfahren insgesamt 5,7 Millionen Euro einkassiert. So zog das Landgericht Hannover etwa 165 000 Euro bei dem 31-jährigen Polen Pietr K. ein. Seine Osteuropäerinnen mussten täglich 500 Euro anschaffen. Falls das nicht gelang, gab es Schläge - und Pietr schickte die Frauen abends zusätzlich auf den Straßenstrich.
Doch während so auch der Staat die Gewinne aus der Prostitution abschöpft, gehen die Frauen meist leer aus. Bis zum Prozess gegen ihre einstigen Peiniger leben sie in der Regel von rund 190 Euro pro Monat, etwa dem Satz für Asylbewerber. Das ist auch ein Grund, weshalb Theda Kröger von der Beratungsstelle Kobra in Hannover sagt, dass "die meisten Opfer hinterher bereuen, überhaupt ausgesagt zu haben".
Und so schweigen und leiden viele lieber, als ihre Zuhälter auffliegen zu lassen, oft bis sie daran zerbrechen. "Was sich hinter Menschenhandel wirklich verbirgt", klagt der Offenburger Oberstaatsanwalt Hans-Jürgen Collmann, "wird von der Öffentlichkeit gar nicht richtig wahrgenommen" - dabei seien "die Sklaven früher noch besser behandelt" worden als heute die importierten Huren.
ANDREA BRANDT, RENATE FLOTTAU, ALMUT HIELSCHER, CARSTEN HOLM, MARION KRASKE, FELIX KURZ, UDO LUDWIG, CHRISTIAN NEEF, HEINER SCHIMMÖLLER, CAROLINE SCHMIDT, HOLGER STARK, WILFRIED VOIGT
* Am Donnerstag vorvergangener Woche mit Freunden in Venedig.
Von Andrea Brandt, Renate Flottau, Almut Hielscher, Carsten Holm, Marion Kraske, Felix Kurz, Udo Ludwig, Christian Neef, Heiner Schimmöller, Caroline Schmidt, Holger Stark und Wilfried Voigt

DER SPIEGEL 26/2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 26/2003
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

Verkauft wie eine Kuh

  • Hass gegen Politikerinnen: "Im tiefsten Inneren bedroht"
  • MIT-Video: Fußballspiel der Hunde-Roboter
  • "Dreamer" vor dem Supreme Court: "Ich müsste meinen Traum aufgeben"
  • Mary Cain über Nike-Programm: "Ich wurde körperlich und emotional missbraucht"