11.08.2003

GESUNDHEITWarnung vor Hitzetod

Die massiven gesundheitlichen Auswirkungen extremer Hitzewellen in Deutschland hat den Deutschen Wetterdienst (DWD) veranlasst, ein Warnsystem für die Bevölkerung zu entwickeln. "Hitze ist bisher stets als positiv empfunden worden", sagt der Freiburger Medizin-Meteorologe Karl Bucher, "die gravierenden gesundheitlichen Folgen sind dabei vernachlässigt worden."
Hintergrund sind Studien des DWD, in denen die Sterbedaten in Baden-Württemberg untersucht wurden. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass allein in diesem Bundesland in den neun Hitzewellen der vergangenen 30 Jahre durchschnittlich 170 Menschen ums Leben kamen. Hochgerechnet auf Deutschland würde das rund 1600 Hitzetote pro Periode bedeuten; der DWD arbeitet derzeit an einer bundesweiten Statistik.
Belastend für die Gesundheit ist die Tageshöchsttemperatur, aber auch die Tatsache, dass sich der Körper bei anhaltend großer Hitze nachts nicht mehr genügend erholen kann.

DER SPIEGEL 33/2003
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GESUNDHEIT:
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