11.08.2003

GEISELNEHMERBagdad bittet um Hilfe

Die derzeit vor dem Berliner Landgericht als Geiselnehmer angeklagten irakischen Oppositionellen bekommen Hilfe aus ihrem Heimatland. Das provisorische irakische Außenministerium warb jüngst bei dem deutschen Geschäftsträger in Bagdad, Claude Robert Ellner, um Milde und Verständnis für die fünf Angeklagten, die vor einem Jahr in die irakische Botschaft eingedrungen waren und dort Mitarbeiter gefangen gehalten hatten, und einen Helfer. Es habe sich bei ihnen doch um Gegner einer Diktatur gehandelt, so die Iraker. Mit der Aktion, die ein Einsatzkommando der Polizei unblutig beendete, wollten die Geiselnehmer gegen das Saddam-Regime protestieren. Der deutsche Diplomat konnte seinen Kollegen in Bagdad freilich nichts versprechen: Er verwies auf die Unabhängigkeit der Justiz.

DER SPIEGEL 33/2003
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Bagdad bittet um Hilfe