11.08.2003

TIEREArme Teufel

Eine mysteriöse Krebsepidemie bedroht die letzte Population frei lebender Tasmanischer Teufel. Etwa 130 000 der Fleisch fressenden Beuteltiere leben noch im australischen Insel-Bundesstaat Tasmanien. Doch nun grassiert unter ihnen das so genannte Lymphosarkom. "Die Tiere haben große Tumoren am Kopf, in späteren Stadien greift die Krankheit auch auf den Rest des Körpers über", berichtet die Zoologin Menna Jones von der University of Tasmania in Hobart, "wir haben erst vor kurzem festgestellt, wie weit sich die Krankheit schon ausgebreitet hat und wie zerstörerisch sie sich auf den Bestand auswirken kann." Schon jetzt ist etwa die Hälfte der wild lebenden Teufel befallen. Jones vermutet, dass ein Retrovirus für das Leiden verantwortlich ist und dass sich die für ihr aggressives Verhalten bekannten Beutelräuber über Bisse anstecken.

DER SPIEGEL 33/2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 33/2003
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

TIERE:
Arme Teufel