11.08.2003

FILMEinauge, sei wachsam!

Hollywood entdeckt derzeit ein altes Experiment neu: Der von Robert Rodriguez inszenierte Kinderfilm "Spy Kids 3-D: Game Over", der in den USA bereits zwei Wochen nach seinem Kinostart fast 70 Millionen Dollar eingespielt hat, erzählt seine Geschichte in dreidimensionalen Bildern - seit knapp 50 Jahren der erste kommerziell wirklich erfolgreiche Spielfilm mit dieser Technik. Damit sich der visuelle Effekt einstellt, muss der Zuschauer freilich immer noch eine Brille mit verschiedenfarbigen Gläsern aufsetzen. Seitdem 3-D als Schlager der Kinosaison gilt, ist dieses Accessoire nun wieder schwer in Mode. "Titanic"-Regisseur James Cameron ist überzeugt: "3-D hat eine große Zukunft. Alle Filme, die ich bisher gedreht habe, hätten in dieser Technik gewonnen." Jetzt plant er einen Unterwasserfilm: Rausch der Tiefe in drei Dimensionen. Der Regisseur André de Toth übrigens, der 1953 mit "House of Wax" einen der bislang erfolgreichsten 3-D-Film aller Zeiten drehte, war nicht in der Lage, den Effekt selbst zu genießen: Er konnte nur auf einem Auge sehen.

DER SPIEGEL 33/2003
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