11.08.2003

GESTORBENChung Mong Hun

Chung Mong Hun , 54. Der Chef der südkoreanischen Hyundai Asan Corporation verfügte in seinem letzten Willen, dass seine Asche im Kumgang-Gebirge in Nordkorea verstreut werden solle. Dort hatte der fünfte Sohn des Hyundai-Gründers seit 1998 mit einem Tourismusprojekt die Annäherung zwischen dem kapitalistischen Süden und dem kommunistischen Norden gefördert. Doch möglicherweise trieb Chung die Aussöhnung zu weit: Mit einer illegalen Zahlung von 100 Millionen US-Dollar an Diktator Kim Jong Il soll er im Auftrag der Regierung von Ex-Präsident Kim Dae Jung den historischen Nord-Süd-Gipfel vom Juni 2000 erkauft haben. Durch Korruptionsvorwürfe geriet Chung unter Druck. Chung Mong Hun stürzte sich am 4. August aus dem zwölften Stock seines Büros in Seoul in den Tod. Das Regime in Pjöngjang spricht hingegen von "politischem Mord". Die Regierung in Seoul hofft nun, dass Chungs symbolträchtiges, aber defizitäres Projekt mit dem Norden weitergeführt wird.

DER SPIEGEL 33/2003
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