11.08.2003

GESTORBENPeter Safar

Peter Safar , 79. Der österreichische Arzt, als junger Doktor von Wien in die USA ausgewandert, avancierte schon Anfang der fünfziger Jahre zu einem Geburtshelfer der Anästhesiologie, der wissenschaftlichen Lehre von der Kunst, eine Narkose zu verabreichen. Bis Safar die Sache in die Hand nahm, tropfte im OP ein Pfleger Äther oder Chloroform auf die Gesichtsmaske des Patienten. Der stets gut gelaunte Medikus ordnete die Dinge neu: Er stellte Regeln für Narkose, örtliche Betäubung und Wiederbelebung auf, schrieb dazu 30 Bücher und gut 400 Aufsätze. Er perfektionierte die lebensrettende Mund-zu-Mund-Beatmung, die Herzmassage und die Unterkühlung Hirnverletzter. Als Nestor der Anästhesisten und Intensivmediziner tingelte er auch in hohem Alter ruhelos um die Welt. Peter Safar starb am 3. August in Pittsburgh (Pennsylvania) an Krebs.

DER SPIEGEL 33/2003
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