11.08.2003

Diego Armando Maradona

Diego Armando Maradona , 42, einst als Fußballgott gefeiert, später im Drogenentzug gelandet, hat in Neapel immer noch treue Freunde. Von 1984 bis 1991 hatte der argentinische Ausnahmekicker am Fuße des Vesuvs mit dem Ball gespielt und dem Ortsverein mit 114 meist traumhaften Toren zu zwei Meisterschaften und Pokaltiteln verholfen. Nach seinem Abgang waren freilich nicht nur die Fans, sondern auch der italienische Fiskus traurig. Der Finanzminister fühlte sich um seinen Anteil an Maradonas Millionengagen geprellt, zog vor Gericht, gewann: Nun soll der rundliche Ballkünstler 30 Millionen Euro zahlen, was er gar nicht kann, weil er seinen Reichtum längst durchgebracht hat. Drum wollen jetzt vier angesehene Neapolitaner Bürger dem "Goldjungen" aus der Patsche helfen. Die renommierten Anwälte und Steuerberater kümmern sich nicht nur um die Berufung vor Gericht, sie haben Wirtschafts- und Finanzminister Giulio Tremonti auch einen Deal vorgeschlagen: Maradona spielt noch einmal in Neapel, die Fans füllen Stadion und Kassen, alle Einnahmen gehen komplett ans Finanzamt, und Italiens Obersteuereintreiber erklärt die Sache damit für erledigt. Tremontis Antwort steht noch aus.

DER SPIEGEL 33/2003
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