18.08.1954

Hörensagen

Nach neuestem Bonner "on dit"
* ist der deutsche Generalkonsul in New York, Hans Riesser, davon unterrichtet worden, daß er nach seinem 67. Geburtstag im September nicht noch einmal mit einer Verlängerung seiner Amtszeit rechnen kann; seine Versetzung in den Ruhestand ist bereits zweimal um ein Jahr verschoben worden. Riesser, der im Dritten Reich aus rassischen Gründen Nachteile erlitt und der heute in Personalunion mit seinem Generalkonsulsposten auch das Amt eines deutschen Beobachters bei der Uno wahrnimmt, soll nicht unbeteiligt gewesen sein, als im Frühjahr dieses Jahres der Plan, Botschafter Pfeiffer zum Uno-Beobachter der Bundesrepublik zu bestellen, vorzeitig bekannt wurde und einen Entrüstungssturm bei den Juden Amerikas hervorrief, der zum Verzicht auf die Ernennung Pfeiffers führte.

DER SPIEGEL 34/1954
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