27.10.2003

STASIRüffel für Historiker Knabe

Der Berliner Kultursenator Thomas Flierl (PDS), der zugleich Vorsitzender des Stiftungsrats der Stasi-Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen ist, hat offenbar Zweifel an der Eignung des Historikers Hubertus Knabe als Direktor dieser Einrichtung. Bereits im vergangenen Jahr wurde Knabe zu einer besseren Amtsführung ermahnt. Hintergrund sind angeblich ungeklärte Zuständigkeiten in der Stiftung und Knabes Äußerungen zu mutmaßlichen und tatsächlichen Stasi-Fällen. In jüngster Zeit hatte sich der Historiker vor allem als Interpret der Rosenholz-Akten betätigt und zu den möglichen Verstrickungen des Schriftstellers Günter Wallraff und des PDS-Chefs Lothar Bisky geäußert. Die Berliner Kulturverwaltung fordert nun von dem Direktor der Gedenkstätte, "die Grundsätze fundierter wissenschaftlicher Bewertung und politischer Neutralität" zu wahren, und warnt ihn vor "Meinungsäußerungen zu Mutmaßungen". Vielmehr erwarte man, "dass er die aktenkundigen und gesicherten Fakten und ihre Relevanz zu gewichten weiß".

DER SPIEGEL 44/2003
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