29.08.1951

HERR SORGE SASS MIT ZU TISCH

Der deutsche Journalist Dr. Richard Sorge hat in Tokio unter Zuhilfenahme der Deutschen Botschaft und ihrer Attachés ein Spionagenetz für das 4. Büro der Roten Armee aufgebaut. Mit Ausbruch des europäischen Krieges wird es für die Sowjets lebenswichtig, über japanische und deutsche Absichten informiert zu werden. Sorge ist dazu in der Lage. Er tolerierte den Dreimächte-Pakt zwischen Deutschland, Italien und Japan, der nach dem Willen Ribbentrops durch die Sowjets zu einem Viermächte-Pakt erweitert werden sollte.
11. Fortsetzung
"Bei einem umgestoßenen System, wie bei einer geschlagenen Armee, ist der Klügste, wer zuerst davonläuft."
Schopenhauer, "Welt als Wille und Vorstellung"
Ribbentrops Sonderbotschafter Stahmer versichert heute noch nachdrücklich, Ott habe ihm vorgeschlagen, den Sorge zu den Beratungen des Pakts hinzuzuziehen, und er, Stahmer, habe das unter Hinweis auf die von Berlin befohlene Geheimhaltung abgelehnt. So kommt es, daß der MacArthur - Bericht Sorge einen "Architekten des Dreimächte-Pakts" nennt.
Das Verdienst am Dreimächte-Pakt rechnete Ott damals sich selbst zu. Er hatte die entscheidenden Armee - Beziehungen. Er rühmte sich mehr als einmal, daß er ganz allein den Dreierpakt zustande gebracht habe, daß man zum Abschluß des Paktes zwar von Berlin den Stahmer entsandt habe, aber nur pro forma. Gern erzählte er, Stahmer habe das auch völlig anerkannt und nach Abschluß des Paktes zu Frau Ott gesagt: "Gnädige Frau, ich gratuliere Ihnen zu dem Erfolg Ihres Mannes!" Tatsächlich bekam Stahmer, der 17 Tage verhandelt hatte, nur den Orden des Großkreuzes vom Heiligen Schatten, und Ott das Großkreuz des Ordens der Aufgehenden Sonne, was die höhere Auszeichnung war.
Das widerspricht nun dem Urteil der Spruchkammer, und der Kundige wird ein Schmunzeln nicht unterdrücken, wenn Ott sich vor der Kammer darauf beruft, in Uebereinstimmung mit Außenminister Matsuoka habe er durch den Dreimächte-Pakt die Ausbreitung des Krieges verhindern und die "neutrale Substanz" retten wollen. Es gab wohl außer dem späteren Kriegspremier Tojo kaum einen aktiveren Kriegstreiber unter den Japanern als Matsuoka.
Die "neutrale Substanz" wollte Ott auch nicht mehr retten, als es Anfang 1941 darum ging, die Japaner zum Angriff auf das englische Singapur zu verleiten. Ott selbst hat unaufgefordert im Januar ein zweitägiges Planspiel in der Botschaft durchgeführt. Daß er dazu weder vom Auswärtigen Amt noch vom deutschen Generalstab beauftragt worden ist, leuchtet wohl ein. Er hat über das Kriegsspiel einen eingehenden telegraphischen Bericht nach Berlin gesandt und angeregt, ihn zu beauftragen, bei den Japanern wegen eines Angriffs auf Singapur vorstellig zu werden. Singapur sei leicht zu nehmen*). Das ist das, was der Botschafter und sein Kronzeuge Erich Kordt "Erhaltung der neutralen Substanz" nennen. Natürlich wußte Ott, daß der Eintritt Japans in den Krieg gegen England unweigerlich Amerika in den Krieg bringen mußte.
Das Spruchkammerurteil versteigt sich sogar zu der Feststellung: "Vor allem anderen hat der Betroffene mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln zu verhindern versucht, daß Japan in den Krieg eintrat." Bei dieser Feststellung fußt die Kammer auf den Aussagen des deutschen Botschafters Eugen Ott und des Gesandten I. Klasse Erich Kordt, der ihm im April 1941 als Botschaftsrat beigegeben wurde.
Dieser Chefstratege des Persilscheins auf Gegenseitigkeit hat der Widerstandsbewegung, soweit sie durch Männer wie den Grafen Stauffenberg, die Generale Henning von Treskow und Stülpnagel u. a. vertreten wird, in der Beurteilung des Volkes derart geschadet, er hat den gesamten Diplomatenberuf in ein solch unredliches Licht opportunistischer Zwei-Schulter-Trägerei getaucht, daß seine Rolle auch im Falle Sorge-Ott beschrieben und gewürdigt werden muß, um so mehr, da seine Versuche, auch das Auswärtige Amt der Bundesrepublik wieder mit "Kordt-Geist" zu erfüllen, noch nicht ganz abgestorben sind.
Es geschieht dies auf die Gefahr hin, daß Eugen Otts Bild in einem schieferen Licht erscheint, als es der Fall wäre, wenn er nicht gerade an Erich Kordt geraten wäre und wenn er seine Verteidigungs-Konzeption nicht nach dem System Kordt eingerichtet hätte, sondern nach der Ueberzeugung eines Mannes, der als Reichswehr-Offizier noch bereit gewesen war, das große Spiel der Politik selbst zu wagen. Es mag sein, daß Otts Kronzeuge Kordt, dieser geniale Höfling, sein Vorbild im Fürsten Talleyrand hat, aber diesen Vergleich sprengt nicht nur der Unterschied in der Zeit, sondern mehr noch der im Format.
Erich Kordt selbst schildert in "Nicht aus den Akten", dem Buch, in dem er sich selbst überspielte, seine Versetzung zu Ott nach Tokio als eine Art Verbannung. Tatsächlich war der hochdotierte und wichtige Posten in Tokio eine märchenhafte Karriere für einen Mann, der sieben Jahre zuvor noch Attaché gewesen war.
Es stimmt, daß Ribbentrop und Kordt sich gezankt hatten, und zwar über der personal-technischen Frage der Stellung Kordts (Zeugnis: Gesandter Dr. Günther Altenburg, Nachfolger Erich Kordts im Ministerbüro des RAM).
Es stimmt, daß Ribbentrop selbst angeordnet hat, Kordt solle an einen "guten Platz" versetzt werden, wo er seine hervorragende Begabung verwerten könne. (Zeugnis Personalchef Ministerialdirektor Schroeder.)
Es stimmt, daß Frau Ribbentrop ("Solange Kordt bei uns war, ist es uns gut gegangen") den Posten mit ausgesucht hat und daß Kordt die Achse schmieren sollte (Zeuge: Unterstaatssekretär Andor Hencke).
Es stimmt, daß er es zur Zufriedenheit Berlins getan hat und daß man ihn extra deswegen ausgesucht hatte, um dem bei Ribbentrop unbeliebten Außenseiter Ott einen Exponenten des AA zur diplomatischen Unterstützung beizugeben. (Zeugnis: Ministerialdirektor Schroeder.) Und es stimmt, daß derselbe Mann heute in seinem Buch behauptet, die Jahre zuvor habe er den Hitler eigenhändig in die Luft sprengen und erschießen wollen.
Als Kordt in Tokio erschien, glaubte der wie immer unsichere Ott, Kordt solle ihn überwachen. "Berlin hat wieder einen neuen Mann hinter mich gesetzt, mich zu beschatten, jetzt weiß ich nur nicht, ist es der Kordt oder der Ebener*)", sagte Ott nach der Erzählung Sorges. Sorge habe ihm hell lachend geantwortet: "Ich bin auch gefragt worden, Sie zu beschatten." Darauf Ott spontan: "Ach, Sorge, nehmen Sie das doch an. Es ist mir doch viel lieber, Sie beschatten mich als irgendein anderer, ich weiß, Sie sind mein treuer Freund."
"Der Botschafter denkt", feixte Sorge hinterher, "ihm sei der Kordt hier als Aufpasser hinausgeschickt worden. Er wird jetzt dem Kordt alles zuliebe tun, damit Kordt ihn nur ja auf seinem Posten beläßt. Und Kordt spielt den großen Mann."
In diesem Zusammenhang erzählte Sorge folgende Geschichte: Er, Sorge, habe sich einmal den Oberarm verletzt und habe etwas geblutet, da habe er Kordt im Botschaftsgarten getroffen. Kordt habe ihn sehr verbindlich angesprochen. Sorge habe gesagt, er solle gehen, um sich verbinden zu lassen, worauf Kordt ihm den halben Aermel hochstreifte, den Arm nahm und gesagt habe: "Lassen Sie mich doch mal sehen". Darauf Sorge: "Da wußte ich Bescheid!"
Sorge vermied es allerdings, den Kordt, den er instinktiv fürchtete, in seine Kalkulationen mit einzubeziehen. Sorge mokierte sich über Kordts Bildungs-Philisterei, er mokierte sich vor allem über Kordts Cousine Susanne Simonis, die er als das Schreckbild einer deutschen Lehrerin bezeichnete. Susanne Simonis hatte z. B. erzählt: "Wenn ich abends mit meinem Vetter zusammensitze und wir uns unterhalten, und es kommt irgendein besonderes Wort in der Unterhaltung vor, wie z. B. ''Kritikaster'' oder so etwas, dann sagt mein Vetter immer: ''Hol doch mal das Konversations-Lexikon und sieh nach, woher das kommt''."
Susanne Simonis kann nicht unerwähnt bleiben, wenn geschildert werden soll, wie Mitglieder des früheren AA, die in Tokio unter dem Spitznamen "Schwalbenklub" firmierten, sich gegenseitig Persilscheine ausgestellt haben, wie sie versuchten, das neue Auswärtige Amt zu besetzen, wie sie sich damals wie heute zu einer "Clique" zusammengefunden haben, in der Erich Kordt und Eugen Ott auch jetzt wieder die führenden Köpfe hätten werden sollen.
Susanne Simonis ist die Cousine der Gebrüder Kordt, von denen der ältere Theo Kordt schon mit Erfolg und, was die Eignung betrifft, keineswegs zu Unrecht in die Stellung des Chefs der konsular-wirtschaftlichen Vertretungen eingerückt ist. Als Leiterin des Frauenreferats im Organisationsbüro für konsularwirtschaftliche Vertretungen der Bundesrepublik wurde aber Susanne Simonis bestellt, dieselbe, von der Erich Kordt in "Nicht aus den Akten" schreibt, er habe "aus ihrem Mund kein Wort der Klage vernommen", als er sein Vorhaben, den "Führer" zu ermorden, kundgetan habe. (Solche Unterstützung wie am Rande in Büchern ist eine von Kordts Spezialitäten. Ueber Ott beispielsweise schreibt er in seinem ersten Buch "Wahn und Wirklichkeit", Ott sei "auch der Meinung gewesen, daß Hitler beseitigt werden müsse". Diese Eselsbrücke hat aber Ott denn doch nicht betreten.)
Susanne Simonis war Journalistin gewesen, ehe sie mit ihrem Vetter als Hausdame nach Tokio ging. Als Journalistin hatte sie in einer Berliner Druckschrift die Rubrik "Fragen Sie Frau Ursula" verwaltet. Wegen ihrer zündenden Ansprachen hieß sie "die Scholtz-Klink des Ostens", von ihrem Vetter Erich hat sie dagegen schon gelernt, wie man so etwas abschirmt.
"Glasklar", so sagt Fräulein Simonis, die inzwischen katholisch geworden ist, heute, müsse die politische Vergangenheit der Bewerberinnen zum Auslandsdienst sein. Die massenpsychologisch geschulte Redakteurin gibt auch ihr Test-Rezept bekannt: "Ich frage die Menschen irgend etwas scheinbar Harmloses oder auch Ueberraschendes. Glauben Sie mir, die Antworten sagen sehr viel! Entscheidend bleibt jedoch der Mensch, die Persönlichkeit, die Kameradschaft." (Laut Interview mit "Der Tag".)
Wenn solch eine Dame plötzlich über die Einstellung und Verwendung aller weiblichen Angestellten und Beamtinnen des Auswärtigen Dienstes entscheidet - sie leitet jetzt das Frauenreferat in der Personalabteilung des Auswärtigen Amtes - , dann erhebt sich wohl die Frage, wer denn die Personalabteilung leitete.
Chef der Personalabteilung war der Bremer Staatsrat Dr. Haas, der 1937 als Handelsattaché der Tokioter Botschaft in den Ruhestand versetzt wurde, da er eine jüdische Frau hatte. Seine Pension bekam er bis Kriegsende. Ott selbst, der mit ihm befreundet ist und der mit ihm auszureiten pflegte, bekundete vor der Spruchkammer, er habe sich dafür verwandt, daß Haas eine Stellung bei der IG-Farben annehmen durfte, deren Peking-Vertretung Haas von 1938 bis Kriegsende leitete. Das AA verwandte sich dafür, daß Haas sein volles Gehalt bei der IG in Devisen ausgezahlt erhielt. Am 19. August 1946 ließ er sich von der UNRRA in Tientsin als DP registrieren und heimbefördern.
Dr. Haas ist auf Grund seiner wirtschaftlichen und Auslandserfahrungen der gegebene Botschafter für Mittel- und Fernost, aber warum ihn der Bundeskanzler vor acht Wochen aus der Personalabteilung entließ, ist wohl unschwer zu erraten. Gegen Cliquen-Bildung dieser Art ist der Kanzler sehr. (So kommt es, daß auch Erich Kordt, der in Speyer junge Diplomaten ausbildete, "Grenzlandberater" bei Karl Arnold geworden ist, was keine Sprosse auf der Himmelsleiter Adenauers bedeutet. Ihm bleibt also nur noch Schumacher und der christliche Gewerkschaftsflügel.)
Der "Schwalbenklub" von Tokio hat sich in der Aegide Haas schon wieder vereint:
Der Rechtsberater und NSDAP-Schlichter der Landesgruppe, Legationsrat Dr. Alois Tichy, ist gegenwärtig Referent in der Wirtschaftsabteilung des Auswärtigen Amtes in Bonn. Für Mitläufer Tichy verwandten sich bei der Spruchkammer u. a.: Eugen Ott, Dr. Erich Kordt, Koesener SCer Dr. Wilhelm Haas.
Koesener SCer Dr. Hans Ulrich von Marchthaler, Leiter der politischen Abteilung der Botschaft in Tokio, wurde nach einem Zwischenspiel in der Schuman-Plan-Delegation in Paris Botschaftsrat in Rio de Janeiro. Wenn der SPIEGEL nicht auf seine Rolle nach dem Zusammenbruch in Japan eingeht, so nur, weil er z. Z. auf einem Auslandsposten verwendet wird. Entlastet haben ihn vor der Spruchkammer u. a.: Dr. Theo Kordt und Eugen Ott. Dr. Erich Kordt selbst, der Diplomatennachwuchs für die Bundesrepublik schult, wurde u. a. entlastet von Dr. Theo Kordt und Dr. Wilhelm Haas.
Eugen Ott wurde entlastet u. a. von Dr. Wilhelm Haas, Dr. Alois Tichy, Dr. Hans Ulrich von Marchthaler, Dr. Erich Kordt.
Kurt Luedde-Neurath, Legationssekretär in Tokio, für dessen Tochter Ott Taufpate war, ist jetzt Oberregierungsrat in der Personalabteilung des Auswärtigen Amtes; Franz Krapf, Legationssekretär in Tokio, jetzt Referent im Range eines Legationsrats bei der deutschen Vertretung in Paris. Alle waren Pgs.
Einzige Nicht-Pgs der Botschaft in Tokio waren Wolfgang Galinsky und Stanislaus Klimek. Nicht-"Schwalbe" Galinsky nistet still im Bundesministerium für Landwirtschaft. Der sechssprachige Klimek, dessen Beförderung schon die NSDAP verhindert hatte, wurde von AA-Personalchef Dr. Haas in Bonn nicht akzeptiert. Klimek gehörte nicht zum "Schwalbenklub" von Tokio.
Man wird dem Bundeskanzler zu seinem Entschluß, die Personalstelle neu zu besetzen, gratulieren dürfen, sonst wäre Ott noch eines Tages als Leiter der Informationsabteilung des AA in Erscheinung getreten. Für diesen Posten lag er im Gespräch. Ueber Erich Kordt soll der Bundeskanzler nach der Lektüre von Presseartikeln über Kordts "Nicht aus den Akten" gesagt haben: "Ein Mann, der den Ribbentrop so hinters Licht geführt hat, würde auch mich hinters Licht führen." Für "hinters Licht geführt" habe der Kanzler ein schärferes, landesübliches Wort gebraucht, aber das Zitat ist nicht verbürgt.
So hat es Kordt nichts genützt, daß der damalige Regierungsdirektor der Bayerischen Staatskanzlei von Herwarth (heute Protokollchef in Bonn) dem Vorsitzenden der Spruchkammer mitteilte: "Die Bayerische Staatskanzlei legt aus außenpolitischen Gründen besonderen Wert darauf, daß das Spruchkammerverfahren gegen Dr. Erich Kordt, der - wie sich auch aus einer Bescheinigung des State Department Washington ergibt - zu den führenden Persönlichkeiten der deutschen Antifaschisten gehörte, möglichst umgehend durchgeführt wird."
Es hat ihm nichts genützt, daß Herr von Herwarth ihm beschleunigt eine Kennkarte ausstellen ließ, da er bei der US-Militärregierung für Bayern gebraucht werde.
Es hat ihm nichts genützt, daß ihm der stellvertretende britische Hauptankläger in Nürnberg, Sir David Maxwell-Fyfe, unter dem 8. August 1946 bescheinigte: "Dr. Erich Kordt, der auf Veranlassung des amerikanischen Kriegs- und Außenministeriums eingeladen wurde, nach Nürnberg zu kommen, hat mit der britischen Delegation, die die meisten diplomatischen und politischen Fälle bearbeitete, für den größeren Teil des Prozesses zusammengearbeitet.
"Ich möchte nicht verfehlen zu bestätigen, wie sehr Dr. Kordt uns zur Hand gegangen ist in jeder Sache, wegen derer wir uns an ihn gewandt haben. Seine Ansichten waren immer bemerkenswert durch ihre Offenheit und Objektivität und haben eine unschätzbare Ueberprüfung sich widersprechender Dokumente und Erklärungen ermöglicht. Ich selbst habe gern mit Dr. Kordt zusammengearbeitet und werde immer dankbar sein für die Fähigkeit, den Fleiß und die zuvorkommende Haltung, in der er mir geholfen hat." (Eine Erklärung, die für die Angehörigen des alten Neurath tröstlich zu lesen ist.)
Es hat Kordt nichts genützt, daß er sich gegenüber den einrückenden Amerikanern in Schanghai als "Schlüsselfigur des 20. Juli" aufgeführt hat. Die Rechnung geht nicht auf, Kordt ist "Grenzberater" bei Karl Arnold.
Am eklatantesten Schiffbruch erlitten hat Erich Kordt bei Lord Vansittart. Er verweigerte den erbetenen Persilschein. Und nun passiert etwas Komisches. Lord Vansittart, mit dem Erich Kordt in England Widerstand gegen Hitler hatte leisten wollen, und der den Erich Kordt nun "unzuverlässig und einen überwiegenden Opportunisten" nennt, wird plötzlich in den Augen Kordts ein "allgemeiner Deutschenhasser", dessen Name "ebenso wie der Morgenthaus und Ilja Ehrenburgs ein Programm bedeutet."
Nun war Lord Vansittart, mit dem Kordt Widerstand getrieben hat, wirklich nie sehr deutschfreundlich. Aber noch in seiner Spruchkammerverhandlung am 28. Juli 1947 behauptete Kordt, Vansittart sei kein ausgesprochener Deutschenhasser gewesen, sondern lediglich ein Gegner des Naziregimes. Was nun? Vansittart hat den Persilschein verweigert.
Kordt gibt eine Gegenerklärung: "Sein allgemeiner Deutschenhaß, der während des Krieges zutage trat, war damals noch nicht erkennbar." Damals ist 1939.
...über den bevorstehenden Angriff informierte
Kordt verweist ferner auf den Briefwechsel seines Bruders mit Lord Halifax, in dem es heißt:
München, den 29. Juli 1947
"Lieber Lord Halifax ... darf ich in Ihr Gedächtnis zurückrufen, daß ich Sie am 5. September 1938 über den bevorstehenden Angriff auf die Tschechoslowakei informierte. Im Jahre 1938 und 1939 stand ich in engem - oft täglichem - Kontakt mit dem ersten diplomatischen Ratgeber der Kgl. Brit. Regierung Sir Robert Vansittart. Mein Bruder kam verschiedentlich nach London, trotz der damit verbundenen Risiken für seine Sicherheit, um Sir Robert persönlich über die drohenden Gefahren ins Bild zu setzen. Sir Robert versicherte, daß er diese Informationen sofort an Sie weiterleiten werde, z. B. über Hitlers Pläne, mit der Sowjet-Union zu einem Uebereinkommen zu gelangen, über die Bündnisverhandlungen zwischen Hitler und Mussolini und betreffend den Ratschlag der deutschen Opposition, auf Mussolini einen Druck auszuüben, damit er seinen Partner von der Verfolgung seiner kriegerischen Pläne abhalte ..."
Der Gentleman Halifax bestätigte dieses bemerkenswerte Schreiben. Das ist derselbe Erich Kordt, in dessen Leben es von 1934 bis 1946 keinen Tag gegeben hat, an dem er nicht ein Nutznießer des Dritten Reiches war und der sich während der letzten Kriegsjahre in Schanghai munterer vergnügt hat als fast alle andern deutschen Diplomaten. Das ist derselbe Mann, der deutsche Residenten in Tokio anhielt, nicht mit dem friedlich gesonnenen Außenminister Togo - Kordt nannte ihn "unerwünscht" - , sondern mit dem kriegerischen Kriegsminister und späteren Kriegspremier Tojo zu verkehren, "der auf der Achsenlinie liege." Das ist derselbe Mann, der sich darüber beklagte, Botschafter Ott verstehe es so gar nicht, die Japaner als Bundesgenossen für Deutschland zu gewinnen.
Dabei bescheinigte Furuutschi, der damalige Leiter der Mitteleuropa-Abteilung des japanischen Außenamtes, Otts Anstrengungen, Japan in den Krieg zu bringen, seien höchst ernsthaft und gewichtig gewesen, wiewohl er natürlich nicht wisse, wieweit Ott davon überzeugt gewesen sei. Ott hingegen sagte vor der Spruchkammer, er habe zwar nach Berlin gemeldet, er habe mit allen Mitteln versucht, Japan in den Krieg zu bekommen, aber er habe das nur gemeldet, weil er sich in der Sprache Ribbentrops habe ausdrücken wollen. In Wahrheit habe er sich keine Mühe gemacht, Japan in den Krieg zu bekommen.
Die Angelegenheit diplomatisch anzufassen
Zeuge Kordt sagt es noch deutlicher, wörtlich: "Wir haben uns auf das Telegramm, Japan zum Kriegseintritt gegen Rußland zu bewegen, entschlossen, das Telegramm nicht ablehnend zu beantworten, da wir damit wenig Aussicht haben für eine Ruhe, sondern die Angelegenheit diplomatisch anzufassen und die Antwort in der Berliner Sprache zu geben. Ich bin sogar sehr dafür eingetreten, daß man in dieser Richtung weiterfahren soll, d. h. mehr von deutscher Seite aus Japan nahezulegen, gegen Rußland vorzugehen, weil es damit eher neutral bleibt und wir sicherer gehen."
Auf deutsch: Ott und Kordt haben den Japanern nahegelegt, in den Krieg einzutreten, damit die Japaner um so sicherer neutral bleiben. Man wundert sich angesichts dieses ernsthaft und unter Eid vorgebrachten Unsinns nicht, daß Hitler vor seinen Diplomaten keine Angst hatte. Vor solchen Leuten brauchte er keine Angst zu haben. Die arme Spruchkammer las denn auch aus dieser konfusen Hinterhältigkeit heraus, daß Ott und Kordt "alles in ihrer Macht Stehende getan hätten, einen Kriegseintritt Japans zu verhindern".
Um es ganz klarzumachen: Wenn Ott und Kordt den Nazis konsequent und durchgehend Abbruch getan hätten, ohne Rücksicht auf Vermögen, Stellung, Leib und Leben, dann hätten sie auch das moralische Recht gehabt, einen Kriegseintritt Japans zu verhindern, wie Sorge den Angriff auf Rußland verhindern wollte. Der Spion Sorge hat sich weitaus moralischer benommen als Ott und Kordt, die in Tokio für einen Kriegseintritt Japans gewirkt haben, um hinterher zu behaupten, sie hätten das in Wahrheit getan, um den Kriegseintritt Japans zu verhindern.
Vollkommene Ueberraschung
Wenn der 20. Juli in Verruf gekommen ist, so verdankt er das diesem doppelzüngigen "Widerstand", der dem Hitler nicht geschadet hat und der lediglich dem Widerständler bei den Siegern nutzte. Es ist erbärmlich und für das AA blamabel, zwei hohe Beamte solche Aussagen machen zu hören, und die Fragwürdigkeit der ganzen Spruchkammer-Gesetzgebung entschuldigt das unwürdige Verhalten nur teilweise. Es liegt im öffentlichen Interesse, zu zeigen, wieso das alte Auswärtige Amt mit solchen Persönlichkeiten Schiffbruch erleiden mußte und wieso das neue AA (= "Amtlich Auserwählte") tunlichst von ihnen entlastet bleiben sollte, damit die Devise "Hier stehe ich, ich kann auch anders" endlich stirbt.
Ott hat die Japaner nicht nur in der Unterredung vom 3. Juli zum Krieg animiert, die der Spruchkammer vorlag. Er hat, wie es des deutschen Botschafters Aufgabe war, die angelaufenen japanisch-amerikanischen Verhandlungen zu stören versucht, indem er Japan unter dem 6. Mai nochmals aufforderte, Singapur anzugreifen. Er hat diese Aufforderung unter dem 10. Mai wiederholt. Er hat Ribbentrop unter dem 14. Juli mitgeteilt, er hoffe, Japan doch noch in den Krieg gegen Rußland zu bekommen; er hat die Japaner am 19. August gedrängt, und sie unter dem 30. August gefragt, ob noch eine Chance bestehe, daß Japan in den deutsch-russischen Krieg eintrete.
Er hat den Japanern den Verfall der russischen Kräfte und die Schwäche Amerikas ausgebreitet geschildert. Er hat ihnen unter dem 3. November deutsche Waffenhilfe in Aussicht gestellt, wenn sie Amerika überfielen, und hat ihnen unter dem 5. Dezember geraten, einen direkten Angriff zu vermeiden, um den Amerikanern die Verantwortung zuzuschieben, und er hat dem Auswärtigen Amt unter dem 8. Dezember, am Tag von Pearl Harbor, gekabelt, die Notwendigkeit eines Ueberraschungsangriffs sei von ihm und seinen Waffenattachés schon immer betont worden.
"So kam es denn zu dem Angriff auf Pearl Harbor", sagte Ott vor der Spruchkammer, "der auch für die Deutsche Botschaft eine vollkommene Ueberraschung war."
Bei der Beurteilung der japanischen Neutralität gegenüber Rußland vergißt der heutige Beobachter leicht, daß Ribbentrop sein Lieblingskind, den deutsch-russischen Nichtangriffspakt, und den Dreimächte-Pakt zu einem Viermächte-Pakt mit Einschluß Rußlands umschmelzen wollte. Der Paktentwurf war schon überreicht, und Molotow hatte sich im November 1940 lebhaft interessiert. Der Entwurf für diesen Viermächte-Pakt hatte wieder ein geheimes Zusatzprotokoll, in dem die territorialen Bewerbungen
● Deutschlands in den mittelafrikanischen Raum
● Italiens in den nordafrikanischen Raum
● Japans in den ostasiatischen Raum südlich Japans
● der Sowjet-Union in Richtung des Indischen Ozeans
festgelegt werden sollten.
Man sieht, die Räume wurden mindestens ebenso großzügig verteilt wie später in Teheran und Yalta.
Molotow überspannte den Bogen
Molotows konkrete, schriftlich übermittelte Bedingungen waren:
● Rückzug der deutschen Truppen aus Finnland. Sicherstellung von Holz und Nickel in Finnland für Deutschland.
● Sicherung der Bosporus-Meerenge für Rußland durch bulgarisch-russischen Beistandspakt und durch langfristige Pacht türkischen Bodens für russische Stützpunkte.
● Russische Expansion in Richtung Persischer Golf.
● Japan verzichtet auf Konzessionsrechte betreffs Kohle und Naphta auf Nord-Sachalin.
Das waren die russischen Bedingungen, über die Ribbentrop gern verhandelt hätte. Denn sein staatsmännisches Bewußtsein klammerte sich an seinen Pakt mit Stalin, dessen Vertragstreue er bis zur "Aktion Barbarossa" innerlich nicht gern in Zweifel zog. Im Gegensatz zu Hitler, der diese Art Verhandlungen nicht schätzte - Molotow war in Berlin präzise auf ihn losgegangen*) - , hielt Ribbentrop darum noch lange die Version von der deutschrussischen Freundschaft aufrecht, die auch Japan auf die Dauer ein besseres Verhältnis zu den Sowjets gestatte.
Die Japaner hatten ihr Verhältnis zu Rußland im Sinn, als sie ihren Außenminister Yosuke Matsuoka im März 1941 nach Europa auf die Reise schickten. So klar freilich wie in Sorges und Ozakis Funksprüchen, die den Russen meldeten, Matsuoka habe Handlungsfreiheit für Moskau, aber nicht für Berlin, ist diese Marschroute nirgends dargestellt. Die Nachricht des Journalisten Werner Crome, Matsuoka reise hauptsächlich wegen des Zugwechsels in Moskau nach Europa, unterband der Leiter der Presseabteilung der Botschaft in Tokio Graf Mirbach: "Da hätten Sie dem Botschafter beinahe ein Kuckucksei nach Berlin geschickt." Ott begleitete nämlich Matsuoka.
Als der zierliche, damals 61jährige, unglaublich von sich selbst überzeugte Japaner auf der Rückreise in Moskau einen Nichtangriffspakt schloß, fing es mit den unsinnigen Gerüchten an, die heute noch von ernsthaften Leuten verbreitet werden, Matsuoka habe den Russen den deutschen Angriffstermin verraten. Auch Himmlers Polizeibeauftragter in Japan, Meisinger, der seine Rolle als "Schlächter von Warschau" gern übertrieb, behauptete das steif und fest.
Matsuoka wußte den Termin nicht
In Wahrheit war es so, daß Matsuoka den Bitten und Beschwörungen Oshimas, ein deutsch-russischer Krieg stehe bevor, nicht glaubte. Außenseiter Oshima, der sich in seiner Berichterstattung allzuoft von seiner Begeisterung tragen ließ, hatte bei seinen wechselnden Außenministern einen ähnlich schlechten Stand wie Ott bei Ribbentrop.
Eine ernster zu nehmende Frage ist, ob Matsuoka in Berlin die drohende Kriegsgefahr erkannt und in Moskau das japanische Gegengewicht eingehängt habe, um den Krieg zu verhindern. Als sicher kann gelten, daß die Russen, die den Krieg nicht oder noch nicht wollten, das japanische Gegengewicht einhängen wollten. Matsuoka aber hat die deutlichen Warnungen Hitlers und Ribbentrops - den nahen Termin wollte man ihm nicht nennen - wegen einer Verschlechterung der deutsch-russischen Beziehungen nicht in ihrer Tragweite aufgefaßt.
Furuutschi, derselbe, mit dem Kordt "zusammenspielen" sollte, als F. als Leiter der Mitteleuropaabteilung des Außenamtes nach Tokio zurückversetzt wurde, erklärte dem SPIEGEL: "Matsuoka sind in Berlin so deutliche Darlegungen gemacht worden, wie es das diplomatische Vokabular gestattet. Matsuoka war aber, wie das gesamte Kabinett, im Prinzip gegen einen deutsch-russischen Krieg, und da der Wunsch bei ihm die Mutter des Gedankens war, hat er die Eröffnungen, die ihm in Berlin gemacht worden waren, im Sinne seiner Wünsche ausgelegt. Außerdem konnte Matsuoka schlecht zurück, da er seine Offerte in Moskau schon auf der Hinreise abgegeben hatte." Vom Ausbruch des Krieges neun Wochen später sei Matsuoka dann zwar nicht technisch - Ott durfte ihn wenige Tage vorher informieren - , aber doch im Effekt überrascht worden. "Warum hat mir niemand etwas gesagt", soll er gerufen haben.
Bezüglich eines Nichtangriffspakts hatte Ribbentrop dem Matsuoka in Berlin empfohlen, "die vorerwähnte Frage möglichst nicht in Moskau anzuschneiden, da dies nicht ganz in den Rahmen der gegenwärtigen Lage passen dürfte" (Protokoll). Gleichzeitig weigerte sich der "RAM" aber, den im Herbst 1941 ablaufenden Antikominternpakt zu erneuern, "da man die Lage, wie sie sich im Herbst darstelle, noch nicht überblicken könne" (Protokoll). Daraus mußte Matsuoka nun den Eindruck gewinnen, Deutschland beabsichtige, mit Rußland und Japan zu jonglieren, um jederzeit alle Trümpfe in der Hand zu haben.
Da war Pearl Harbor in Sicht
Bedürfte es noch eines Beweises dafür, daß Matsuoka den nahen Angriffstermin nicht gewußt hat, so wäre er durch die Tatsache erbracht, daß Matsuoka durch den Kriegsausbruch am 22. Juni das Gesicht bei seinen Kabinettskollegen verlor. Im Gegensatz zu seinem Ministerpräsidenten Fürst Konoye, über dessen laue und unentschlossene Haltung er sich bei Hitler in schöner Offenheit beklagt hatte, und im Gegensatz sogar zu dem späteren Kriegspremier Tojo vertrat Matsuoka vor dem Kaiser die Auffassung, Japan müsse ungeachtet des eben von ihm abgeschlossenen Neutralitätspaktes an der Seite Deutschlands in den Krieg gegen Rußland eintreten. Diese Haltung Matsuokas kabelte auch Ott nach Berlin, mit dem Matsuoka nun noch öfter zusammentraf, um sich Rückendeckung zu verschaffen.
Und da behaupten Kordt und Ott, sie hätten den Eintritt Japans in den Krieg nur forciert, "weil mit der Möglichkeit nicht zu rechnen war, daß Japan in den Krieg eintritt" und "weil es damit eher neutral bleibt". (Zeuge Dr. Kordt.) Es gelang dem Fürsten Konoye, der inzwischen mit den Amerikanern verhandelte, Kordts und Otts Bundesgenossen Matsuoka auszubooten. Es gelang ihm nicht mehr, seines Kriegsministers, des Ott-Bundesgenossen und späteren Kriegspremier Tojo Herr zu werden
Fürst Konoye trat am 15. Oktober zurück, drei Tage vor der Verhaftung Sorges, der Ott wegen dessen "Kriegspolitik" solche Szenen gemacht hatte, daß Ott Schritte unternahm, ihn nach Berlin loszuwerden. Als Sorge verhaftet wurde, war Pearl Harbor in Sicht, waren alle Würfel dieses Krieges gefallen.
Fortsetzung folgt
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*) Als Ribbentrop dem Matsuoka zwei Monate später den gleichen Vorschlag machte, fügte er hinzu, daß der Führer, der "als der größte Sachverständige der Jetztzeit in militärischen Fragen angesehen werden müsse, Japan über die beste Methode des Angriffs auf Singapur beraten könne."
*) Adalbert Ebener. Spezialist für Forstwissenschaften, kam 1941 aus USA, wo er undurchsichtige Aufträge gehabt hatte. Er hieß "der Forstprofessor".
*) Der frühere Außenminister Byrnes ("Offen gesprochen") glaubt, Molotow habe den Bogen seiner Forderungen dabei überspannt. Der tschechische Staatspräsident Benesch (†) glaubt sogar. Stalin habe den Nichtangriffspakt nur geschlossen, um Zeit zu gewinnen und als Sieger den Krieg zu entscheiden Jedenfalls wollte Hitler, wie Napoleon. diesen potentiellen Verbündeten Englands nicht ungeschlagen im Rücken haben.

DER SPIEGEL 35/1951
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