31.10.1951

INTERNATIONALES / ISLAMDynamit auf Beinen

(s. Titel)
Am ersten muselmanischen Feiertag im Oktober wurden drei Millionen der gläubigsten Moslems zwischen Kairo und Alexandrien von ihren Priestern aufgerufen, sich zu einem "Jehad" (heiligen Krieg) gegen Großbritannien bereitzuhalten.
Azzam Pascha, der Generalsekretär der Arabischen Liga, erschien daraufhin wiederholt zu Audienzen bei Faruk, dem König von Aegypten. Er warnte den König vor dem Fanatismus der Moslem-Bruderschaft und der Studenten. Die Kündigung der Verträge mit Großbritannien könne nicht länger aufgeschoben werden, wenn er, Faruk, und sein Premier Nahas Pascha nicht das gleiche Schicksal wie Persiens gemäßigter, England-freundlicher Premier Ali Razmara, Jordaniens König Abdallah und Faruks einstiger Premier Nokraschi Pascha (1948 wegen England-Freundlichkeit ermordet) erleiden wollten.
Aber Faruk zögerte noch. Er wollte sich seinen Willen nicht durch Terror aufzwingen lassen. Daraufhin versammelte sich der Rat der Ulemas (Theologen im höchsten Rang) in der Kairoaner Islamtheologischen Universität Al-Azhar. (Ein ähnliches Gremium beschloß 1948 den arabischen Krieg gegen Israel.)
Das gewichtigste Wort in dieser Versammlung führt ein verweichlicht-intellektuell wirkender, 56jähriger Mann mit sanften, ein wenig schalkhaften, blauen Augen, dessen Züge, außer der betont semitischen Nase, zart sind und auf dessen weicher, weißer Haut wie bei einem Baby ein rosaroter Schimmer liegt.
Als Faruk auf diese Versammlung hin seinem Premier Nahas Pascha die Aufkündigung der Verträge mit Großbritannien und damit die Auslösung der ägyptischen Krise befahl, ohne noch die Arabische Liga zu benachrichtigen, hatte dieser Mann den bisher größten Erfolg seiner verschwörerischen Einschüchterungspolitik errungen: es ist Mohammed Hadschi Amin Al Husseini, Großmufti von Jerusalem und oberster Häuptling der Chaos-stiftenden religiösen Extremistensekten des Mittleren Ostens.
In drei Jahrzehnten hat sich Hadschi Amin durch Komplotts, Attentate und Rebellionen, wie sie nur im obskuren Raum des Islam-Glaubens möglich sind, zur einflußreichsten und auf seine besondere Art mächtigsten Figur der Islam-Welt hochgewunden.
Er hatte es geschafft durch die unermüdliche Energie der Besessenheit, durch seine sagenhafte Verschlagenheit, seinen Ehrgeiz und Machthunger und durch seinen unerschöpflichen Haß gegen die Juden und (in seinen Augen) deren Freunde, die Briten, die ihm sein Land Palästina genommen haben. Begünstigt wurde sein Aufstieg durch den beginnenden, von religiösen Impulsen verstärkten Aufbruch der Islam-Nationen gegen Fremdherrschaft und das jahrhundertelange Elend des Volkes. Der wirre Weg des Mufti zeigt die Kräfte, die die politische Entwicklung im Mittleren Osten treiben.
Als ein berufsmäßiger Verschwörer führt Hadschi Amin heute in der ihm von der ägyptischen Regierung zur Verfügung gestellten Villa Aida (in der Kairoaner Vorstadt Heliopolis) ein sehr geregeltes Leben. Sein Tag beginnt früh am Morgen mit Gymnastik im Sitzen. Noch während der Uebungen trinkt er die erste der vielen Tassen mit bitterem, schlammigem Araber-Mokka, die er während des Tages zu sich nimmt.
Der Mufti kommt selten vor zwei Uhr morgens ins Bett. Die kleinen Portionen die er ißt, sind noch zumeist vegetarisch. Als fremmer Moslem raucht er nicht und rührt keinen Alkohol an. Wenn er sich zu erholen gedenkt, schießt er mit einem Karabiner einfach in die Luft oder beschäftigt sich mit den sechs Kindern, die er von der einzigen Frau seines Lebens hat. Es sind fünf Töchter zwischen 25 und 8 Jahren (sein Liebling ist die jüngste, Amina) und ein Sohn Salah, ein 20jähriger Jura-Student.
Das Grundstück der Villa Aida (ein luxuriöses zweistöckiges Haus mit 16 Zimmern) ist von einem dichten Ring ausgesuchter ägyptischer Polizisten in kleinen Wachhäusern umgeben, der Raum innerhalb der Gartenmauer wird von seinen 20 palästinensischen Leibwachen gesichert. Sie schauen freundlich-unbeteiligt zu, wenn der Mufti seine häufigen Besucher, ägyptische Politiker, seinen Freund Azzam Pascha, geistliche Würdenträger und westliche Journalisten empfängt. Wenn er, was selten geschieht, in einer seiner zwei Limousinen sein Asyl verläßt, wird er von den Leibwachen umringt, die schwere automatische Pistolen schleppen und ihn dauernd heiser bejubeln.
Mohammed Amin Al Husseini wurde 1895 als Sproß einer vornehmen Mufti-Familie*) geboren, am Ort der erbittertsten Auseinandersetzungen zwischen Orient und Abendland: Jerusalem. Wie die meisten vornehmen jungen Araber begann er seine geistlich-politische Laufbahn an der Al-Azhar-Universität in Kairo, in deren Koran-Lehrplan sich seit ihrer Gründung vor über tausend Jahren kaum etwas geändert hat.
Im Weltkrieg I kämpfte er zunächst als türkischer Artillerie-Leutnant, wechselte
1918 auf die englische Seite über und organisierte gemeinsam mit Oberst T. E. Lawrence den anti-deutsch-türkischen Aufstand in Damaskus. Aber Englands Zögern, die Wünsche der jungen arabischen Nationalisten zu erfüllen und die durch die Deklaration des britischen Premiers Balfour legalisierte jüdische Einwanderung brachten Hadschi Amin dazu, erste blutige Araber-Revolten gegen die englischen Besatzer anzuzetteln. Als die Putscher zusammengeschossen wurden, floh er nach Syrien und wurde von einem britischen Gericht in Abwesenheit zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt.
Als der Bruder Hadschi Amins, der damalige Mufti, verstarb, entschloß sich der britische Hochkommissar Sir Herbert Samuel zu einer großen Geste, um den gefährlichen jungen Mann zu gewinnen. Er begnadigte und rehabilitierte ihn und stattete ihn mit dem Phantasie-Titel "Großmufti" von Jerusalem aus (Mufti ist der einzige im Islam gültige Titel).
Husseini akzeptierte und benahm sich scheinbar manierlich. Sogar der britische Nachrichtendienst kam erst später dahinter, daß Husseini das hohe Ansehen seiner Familie und seines Amtes dazu benutzte, Anschläge auf jüdische Einwanderer zu organisieren.
Sobald Hitlers antisemitische Absichten Mitte der dreißiger Jahre eklatant wurden, nahm der Großmufti Verbindung mit deutschen Agenten auf und stieg aus lokalem Kleinkrieg in die große Politik. Hitler, erfuhr er, sei auch gegen die Juden und ihre Freunde und für ein arabisches, unabhängiges Palästina unter der Herrschaft der Husseinis.
Nach einer mißlungenen, von der Komintern mitfinanzierten Rebellion gegen die Engländer 1929 (die ihm ahnungslos 600 Pfund Gehalt zahlten) inszenierte er den 1936er Generalstreik der Araber und den anschließenden ebenfalls verfehlten Aufstand. Im August 1937 floh er, als Araberin verkleidet, erst in die alte Omar-Moschee, dann mit einem Motorboot in den Libanon, weil er als Anführer einer Mordverschwörung verhaftet werden sollte.
Zu dieser Zeit anerkannte ihn Winston Churchill: "Der Mufti ist eine Tonne Dynamit auf zwei Beinen."
In Beirut versprach der Mufti den mit England im Mittelosten konkurrierenden Franzosen, er werde sich hinfort aus der Politik heraushalten. Ihm wurde Asyl gewährt Als der Krieg ausbrach, trat er wieder direkt in Tätigkeit. Zusammen mit dem SS-Hauptsturmführer Alfred Eichmann
(der später mit der Judenbekämpfung befaßt war) und dem Expremier Kailani zettelte er 1941 den anti-britischen Aufstand im Irak an. Der brach kläglich zusammen, weil er hastig geplant worden war und die deutsche Waffen- und Geldunterstützung versagte.
Husseini floh nach Teheran, wo er in der japanischen Botschaft unterschlüpfte. Von dort aus inszenierte er eine ebenfalls
verfehlte Revolte gegen die britischen Besatzungstruppen in Persien, flog dann "voller Abscheu", wie er später erklärte, nach Rom, von dort aus nach Berlin Im Juni 1942 wurde er mehrere Male zu langen Besprechungen vom deutschen Abwehrchef Canaris empfangen.
Mit deutschem Geld (das deutsche Außenamt zahlte ihm persönlich einen jährlichen Unterhalt von 93 550 RM) organisierte er
ein weitreichendes Spionage- und Sabotagenetz im Mittleren Osten. In Athen und Den Haag bestanden Schulen, in denen arabische Studenten zu Fallschirmagenten und für den Radiodienst ausgebildet wurden. Der Großmufti sprach regelmäßig für die Propagandasendungen des deutschen Rundfunks Er gründete die Bewegung "Freies Arabien", versuchte vergeblich, aus den Arabern in Europa eine einsatzfähige
Division zu bilden, mußte sich dann damit begnügen, für die Deutsche Wochenschau die Front der einzigen muselmanischen Einheit, der "13. freiwilligen, bosnisch-herzegowinischen SS-Gebirgsdivision Freies Kroatien" abzuschreiten.
Aus seinem Linzer Hotel (wo ihm eine Agentin des britischen Nachrichtendienstes als Stubenmädchen diente) verschwand der Großmufti beim Zusammenbruch 1945
Richtung Schweiz, lief aber in Konstanz den einrückenden Franzosen in die Arme.
Die Franzosen, noch verbittert über ihre Vertreibung aus Syrien durch die Engländer, fanden den unermüdlichen Pechvogel Husseini nach wie vor sympathisch. Bidault nannte ihn den "unglücklichen Monsieur Husseini" und setzte ihn in einer geräumigen Villa im Park von Rambouillet, Paris, fest. Letzte Woche erwies Hadschi Amin
indirekt seinen Dank. Sein Vertrauter, der ägyptische Außenminister Salah Edim Pascha, erklärte in Alexandrien, daß die Unabhängigkeitsbewegung in Französisch-Nordafrika nicht forciert werde, weil man erst in Mittelost klarkommen müsse.
Zunächst dachten Engländer und Amerikaner 1945/46 daran, den Großmufti als Kriegsverbrecher anzuklagen. Sie erklärten, Beweisstücke über die Beteiligung Husseinis bei der Deportation und Liquidierung ungarischer Juden zu besitzen, mit denen sie ihn glatt an den Galgen bringen könnten. Dann beantragte der damals noch sowjethörige Tito die Absetzung des Muftis von der Kriegsverbrecherliste.
In diesem Sommer erklärte sich der Mufti einem amerikanischen Korrespondenten gegenüber zu diesen Dingen: "Wir waren nicht pro-nazistisch. Aber unsere Haltung ähnelte der Haltung Ihres Landes im letzten Weltkrieg. Für unser Land waren wir bereit, uns den Nazis oder den Demokraten oder auch dem Teufel zuzuwenden."
Fragte der Amerikaner vorsichtig: "Würde das, auf die Gegenwart angewandt, bedeuten, daß Sie sich dem Kommunismus zuwenden würden, wenn Sie glauben, daß Ihnen die Westmächte nicht helfen?"
Husseini: "Ich bin ein religiöser Führer. Der Kommunismus ist meiner Religion verhaßt. Aber meine Religion befiehlt mir nicht, deshalb untätig zu sein, zu kapitulieren und mein Land sterben zu lassen, mein Moslem-Land." Dann erinnerte er den Amerikaner an die vielen unerfüllten Versprechen der Engländer und meinte: "Haben die Briten Ihr Land (Amerika) im Jahr 1776 willig und still verlassen?"
Am 19. Juni 1946 hielt es der Großmufti in seiner Pariser Haft-Villa nicht mehr aus. Er schabte sich den Bart ab, färbte sein Haar, schlüpfte auf die Straße und flog auf einen falschen Paß mit einer amerikanischen Verkehrsmaschine nach Kairo und erklärte König Faruk: "Ich habe in Ihrem Palast Zuflucht genommen." Faruk, der, selbst noch unerfahren, mit anti-britischen und anti-israelischen Plänen spielte, protegierte Hadschi Amin. Durch Faruk und seinen gleichaltrigen Freund und Verehrer Azzam Pascha, Generalsekretär der Arabischen Liga, radikalisierte er die Politik der Arabischen Liga und bekämpfte den gemäßigten, briten- und auch israeli-freundlichen Flügel unter Jordaniens König Abdallah.
1948 führten Hadschi Amins fanatische Gefolgsleute aus der Ikhwan el Muselmin (Moslem-Bruderschaft) die ersten arabischen Angriffe auf den aus der Teilung von Husseinis Palästina hervorgegangenen neuen Staat Israel. Es gelang ihm, sämtliche Mitglieder der Arabischen Liga in den Konflikt zu ziehen, und es gab Krieg, wie es der Großmufti prophezeit hatte. Er war spiritus rector der "All-Palästinensischen Regierung", die im ägyptisch-besetzten Gaza proklamiert wurde. Immer wieder tauchte er maliziös lächelnd als protestierender Vertreter Palästinas bei Verhandlungen vor UN-Schlichtungsgremien auf.
Aber er selbst war durch seine Fehde mit Jordaniens Abdallah an der jammervollen arabischen Niederlage schuld, weil er dauernd Uneinigkeit unter den arabischen Armeen hervorrief. Was die UNO von Palästina übrigließ, wurde dem Mufti durch Abdallah genommen, der sich den arabischen Teil Palästinas annektierte und Husseini als Großmufti absetzte.
Husseini drängte bei der ägyptischen Regierung zum Krieg gegen den Ketzer Abdallah. Dort wurden ihm Vorwürfe wegen der Niederlage gemacht; die Achtung vor ihm sank stark ab. Hadschi Amin setzte wieder seine Moslem-Bruderschaft an.
Kairoaner Polizei durchsuchte seine Villa und entdeckte ein Versteck mit 3000 Gewehren und 30 000 Landminen. Erst vor wenigen Wochen wurden Schriftstücke aus dem Jahr 1948 gefunden, die einen Attentatsplan auf König Faruk erwähnen.
Der pro-britische Premierminister Nokraschi Pascha verbot die Moslem-Bruderschaft, um den Terrorismus zu brechen und einen Staatsstreich zu verhindern. Er wurde von einem Bruderschaftsmitglied, einem ägyptischen Veterinärstudenten, erschossen.
Hadschi Amin legte sich eine Weile flach, erneuerte seine Kontakte mit den Extremisten in den Moslem-Nationen und baute in Ruhe einen Plan für seine Mitwirkung an dem anti-westlichen Aufruhr des Mittleren Ostens im Jahr 1951 zurecht Anfang dieses Jahres begann er seine Rundreise durch die Moslem-Länder. Die genauen Zusammenhänge zwischen den Besuchen des Großmufti und den darauffolgenden Ereignissen lassen sich noch nicht genau erkennen, aber sie lassen eindeutige, düstere Schlußfolgerungen zu.
Erste Station machte der Mufti in Karatschi, Pakistans Hauptstadt. Er wurde Ehrenvorsitzender der gerade tagenden Moslem-Weltkonferenz und hetzte vor extremistischen Abgeordneten aus 28 Moslem-Nationen scharf gegen Großbritannien und den Westen. Kurz darauf wurde Generalmajor Akbar Khan, Pakistans Stabschef, zusammen mit zwei Dutzend pakistanischen Kommunisten wegen eines Komplotts zur Errichtung einer anti-westlichen Militärdiktatur verhaftet.
In Kabul, der Hauptstadt des Pakistanfeindlichen, wirtschaftlich an die Sowjetunion angelehnten Afghanistan, verhandelte er mit hitzigen "Pukhtunistan"-Agenten, die versuchen, die sieben Millionen Seelen starken Pathan-Bergstämme von Pakistan zu trennen und an Afghanistan anzuschließen. Kurz darauf gab es Grenzzwischenfälle. Pakistans Premier Liaquat Ali Khan wurde vorletzte Woche von einem Pathan-Stammesangehörigen erschossen.
In Teheran nahm der Mufti Verbindung mit dem persischen Parallelunternehmen der Moslem-Bruderschaft, dem Fadajan Islam, auf. Kurz danach erschoß ein Fadajan-Mitglied den gemäßigten Premier Ali Razmara und löste damit die Oelkrise aus. Fadajan Islam verhinderte ihre Beilegung durch die Todesdrohung an Mossadeq, falls er einen Kompromiß eingehen sollte.
Auf Besuch in Syrien, wohnte der Mufti bei seinem Freund Maruf Dawalabi, dem Präsidenten der syrischen Abgeordneten-Kammer, warnte vor einem Friedensschluß mit Israel und vor Abdallahs großem Plan, Syrien und Jordanien unter seiner Krone zu vereinigen. Kurz nach seinem Besuch im Libanon wurde der pro-britische Expremier Riad el Solh von einem syrischen Nationalisten erschossen, nachdem el Solh vier Tage lang mit König Abdallah über die Möglichkeit einer Einigung mit Israel diskutiert hatte.
Der Mufti kehrte genau in dem Augenblick nach Kairo zurück, als dort Anfang Juni der Plan für ein Attentat auf König Abdallah, Faruks schärfsten Rivalen um
die Vorherrschaft im arabischen Raum, ausgeheckt wurde. Faruk schien mit des Muftis Methoden einverstanden, solange sie seinen Wünschen entgegenkamen. Zu den Verschwörern gegen Abdallah gehören zwei Neffen und ein Vetter des Mufti.
Der Schwerpunkt der Aktivität des Mufti blieb in Kairo der Schwerpunkt der Araberpolitik. Er drängte auf Dinge, die Faruk brenzlig schienen. Er deckte sich geschickt hinter dem nominellen Chef der Bruderschaft Hassan el Banna, der als erster Aegypter nicht nur laut den Abzug der Briten, sondern auch das Abtreten Faruks, "des verwestlichten und genußsüchtigen" Königs forderte.
Während des Flitterwochen-Aufenthalts von Faruk an der Riviera in diesem Sommer hatte die französische Polizei Auftrag von ägyptischen Behörden, nach zwei Fanatikern von der Bruderschaft Ausschau zu halten, die sich mit der Absicht trügen. Faruk umzubringen.
Nach der ständigen Verschärfung der Aegypten-Politik gegenüber Israel (hauptsächlich Suezkanal-Blockade zur Abdrosselung der israelischen Wirtschaft) mußte Faruk auch die extreme Verschärfung der ägyptischen Politik gegenüber Großbritannien und dem Westen billigen.
Der Großmufti hat nie einen Augenblick gezögert, seinen endgültigen Plan zuzugeben: Rückgängigmachung der Teilung Palästinas, Ausweisung der Juden, "die uns von dem Boden vertrieben haben, auf dem wir jahrhundertelang gelebt haben". Danach Bildung eines großen islamischen Mittelost-Reiches aus Palästina, Syrien, Jordanien unter seiner geistlichen und weltlichen Führung.
Zur Verwirklichung dieses Planes ist ihm jedes Mittel recht: Terror, Tumult, ein offener Konflikt mit dem Westen und die Unterstützung der zahlreich besetzten Sowjet-Botschaft in Kairo. Der Konflikt Ost-West ist nur im Zusammenhang mit seinen eigenen Plänen von Belang, denn, wie er sagt, "wir haben nichts zu verlieren".
Letzte Woche wurde der Großmufti beobachtet, wie er in seinem schwarzen Chrysler an Demonstrationsplätzen in Kairo vorbeihuschte. Unter seinem Fez lächelte er sein verschmitztes, albern wirkendes Lächeln. Der Mufti und der Sowjetbotschafter Kozyrew, der mit Aegyptens Außenminister über ein gefährliches Handelsabkommen Aegypten-Sowjetunion verhandelte (Sowjetunion liefert Waffen, Aegypten Baumwolle) und mit strahlender Leutseligkeit eine Party für die diplomatische Creme der Kairoaner Gesellschaft gab, waren letzte Woche in Kairo die bei weitem bestgelaunten Männer in Sicht.

ISLAM: SIEBEN SÄULEN DER WEISHEIT

Scheich Sajid Sabek von der Moslem-Bruderschaft predigte letzte Woche in Kairo: "Wir werden mit britischen Schädeln an das Tor des Paradieses klopfen." 300 Millionen notleidende Gläubige des Islam zwischen Casablanca, Teheran und der Sulu-See befinden sich mit dem untergründigen, dumpfen Haßgefühl endlos Erniedrigter, die sich für Auserwählte halten, im Aufbruch gegen Großbritannien, Frankreich, auch gegen Amerika.
Die Streiter des Islam werden nicht wieder vor Tours und Wien erscheinen, aber die möglichen Auswirkungen der Krise im Mittleren Osten beweisen, daß in dem riesigen Gebiet des Islam, von seiner strategischen und wirtschaftlichen Bedeutung her geurteilt, die Entscheidung in der weltweiten Auseinandersetzung Ost-West fallen könnte.
Sowohl die Sowjetunion als auch der anglo-amerikanische Block versuchen mit wechselndem Geschick, die Völker des Islam für ihre Seite zu gewinnen. Der Osten rechnet auf wesentliche Eigenarten des Islam: die Armut und Korruption in seinen Ländern, die Gebräuchlichkeit autoritärer Herrschaft, den eingefleischten Haß gegen die hundertjährigen christlichen Unterdrücker.
Dieses einzigartige Gemisch
Der Westen hofft, daß der Islam-Glaube dem Anprall bolschewistischer Ideologie ebenso standhält wie seit je der christlichen Botschaft.
Doch beide, Westen und Osten, sind in ihren Absichten und Hoffnungen auf den Islam unsicher. Denn sowohl der ungläubige Westen als auch der ungläubige Osten bemühen sich nur mit Teilerfolgen um Verständnis des Islam, dieses einzigartigen Gemisches aus Religion und Politik, strenger Ethik und zügellosem Fanatismus, äußerer Einmütigkeit und inneren Zwistigkeiten, verbissenem Lebensmut, fatalistischer Ausdauer und mittelalterlicher Starre, Sinnerfülltheit und Nihilismus, Stärke und Schwäche. Woher kommt diese Religion, welche Eigenheiten und Potenzen stecken in ihr?
Im 7. Jahrhundert fühlte sich der junge, erfolgreiche Kamel-Transportunternehmer Mohammed am Handelsumschlagort Mekka in Arabien vom Wirrwarr heidnischer Vielgötterei angeekelt; allein in Mekka standen 360 Tempel für die verschiedensten Götzen.
Er beschäftigte sich mit Abraham und Christus, den Verkündern eines einzigen Gottes und entschied, daß es sich bei ihm um den dritten, endgültigen Propheten Gottes handle. Im Stadtrat von Mekka schlug er die Verehrung eines einzigen Gottes, Allahs, und die Abschaffung aller anderen Götter vor. Der Vorschlag wurde einmütig zurückgewiesen, denn er hätte den polytheistischen Handels- und Wallfahrtsort Mekka ruiniert.
Mohammed mußte einsehen, daß er seinem geistigen Reich nur durch politische Eroberungen Eingang in die verworrene Welt seiner Tage verschaffen könnte.
Das Problem des Glaubens in der Welt (an dem das Christentum gescheitert wäre, hätten sich die römischen Kaiser nicht freiwillig bekehren lassen) beeinflußte Mohammeds Lehre entscheidend und ist dafür verantwortlich, daß der Islam nicht nur eine Religion, sondern eine politische expansiv organisierende Kraft wurde. Wenn er Erfolg haben wollte (und Erfolg war für den Geschäftsmann Mohammed entscheidend), entschied Mohammed nach dem Studium der Erfahrungen seiner Vorgänger, durfte es in seinem neuen Glauben keinen Unterschied zwischen weltlicher und göttlicher Obrigkeit geben. Der Glaube müßte den irdischen Gegebenheiten angepaßt werden.
Zwanzig Jahre lang schrieb Mohammed am Koran. Urheber der darin niedergelegten Gesetze und Vorschriften ist - laut Mohammed - Allah selbst, als Uebermittler an den Propheten war Erzengel Gabriel tätig. In den 114 "Suren" des Korans sind die sieben Säulen von Mohammeds Weisheit enthalten:
* das Glaubensbekenntnis (la ilaha illa ''llah, Muhammadun, rasulu Mahdi: Es ist kein Gott außer Gott, und Mohammed ist der Gesandte Gottes).
* der Pflichtgottesdienst.
* die obligatorische Almosensteuer ("Zakaat"), die heute noch der Steuergesetzgebung zugrundeliegt.
* das Verbot des Ehebruches, das jedoch durch die Erlaubnis der Vielehe und der Ehescheidung "realistisch" erleichtert wurde. Trotzdem haben auch höchstgestellte Moslems heute in der Regel nur eine Frau.
* Verbot des Alkoholgenusses, Verbot des Schweinefleischessens, weil dieses Fleisch im Orient verseucht ist.
* die absolute Herrschaft Gottes über ein unabänderliches Schicksal (Kismet).
* die Wiederauferstehung aller Toten zum Gericht des Letzten Tages, bei dem der strenge, aber mitleidige Allah mit sinnlichen Himmelsfreuden belohnt und mit Höllenverbannung straft.
Gottgefällige Wüstenräuberei
Durch die Koran-Vorschriften wurden Recht und Religion in allen Islam-Staaten identisch. Alle Koran-Gebote sind auf die praktischen Probleme des nahöstlichen Daseins bezogen, von der Schicksalsergebenheit, mit der sich die zu Mohammeds Zeiten unabwendbare Armut am besten ertragen läßt, bis zum infektionsvorbeugenden Gebot, sich nach jedem Geschlechtsverkehr zu baden.
Im Gegensatz zu den Vielgötter-Heidenreligionen gibt es im Islam das Ordnungsprinzip eines göttlichen Willens, dem wiederum eine verbindliche Sittlichkeit entspringt, aber die Vielzahl seiner Vorschriften für alle Lebenslagen besitzen nur praktisch-politisch-disziplinarischen, jedoch keinen überirdischen Sinn, wie ihn die christliche Heilslehre enthält. Für den westlichen Ungläubigen erscheint der ganze Islam mit seinem Kismet-Gedanken ebenso stoisch-sinnlos wie die Körperbewegungen, Sprüche und Verse, die
Sauberkeitswut inmitten katastrophalen Schmutzes, die streng-geometrischen endlos wiederholten Verzierungen der Moscheenwände.
Aber im Orient war diese Religion zu einem andauernden Erfolg bestimmt. Mohammed bekam seine Chance, als die von Stammesfehden zerrissene Stadt Medina ihn zu ihrem Oberhaupt bestellte. Mohammed beschäftigte die Mediner, "gottgefällig", wie er sagte, und für den neuen Glauben charakteristisch, mit Wüstenräuberei und Missionsarbeit. Er blockierte Mekka, das 630 kapitulierte.
Nach Mohammeds Tod (632) wurde Abu Bakr zum Kalifen (Nachfolger) gewählt. Er begann die gewaltigen arabischen Invasionen nach Osten und Westen im folgenden Jahrhundert. Aber nicht nur den Trieb
zur Eroberung hatte Mohammed seinen Gläubigen zurückgelassen, sondern vor allem eine Kraft, die diesen Trieb stark machte und die den Glauben am Leben erhielt: einen fanatischen, visionären Mystizismus. Die Moslem-Mönche ("Sufis") suchten bei der Versenkung in den Koran nicht nur Vorschriften, sondern Wiedererlebnis der Gottes-Geschichte Mohammeds.
Handelnde Sufis bekehrten die Bewohner der eroberten Gebiete, stießen missionierend nach Malaya, Sumatra und Java vor und führten ihre dauerhafte, süßherbe Mischung aus einfachster Theologie, Vielehe, Versprechung und Drohung der himmlischen Gerechtigkeit, kriegerischer Tradition, Duldsamkeit und Mystik ein - erfolgreicher als christliche Missionare
ihren Glauben in seiner besten Zeit. Der Islam hat in den 1329 Jahren seiner Geschichte die Zahl seiner Gläubiger ständig vergrößert.
Die begabten Männer des Islam wurden durch die Kultur der von ihnen eroberten Völker, Ostroms und der Hellenen angeregt. Im 11. und 12. Jahrhundert wurde die mohammedanische Universität Cordoba (Spanien) wissenschaftlicher Mittelpunkt Europas. Die Moslems (Ali Abbas, Avicenna, Averraes) brachten das Abendland wieder in Berührung mit dem Hellenismus, besonders mit den Lehren des Aristoteles.
Die Wissenschaftler in Cordoba entwickelten Thesen, die den Ansichten Max Plancks über die Determiniertheit des menschlichen Willens sehr nahe kamen. Sie konstatierten die Vernunft als Ausfluß göttlichen Willens. Aber die Ulemas, die mönchischen Theologen, bildeten sich eine düstere Meinung von Cordoba. Nur aus dem Koran, nicht aber aus der Vernunft könne man die Wahrheit erkennen, erklärten sie. Die Cordoba-Leute wurden kaltgestellt, die Ansätze moderner Philosophie zurückgewiesen. Der Islam nahm eine tragische Wende.
Während das Abendland in der Wiederbegegnung mit dem Hellenismus die Renaissance erlebte, eine entwicklungsfähige Zivilisation schuf und die Welt eroberte, erstarrte der Islam in den unverrückbaren Koran-Sprüchen und mußte allem Wandel technischer und sozialer Art Widerstand leisten. Die damalige Entscheidung hat viel mit der Misere der Rückständigkeit in den islamischen Ländern zu tun.
Zudem traf Mohammeds Prophezeiung ein: "Meine Gemeinde wird sich in 73 Teile spalten." Die Einheit zwischen Kirche und Staat machte die bei der Ausdehnung des Islam-Reiches unvermeidlichen politischen Spaltungen zu religiösen Schismen und umgekehrt. Ali, der vierte gewählte Kalif (Nachfolger), war der Gatte von Mohammeds Tochter Fatima. Nach turbulenter Regierungszeit wurde er ermordet, und seine Anhänger forderten, daß er der erste Kalif hätte sein müssen und daß die Nachfolge durch den "Samen des Propheten" laufen müsse.
Im Schatten der Imperien
Die Ali-Anhänger, Schiiten genannt, verfielen in bittere Feindschaft mit den orthodoxen Moslems, den Sunniten. Die Schiiten, deren Herrschaftsgebiet sich über Persien und den südlichen Irak erstreckt, verbieten den Sunniten wie den Christen und Juden das Betreten ihrer Moscheen. An schiitischen Feiertagen wagt sich ein Sunnit nicht einmal in die Nähe eines schiitischen Heiligtums. Was für die Sunniten Mekka, ist für die Schiiten das Grab Alis im persischen Mesched und das seines Sohnes Hussein im irakischen Kerbela.
Streit unter den Abkömmlingen des Propheten, Meuchelmorde und Bürgerkriege
haben jedes Jahrhundert des Islam, einschließlich des gegenwärtigen, gekennzeichnet.
Der Antrieb, den die christliche Welt (dank der Islam-Wissenschaftler) von ihrer Wiederberührung mit dem Griechentum erhielt, brachte Europa eine Epoche politischer und wirtschaftlicher Expansion und der Islam, dessen Kernteil damals das Osmanische Reich der Sultane und Kalifen von Konstantinopel war, versank in dem Schatten der europäischen Imperien. Im 19. Jahrhundert predigten Moslem-Führer wie Ali, der Vizekönig von Aegypten, für eine pan-islamische Wiederauferstehung, aber die Einigungsbestrebungen wurden durch den einsetzenden Kampf der Moslem-Völker um nationale Unabhängigkeit unterbrochen und abgelöst. Eifersüchtig wachten sie über ihre neuen nationalen Rechte.
Kluge Männer werden ermordet
Nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches nach Weltkrieg I, als Kemal Atatürk in der Türkei die Einheit von Staat und Kirche, die Vielehe und das Kalifat ohne Opposition abschaffte, schien für eine Weile, als ob der Islam unter der technisierten Weltlichkeit des Westens verschwinden werde.
Aber im Unabhängigkeitskampf erwachte eine neue religiöse Energie. Sogar die Türkei kehrt offen zum Islam zurück, weil der Westen ihr zwar Coca-Cola und Marshall-Traktoren, aber keinen Glauben brachte, der in ihren Augen besser ist als der Mohammeds. Doch der wesentliche Grund dafür ist der vollkommene Verfall der politischen und wissenschaftlichen Denkkapazität der Moslem-Hirne seit der Verdammung der Cordoba-Leute im Mittelalter. Der Islam, unfähig mit der Moderne fertig zu werden, stürzt sich in die Mystik zurück.
Die wenigen klugen Männer des Islam, wie Pakistans Liaquat Ali Khan, die Versuche zur Aufklärung und zu einer konstruktiven Politik der Anpassung an die Moderne unternehmen, werden gemordet. Der neue Aufruhr der Moslem-Welt ist dumpf-emotional, ohne Plan und Ziel, nur vom Haß gegen die Fremden nebst ihrer ketzerischen Zivilisation und der mystischen Sehnsucht nach dem Paradies Mohammeds getragen.
Der Aufruhr steckt voller wilder Wut, aber er birgt nicht die Potenzen zum Ausbruch aus der Gefangenschaft der 114 Suren Mohammeds, die, auf die Verhältnisse des 7. Jahrhunderts gemünzt, für die Existenz eines Volkes in der modernen Welt nicht mehr ausreichen. Wie stark das mystische Lebensgefühl dieser Religion auch heute noch auf die Seelen der Gläubigen wirkt, wie bedeutsam ihr blindes Toben in der gegenwärtigen Weltsituation auch ist: der Islam scheint keinen Ausweg aus der Tragik seiner Geschichte, aus innerer Uneinigkeit, aus hoffnungsloser Misere der Rückständigkeit und Unaufgeklärtheit zu finden.

Zum nächsten Gehaltstermin

werden allen Amerikanern rund zehn Prozent mehr Steuern abgezogen als bisher. Mit der Unterzeichnung der neuen Gesetzesvorlage durch Präsident Truman trat am 1. November 1951 in d en USA die vierte Steuererhöhung seit Korea in Kraft. Truman erhofft einen Mehrertrag von 5750 Millionen Dollar, mit denen der größte amerikanische Friedenshaushalt von rund 95 Milliarden Dollar ausgeglichen werden soll. Trotz der neuen Steuererhöhung aber wird der amerikanische Lebensstandard von der Weltteuerung seit Korea weit weniger betroffen als der Europas. Denn durch den amerikanischen Rüstungsboom stieg das jährliche Durchschnittseinkommen in den USA im Jahre 1950 auf 1436 Dollar gegen 1320 Dollar im Vorjahre. Dadurch wird im Budget des Amerikaners ein großer Teil der Preissteigerungen und neuen Steuern kompensiert. Verglichen mit der Bundesrepublik zahlen die Amerikaner auch nach dem neuen Tarif im Durchschnitt kaum zwei Drittel der deutschen Steuersätze.
LOHN-(EINKOMMEN-)STEUER IN:
STEUERKLASSE 350 DM MONATSVERDIENST 700 DM MONATSVERDIENST
WESTDEUTSCHLAND USA WESTDEUTSCHLAND USA<
I 50, - 31, - 167, - 109, -<
II 38, - USA STEUERFREI 147, - 62, -<
III/2 18, - USA STEUERFREI 110, - USA STEUERFREI
JEDES GELDSTÜCK = RD. 10, - DM
*) Der Titel "Mufti" bedeutet etwa soviel wie "Bischof". Im Gegensatz zu einem christlichen Bischof aber verfügt ein Mufti neben dem geistlichen auch über einen weltlichen Rang. Die Muftis von Jerusalem waren die obersten geistlichen und weltlichen Oberhäupter der Moslems innerhalb des früheren politischen Gebildes Palästina.

DER SPIEGEL 44/1951
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 44/1951
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

INTERNATIONALES / ISLAM:
Dynamit auf Beinen

  • Stimme aus dem Sarg: Toter spricht auf seiner eigenen Beerdigung
  • Rituale im britischen Unterhaus: "Lady Usher of the Black Rod"
  • Englands Trainer nach rassistischen Vorfällen: "Wir haben ein Statement abgeliefert"
  • Optische Illusionen: Alles höchst verwirrend