02.02.2004

POPBarfüßige Prinzessin

Sind Teenager nicht zauberhaft? Ein violetter Schal mit eingewebten Silberfäden war als eine Art Talisman am Mikrofon festgeknotet, als am vergangenen Dienstag das allersüßeste neue Pop-Wunderkind zum ersten Mal in Deutschland auftrat: Die erst 16-jährige Britin Joss Stone sang im Nachtclub des Hotels Bayerischer Hof in München - und versetzte ein paar hundert Musikjournalisten, CD-Händler und Plattenfirmenmenschen in ehrfürchtiges Staunen. Mit einer fabelhaft bluesigen, verblüffend sicheren Stimme stimmte Stone, barfüßig und im Flickenrock, Soulklassiker wie "The Chokin' Kind" an, aber auch eine clevere Funk-Adaption der Rocknummer "Fell in Love with a Girl" von den White Stripes. Es war eine höchst gelungene Debütantinnen-Inszenierung; und zum Schlussapplaus wuschelte sich der junge Star die Haare vors Gesicht und nuschelte ein paar Dankesworte. "Tut mir Leid, das war's: Ich muss jetzt ins Bett." Tja, einfach zauberhaft.

DER SPIEGEL 6/2004
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