29.05.2004

BORUSSIA DORTMUNDMehr Schulden

Der wirtschaftlich angeschlagene Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund schönt nach Einschätzung von Bilanzexperten durch ein veraltetes Buchungsverfahren seine Finanzdaten. So mussten Verpflichtungen durch Leasinggeschäfte wie etwa mit dem Westfalenstadion bislang nicht als Verbindlichkeiten in den Zahlen auftauchen. Die Aktionäre, moniert Stefan ten Doornkaat, Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger, würden auf diese Weise über "das wahre Ausmaß" der Verschuldung des börsennotierten Clubs getäuscht. Nach den neuen Bilanzvorschriften, die der BVB von Juli 2005 an beachten muss, wären die bei der letzten Halbjahresbilanz mit 113 Millionen Euro angegebenen Verbindlichkeiten doppelt so hoch ausgefallen, errechneten Wirtschaftsprüfer. BVB-Manager Michael Meier hält dem entgegen, dass auch die Anwendung des neuen Verfahrens "keine Überschuldung" zur Folge hätte.

DER SPIEGEL 23/2004
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