07.06.2004

GARTENTECHNIKTurborasen für Olympia

Vor eine ungewöhnliche gartentechnische Herausforderung stellt die Konstrukteure die verbliebene knappe Bauzeit für das Olympiastadion in Athen: Auf dem abgesenkten Betonboden der Stadionmitte, der für die Eröffnungsfeier am 13. August in ein Wasserbassin verwandelt werden wird, sollen bereits wenige Tage später Spiele auf grünem Rasen stattfinden. Hilfe erhalten die Griechen nun von der Michigan State University in den USA. Die dortigen Experten für Boden und Saatgut werden innerhalb von vier Tagen einen tragbaren Rasen, zerlegt in 6000 Teile, in das Stadion schaffen - eine rekordverdächtige logistische Leistung (auch angesichts der strengen Sicherheitsvorschriften). Monatelang tüftelten die US-Experten an der Zusammensetzung der Wurzelzonen und der Gräser. Immerhin muss das in olympisch anmutender Geschwindigkeit verpflanzte Grün nicht nur den Belastungen durch die Sportereignisse trotzen, sondern auch dem sengenden griechischen Sommer. "Bermudagras ist der Trick", verrät John Rogers, Spezialist für Sportrasen. Auch nach den Spielen soll der transportable Rasen den Athenern als Stadiongrün dienen.

DER SPIEGEL 24/2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 24/2004
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

GARTENTECHNIK:
Turborasen für Olympia

  • Originelle Geschwindigkeitskontrolle: Der singende Asphalt
  • Elektrische Pick-Ups und SUVs: US-Start-Up will den Markt revolutionieren
  • Faszinierende Aufnahmen: Ameisen laben sich an einem Wassertropfen
  • Trockenheit in Deutschland: Hohe Waldbrandgefahr - diesmal schon im Frühjahr