28.06.2004

WM-SPONSORINGSAP verzichtet

Das Organisationskomitee (OK) für die Fußball-WM 2006 hat auf der Suche nach nationalen Förderern erneut eine Schlappe kassiert und muss jetzt bangen, ob die im WM-Etat veranschlagten 50 Millionen Euro Sponsorengelder überhaupt zusammenkommen. Nach wochenlangen Verhandlungen brach das Walldorfer Software-Haus SAP die Gespräche mit den WM-Machern ab - trotz des persönlichen Einsatzes von OK-Chef Franz Beckenbauer. Wie zuvor schon etlichen anderen Großunternehmen waren dem Software-Konzern die vom OK geforderten 12,9 Millionen Euro für das wenig attraktive Recht, sich "nationaler Förderer" zu nennen, zu teuer. Auch die Gespräche mit einem weiteren potenziellen Sponsor, der Bahn, stocken. Bei der derzeitigen Finanzlage sei ein millionenschweres Engagement "nicht darstellbar", heißt es im Unternehmen. Zwar sei auch eine WM ohne die Bahn "nicht vorstellbar". Das Unternehmen will aber nur einsteigen, wenn es deutlich weniger zahlen muss. Lieber würde die Bahn sich mit "Sachleistungen" beteiligen, also zum Beispiel Sonderzüge bereitstellen. Unterschriftsreif ist dagegen der Vertrag mit Oddset als fünftem von sechs geplanten nationalen Förderern - allerdings in abgespeckter Version. Der staatliche Wettanbieter zahlt statt 12,9 Millionen bloß 8 Millionen Euro.

DER SPIEGEL 27/2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 27/2004
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

WM-SPONSORING:
SAP verzichtet

  • Eklat im Weißen Haus: Pelosi bricht Treffen mit Trump ab
  • Beeindruckendes Unterwasservideo: Taucher filmt Riesentintenfisch-Ei
  • Rennen in Australien: Solarfahrzeug brennt lichterloh
  • Walforschung per Drohne: "Wir sehen, wie diese Tiere ihre Beute manipulieren"