28.06.2004

AUSSTELLUNGENKlerikale Schweinereien für den König

Mit opulenten Ausstellungen huldigten europäische Museen im Frühjahr dem Barock-Schwelger Rubens, nun ist Francisco de Goya (1746 bis 1828), der spanische Wegbereiter der Moderne, dran: Das Wiener Leopold Museum zeigt 228 Grafiken (bis 20. September), darunter die vier berühmten, vollständig erhaltenen Zyklen "Los Caprichos" (Die Launen), "Los Desastres de la Guerra" (Die Schrecken des Krieges), "La Tauromaquia" (Die Kunst des Stierkampfs) und "Los Disparates" (Die Torheiten). Mit diesen Zyklen wagte Goya - für damalige Verhältnisse unerhört schonungslos - realistische und groteske Porträts. Die Darstellung menschlicher Absonderheiten und klerikaler Schweinereien brachten den Satiriker schließlich in Konflikt mit der Inquisition. Doch Goya wusste sich zu helfen und verehrte einen Teil der anrüchigen Arbeiten kurzerhand dem König als Geschenk.

DER SPIEGEL 27/2004
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