28.06.2004

MATERIALFORSCHUNGBlumen aus dem Nanoreich

Schönheit liegt im Auge der Betrachterin - in diesem Falle in demjenigen der Doktorandin Ghim Wei Ho, die ihre mikroskopischen Aufnahmen scherzhaft als "Nanoblumenstrauß", "Nanobaum" oder "Nanoblume" betitelt. Die fast botanisch anmutenden Strukturen entstanden bei der Herstellung winziger Kabel, jedes davon viele hundertmal dünner als ein menschliches Haar. Für die Herstellung behandelten Ho und ihre Kollegen am Nanoscience Centre im englischen Cambridge Siliziumoberflächen, wie sie auch für die Produktion von Computerchips verwendet werden, mit Galliumtröpfchen und Methan, bis die Blütenmuster entstanden. Die Nanogewächse könnten durchaus nützlich sein: als Grundlage für leistungsfähigere Solarzellen oder auch, um besonders Wasser abweisende Oberflächen zu bilden, auf denen Tropfen schon bei einem Neigungswinkel von fünf Grad abrinnen.

DER SPIEGEL 27/2004
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MATERIALFORSCHUNG:
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