28.06.2004

Hans-Joachim Körber

Hans-Joachim Körber , 57, Chef des Handelsriesen Metro, möchte seine Erfahrungen der letzten vier Jahre in China gern mit der deutschen Arbeiterbewegung teilen. Der Herr über mittlerweile 20 Cash&Carry-Märkte im Reich der Mitte plauderte vor dem Industrieclub Düsseldorf aus seinem asiatischen Nähkästchen. Er habe in China nicht nur gelernt, "wie man lebende Fische, Schlangen oder Schildkröten verkauft - Essen muss dort frisch sein", sondern auch, dass es sich lohnt, den örtlichen Parteisekretär "als Transmissionsriemen" einzustellen oder "der Kommune einen Kindergarten zu stiften". Der einzige Nachteil an China sei der Begriff der "Delegation", lästerte der Großhändler. Die andere Seite komme "immer mit sechs, acht oder zehn Leuten". Wissensdurst und Fleiß der Chinesen indes beeindruckten Körber sehr. Wenn er "gut drauf" sei und ein Glas Rotwein getrunken habe, so der Handelsmann, spüre er häufig Lust, "jedem deutschen Gewerkschafter ein Freiticket nach Shanghai zu schicken".

DER SPIEGEL 27/2004
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