13.07.1955

VERTEIDIGUNG / BONNÜberholt wie Pfeil und Bogen

Solange wir nicht zur Nato gehören, sind wir im Fall eines heißen Krieges zwischen Sowjet-Rußland und den Vereinigten Staaten das europäische Schlachtfeld, und wenn wir in der Atlantikpakt-Organisation sind, dann sind wir dieses Schlachtfeld nicht mehr. (Bundeskanzler Konrad Adenauer in der zweiten Lesung der Pariser Verträge vor dem Deutschen Bundestag.)
Bundeskanzler Konrad Adenauer hat in den letzten Koalitionskonferenzen über das mißratene Freiwilligen-Gesetz den regierungsbraven Militär-Experten des Parlaments fest in die Hand versprochen, daß eine Koalitionskommission in enger Fühlung mit dem Verteidigungsministerium den Aufbau der neuen deutschen Streitkräfte im Hinblick auf die Gegebenheiten des Atomkrieges überprüfen soll. Die Ursache dieses Versprechens war die "Operation Carte Blanche".
Dieses Manöver der taktischen Nato-Luftstreitkräfte in Europa hat nicht nur die Bundesrepublik ebenso gründlich wie
unsichtbar in Schutt und Asche gelegt, sondern auch den Traum der kleinen Residenz am Rhein von Schutz und Sicherheit im Schall und Rauch von 335 Atombombenexplosionen aufgehen lassen.
Manöver-Resultat: Fünf Tage Atomkrieg genügen, um Westdeutschland in einen Urzustand zu versetzen, von dem sich die Ruinen Großdeutschlands nach fünf Jahren Weltkrieg II so wohltuend unterscheiden würden wie Konrad Adenauers blühender Rosengarten in Rhöndorf von einem Granattrichter herkömmlicher Art.
Während die Abgeordneten des zweiten Deutschen Bundestages in der vorletzten Woche Theodor Blanks Grundsatzerklärung über die deutsche Armee über sich ergehen ließen und am nächsten Tag in elfstündiger Debatte das Freiwilligen-Gesetz in erster Lesung berieten, regnete es auf ihre Wahlkreise immer noch Manöver-Atombomben.
SPD-Chef Erich Ollenhauer war es, der an jenem Dienstagmorgen als erster auf das beklemmende Zusammentreffen hinwies: Am selben Tag, da Westdeutschlands Parlament das erste Wehrgesetz in die zuständigen Ausschüsse schickte, ging ein Manöver zu Ende, das Deutschlands Existenz in der Theorie auslöschte. Von Parlaments-Journalisten auf die Zeitschrift der US-Streitkräfte "Stars and Stripes" aufmerksam gemacht, konnte SPD-Wehrspezialist Fritz Erler am Abend der Debatte die ersten Details verkünden: 171 Atombomben fielen im Spiel auf den Verteidiger, 164 auf den Angreifer.
Erler: "Sicherheit ist ungefähr das einzige, was sie mit dieser Wehrorganisation - nicht erreichen."
(Sehr wahr! und Beifall bei der SPD. - Abg. Kiesinger: Beweis! Endlich mal Beweis!)
Seit jenem Dienstag fahnden Theodor Blanks Generalstäbler in der Ermekeilkaserne mit dem gleichen Eifer nach den Manöver-Ergebnissen wie die inzwischen in Bonn etablierten Militärattachés und östlichen Nachrichtendienste. Aber nur tropfenweise sickern die Meldungen aus dem Nato-Hauptquartier, wohldosiert wie bittere Medizin.
Soldaten von elf Nationen spielten mit mehr als 3000 Flugzeugen zwischen 10 000 und 15 000 Meter Höhe um Sein und Nichtsein. Die Vorbereitungen für die Sechs-Tage-Schlacht, in der 12 347 Einsätze geflogen wurden, hatten ein Jahr gedauert. Oberster Manöverherr war der britische Oberbefehlshaber
der Nato-Luftstreitkräfte in Mitteleuropa, Air-Chief Sir Basil Embry. Ihm zur Seite standen 225 Manöver-Schiedsrichter.
Die Manöver-Lage ging von der Annahme aus, daß ein Krieg zwischen dem angreifenden Staat "Nordland" - Nordwestdeutschland, Belgien und Holland - und dem Verteidiger "Südland" - Bundesrepublik südlich des Mains und einige östliche Departements Frankreichs - im Gange sei.
"Nordlands" Hauptquartier in Mönchen-Gladbach verfügte über die aus britischen, belgischen und holländischen Einheiten zusammengesetzte 2. alliierte taktische Luftflotte, unterstützt von britischen Bomberverbänden
und den zwei Jagdbomber-Geschwadern der 49. US-Luftdivision (45 Prozent der Manöver-Kräfte).
"Südlands" Hauptquartier in Trier befehligte die 4. alliierte taktische Luftflotte mit amerikanischen, französischen, kanadischen, griechischen und türkischen Verbänden, unterstützt vom XII. US-Fliegerkorps (55 Prozent der Manöverkräfte).
Trotz der nord-südlich und nicht westöstlich angelegten Manöver-Lage fehlte es der "Operation Carte Blanche" nicht an geographischer Realistik. Die Ausdehnung des Raumes zwischen Hamburg und München, in dem sich die Aktionen abspielten, entspricht der Entfernung von der Mark Brandenburg bis Rheinland-Pfalz, in denen die Hauptmacht der taktischen Verbände der sowjetischen und der Nato-Luftstreitkräfte stationiert ist.
"Nordland" begann seinen Angriff kriegsähnlich überraschend, viel früher jedenfalls, als die amerikanischen Generalstäbler im Süden nach dem Manöver-Plan erwartet hatten. Und um das makabre Bild möglichst naturgetreu zu zeichnen, protestierte das nordländische Hauptquartier in einem Kommuniqué schon am zweiten Tag voller Emörung über die Ausradierung ziviler Wohnzentren. Deutsche Städte von Frankfurt bis Celle verschwanden unter imaginären Atompilzen.
In den Schlußkommuniqués verkündete "Nordland" den Abschuß von 543 feindlichen Maschinen, "Südland" die Vernichtung von 1000 Gegnern. Als "Treffer" galten nur solche Abschüsse, die entweder durch eingebaute "Photogeschütze" nachweisbar waren oder aber als gegeben angesehen wurden, wenn der Sieger außer dem genauen Ort und Zeitpunkt des Luftkampfes auch die Aufschrift auf dem Leitwerk seines Opfers angeben konnte*.
Was "Carte Blanche" an Einzelergebnissen erbrachte, wie etwa die Untauglichkeit des westeuropäischen Luftwarnsystems und den großen Kampfwert der auch durch einen Überraschungsangriff nicht auszuschaltenden ferngelenkten "Matadore", faßten der Oberbefehlshaber der Nato-Luftstreitkräfte in Mitteleuropa, Air-Chief Sir Basil Embry, und sein Operationschef, Air-Commodore Peter Wykeham - Barnes, in wenigen Sätzen zusammen.
Wykeham-Barnes: "Ein Pearl Harbor der Luft ist so gut wie ausgeschlossen, weil ein Angriff ohne vorherige Warnungen undenkbar ist. Und selbst bei einem Überraschungs-Angriff mit gleich starken Kräften wäre der Sieg nicht notwendigerweise auf seiten des Angreifers, weil das Gleichgewicht der Kräfte nicht nur von der Zahl der Maschinen abhängt."
Sir Basil: "Es kommt jetzt nicht mehr darauf an, die letzte Schlacht zu gewinnen. Diese Denkweise, auf der die bisherigen militärischen Überlegungen des Westens beruhten, sind überholt wie Pfeil und Bogen. Der sofortige Einsatz entscheidet."
Und wieder Wykeham-Barnes: "Ein Krieg mit Atomwaffen wird kurz und schrecklich sein. Die Rolle der Armee ist es, die russischen Streitkräfte kurze Zeit (for a short period) in den gegebenen Positionen zu halten. Wir werden den Feind nicht in Versuchung führen, den tödlichen Fehler zu begehen und anzunehmen, daß eine Hoffnung für ihn besteht, den Krieg zu gewinnen."
Was jedoch nicht offiziell mitgeteilt wurde, das waren die bei dem Manöver ermittelten theoretischen Verlustziffern der Zivilbevölkerung. Bonner Amtsstellen hatten schon zu Beginn der Übung das Nato-Oberkommando gedrängt, diese Zahlen geheimzuhalten. So kommt es, daß sie nur durch halbamtliche Nato-Kanäle an die Öffentlichkeit kamen:
▷ Von den insgesamt 335 abgeworfenen Atombomben fielen, der Manöver-Lage entsprechend, 268 auf deutschen Boden.
▷ Nach vorsichtigen Schätzungen wurden dabei in der Bundesrepublik und in der Sowjetzone insgesamt rund 1,7 Millionen Deutsche getötet und 3,5 Millionen Deutsche verwundet.
▷ Diese Verlustziffern liegen verhältnismäßig niedrig, weil die Manöver-Luftflotten ihre Angriffe auf militärische Ziele - vorzugsweise, wie in den ersten Tagen eines modernen Krieges üblich, auf die Flugplätze des Gegners - konzentrierten und dabei taktische Atombomben verwendeten (siehe Tabelle Seite 8).
▷ Welche Wirkung radioaktive Strahlen entfalten, wenn 335 Atombomben in kurzer Zeit auf engem Raum detonieren, konnte von den Atom-Experten nicht errechnet werden.
So beeindruckt die deutschen Manöver-Gäste aus Theodor Blanks Verteidigungsministerium von der Schlagkraft der Nato-Streitkräfte waren, so bedrückend erschienen den deutschen Zeitungsleuten mit Kriegserfahrung die Aussichten für die bundesrepublikanische Zukunft in einem dritten Weltkrieg. Was das Manöver probehalber in Deutschland anrichtete, liegt jenseits aller Vorstellungskraft.
Es war ein Zufallsgeschenk für Erich Ollenhauer daß er in der Debatte über das Freiwilligen-Gesetz einen am Vortag in der sonst etwas betulichen "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" abgedruckten Artikel zitieren konnte. Darin hatte Generalstabsmajor außer Diensten und "FAZ"-Militärexperte Adelbert Weinstein aus seiner "Carte Blanche"-Erfahrung den Schluß gezogen, daß es besser wäre, die Aufstellung der zwölf westdeutschen Divisionen zu vertagen und das dadurch eingesparte Geld samt und sonders in den Luftschutz zu stecken:
"Die logische Forderung aus der Erkenntnis der atomaren Wirkungsmöglichkeiten müßte die sein, dem Roboterkrieg der Zukunft zuerst nicht durch eine romantische militärische Restauration entgegenzutreten, sondern mit handfesten
Schutzmöglichkeiten für die Zivilbevölkerung. Die ersten neun Milliarden, mit denen wir unsere Aufrüstung einleiten, sollten besser zur unmittelbaren Sicherheit der Bevölkerung gegen Atomangriffe ausgegeben werden."
Diese deutlichen Worte hatten im Palais Schaumburg eine ungewöhnliche Verärgerung über die Zeitung zur Folge. Im Bundestag wurden Weinsteins Argumente von Erich Ollenhauer begeistert aufgegriffen. Neun Milliarden für den Luftschutz, das sei ein Wehrbeitrag nach dem Herzen der Sozialdemokratie.
Zu seiner Erkenntnis (Luftschutz zuerst) ist Adelbert Weinstein erst in den letzten Wochen gekommen. Anfang März noch hatte er in der militärpolitischen Studie "Keiner kann den Krieg gewinnen - Strategie oder Sicherheit?"*) dem Panzer-Sperrgürtel-Plan des Obersten von Bonin (SPIEGEL 14/1955) den letzten politischen und stilistischen Schliff gegeben, nachdem er sich vier Jahre zuvor, im Herbst 1951, in seiner ersten Arbeit "Armee ohne Pathos"**), einer Sammlung von militärpolitischen und militärtechnischen Gemeinplätzen, die Behauptung geleistet hatte, das Integrationsschema der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft sei die zündende Idee, die der westdeutschen Wiederbewaffnung erst den rechten Impuls gebe.
Die Broschüre "Keiner kann den Krieg gewinnen" entbehrt solcher Konzessionen an die jeweils herrschende Meinung. Statt dessen versucht Weinstein in dieser Schrift, die operativen Gedanken Bonins in schlüssigen Formeln auszudrücken:
"Es muß erreicht werden, daß
▷ das Überraschungsmoment eines sowjetischen Angriffs ausgeschaltet,
▷ jeder schnelle Durchbruchsversuch von roten Panzern und motorisierten Verbänden verhindert oder wenigstens kanalisiert,
▷ ausreichende Zeit für das Heranführen von Reserven sowie für die vielleicht noch notwendigen Mobilmachungsmaßnahmen gewonnen und
▷ der Feind zu Kräftemassierungen als lohnenden Zielen für die westliche Luftwaffe und die modernsten Abwehrwaffen gezwungen wird."
Daß diese Abwehr-Konzeption in einem Atomkrieg jedoch kaum funktioniert, wußte Weinstein schon im März, als er seine Broschüre schrieb: "Es müßte deshalb von uns noch vor Eintritt in das atlantische Bündnis gefordert werden, daß der Einsatz von Atomkanonen und taktischen Atomwaffen über und auf deutschem Raum von einer internationalen Konferenz verboten würde."
Und: "Es ist gefährlich - wenn es auch für manche Politiker später sehr angenehm sein könnte - , die Verantwortung für die atomaren Waffen ... gewissermaßen stillschweigend wegen des Zeitdruckes auf die militärischen Kommandostellen abzuwälzen. Hier zeigt sich im übrigen deutlich, welcher Katastrophe die Politik entgegengeht, seit die taktischen Atomwaffen fast unbemerkt zu konventionellen Waffen verfälscht worden sind."
Was Adelbert Weinstein noch vor wenigen Monaten in "Keiner kann den Krieg gewinnen" propagierte, bezeichnet er selber heute als schon wieder überholt: "Nicht, daß ich nicht dazu stehe, aber es war für den Fall geschrieben, daß keine Atomwaffen eingesetzt würden."
Im Mai und Juni war Weinstein sechs Wochen lang durch die Vereinigten Staaten gereist. Nach Visiten im Pentagon, im kontinentalen Luftverteidigungskommando Colorado Springs und im strategischen Luftwaffenoberkommando Ohama (Nebraska) waren alle seine früheren Vorstellungen über den Haufen geworfen:
"Es gibt keinen Zweifel mehr, daß die USA im Kriegsfalle Atomwaffen einsetzen werden. Die Vorjahrsmanöver in Europa waren noch davon ausgegangen, daß vier Atombomben geworfen worden seien. Heute verfügen die USA über 10 000 Atomgranaten,
Atombomben und andere Atomsprengmittel. Damit stehen wir mitten in einer militärischen Revolution, die in der Militärgeschichte nicht ihresgleichen hat."
Weinstein hält nicht viel von den amtlichen "Carte Blanche"-Kommentaren der bundesrepublikanischen Militärs. Da hatte beispielsweise Generalleutnant außer Diensten und Chef der Militärischen Abteilung im Verteidigungsministerium Adolf Heusinger, der seit dem Jahre 1930 kein Truppenkommando mehr geführt hat, am 30. Juni in einer Sendung des Nordwestdeutschen Rundfunks gesagt: "Es muß für uns darauf ankommen, alles zu tun und allen unseren Beitrag zu leisten, um kriegerische Konflikte überhaupt zu verhindern. Es muß zweitens unsere Aufgabe sein, unser Volk und unsere Heimat vor dem Überrolltwerden durch feindliche Landstreitkräfte zu schützen."
Dazu Weinstein: "Heusinger ist in der Denkart von 1940 steckengeblieben. Die feindlichen Landstreitkräfte rollen nicht mehr. Kein Panzerverband könnte heute mehr die Flugplätze von Rheinland-Pfalz angreifen. Er würde beim Überfahren der Zonengrenze durch Atomwaffen hoffnungslos zerschlagen, genau wie es westlichen Verbänden im umgekehrten Falle ergehen würde. Gedanken an mögliche Entscheidungsschlachten in Frankreich oder im inneren Rußland sind nichts anderes als romantische Erinnerungen an die Militärgeschichte."
Und: "Wenn ich die Blanksche Broschüre über die künftigen deutschen Streitkräfte lese, überkommt mich das Gefühl, die Mainzer Ranzenberge (eine Gruppe im Mainzer Karnevalszug) formieren sich."
In zwei Jahren, meint Weinstein, würden allerdings auch die heutigen Vorstellungen vom Atomkrieg wiederum überholt sein, wenn nämlich Wasserstoffbomben
in genügender Zahl zur Verfügung stünden.
"Heute kann Amerika den Krieg gewinnen, und Rußland kann den Krieg gewinnen. Entscheidend wird sein, wer zuerst loslegt. Die USA haben dabei den Vorteil, daß ihre vorgeschobenen strategischen Luftstützpunkte zwei bis drei Flugstunden näher an den russischen Militärzentren liegen als umgekehrt die russischen Luftbasen am amerikanischen Kontinent. Westeuropa indes kann den Krieg nur verlieren."
Die Nato-Strategen ahnen offenbar die Konflikte, in die derartige Überlegungen die westdeutschen Bundesbürger verstricken. Nicht anders ist es zu erklären, daß die Alliierten neuerdings auch innere Unruhen auf westdeutschem Gebiet in ihre Manöverpläne einkalkulieren.
Was kürzlich in Mainz geschah, hat jedenfalls bis heute keine andere Deutung gefunden: Es war am Morgen des 17. Juni - drei Tage vor Beginn der ersten Manöver-Operationen - , als an mehreren Mainzer Verkehrsknotenpunkten plötzlich amerikanische Panzer, Maschinengewehre und Granatwerfer auffuhren. Sogar im Vorgarten der Mainzer Christuskirche lagen amerikanische Infanteristen in Stellung. Die Mündungen ihrer Maschinengewehre zeigten auf die Straße.
<0Kasten0> MATHEMATIK DES ATOM-TODES
Bomben-Muster Wirkung (KT bzw. Megatonne*)) Sprengwirkung einer B-29-Superfortress-Bombenlast (1945) von Sprengwirkung von zur selben Zeit im selben Ziel detonierenden 10,5-cm-Artilleriegrandten NH-Atombombe (Nagasaki, Hiroschima)20 KT 5 000 Flugzeugen
24 000 Granaten Taktische Atombombe (Jabos und Raketen) oder 28-cm-Atom-Granate15 KT 3 750 Flugzeugen 18 000 GranatenStrategische Atombombe120 KT 30 000 Flugzeugen 144 000 Granaten Wasserstoffbombe 19525 Megatonnen 1 250 000 Flugzeugen 6 000 000 Granaten Wasserstoffbombe 195415 Megatonnen 3 750 000 Flugzeugen
18 000 000 Granaten Wasserstoffbombe 1955 45 Megatonnen 11 250 000 Flugzeugen 54 000 000 Granaten
*) Die Sprengwirkung von 1200 zur selben Zeit im selben Ziel detonierenden 10,5-cm-Artilleriegranaten entspricht der Sprengwirkung von 1000
Tonnen Trinitrotoluol (TNT). 1000 Tonnen TNT = 1 Kilotonne (KT). 1000 KT = 1 Megatonne.
*) Tatsächliche Verluste: Fünf Unfälle, bei denen es acht Tote gab. Der schwerste Zusammenstoß ereignete sich, als ein amerikanischer Düsenjäger in 8000 Meter Höhe über der Eifel einen britischen Lincoln-Bomber rammte.
*) Adelbert Weinstein: "Keiner kann den Krieg gewinnen - Strategie oder Sicherheit?"; Schimmelbusch & Co. Verlagsgesellschaft; Bonn, 1955; 68 Seiten; 4,80 Mark.
**) Adelbert Weinstein: "Armee ohne Pathos"; Köllen-Verlag, Bonn, 1951; 165 Seiten; 5,80 Mark.

DER SPIEGEL 29/1955
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