06.09.2004

FUSSBALLKlamme Borussia

Größer als von der Clubspitze bisher zugegeben sind die Sorgen des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund um seine Zahlungsfähigkeit. So haben die Borussen auf der Suche nach frischem Geld den Leverkusener Finanzdienstler DFM Fonds engagiert, der ein monatliches Honorar von 58 000 Euro für die Beratung in Finanzierungsfragen erhält. Im Juni wurde der Fonds-Gesellschaft außerdem eine Provision über 394 400 Euro für die Vermittlung eines Investors, des Internationalen Bankhauses Bodensee, überwiesen. Borussia-Manager Michael Meier bestätigt die Inanspruchnahme des Vermittlers: "Das zeigt doch, dass wir nicht beratungsresistent sind." Clubchef Gerd Niebaum hatte noch zu Jahresbeginn behauptet, die Liquidität sei auf jeden Fall bis zum Saisonende gesichert. Die Halbjahresbilanz (Stichtag 30. Juni) des börsennotierten Fußball-Konzerns wird der Club Anfang Oktober bekannt geben - Insider rechnen mit einem Verlust von rund 60 Millionen Euro.

DER SPIEGEL 37/2004
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