27.09.2004

LIBYENDruck auf Gaddafi

Die Bundesregierung verstärkt ihren Druck auf Libyen, damit das Gaddafi-Regime die Opfer des "La Belle"-Anschlags zügig entschädigt. Selbst die Absage des für den 15. Oktober geplanten Kanzlerbesuchs in Tripolis wird in Berlin erwogen, sollten die Libyer bis dahin nicht wie vertraglich vereinbart die erste Rate von 15 Millionen Dollar überwiesen haben. Eigentlich hätte das Geld bereits bis zum 8. September in Deutschland sein sollen. Das Auswärtige Amt zitierte Botschafter Said Abdulaati vergangene Woche gleich zweimal zu Gesprächen ins Ministerium. Auch das Kanzleramt schaltete sich ein. Ein Vorauskommando der Bundesregierung, das Anfang dieser Woche nach Tripolis reist, um die Visite Gerhard Schröders vorzubereiten, will das Thema ebenfalls bei den Gaddafi-Leuten ansprechen. Vergangene Woche hatten die Libyer mehrfach den deutschen Botschafter Heinrich-Peter Rothmann abblitzen lassen, der in Tripolis mit Vertretern der Gaddafi-Stiftung sprechen wollte. Die Auskunft lautete lediglich, es gebe technische Schwierigkeiten mit der Überweisung der insgesamt 35 Millionen Dollar, die bald behoben seien.

DER SPIEGEL 40/2004
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LIBYEN:
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