27.09.2004

URHEBERRECHTUnfreiwilliger Praxistest

Durch eiliges Nachbessern ist Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) einer peinlichen Panne samt möglichen Geldstrafen für ihr Haus aus dem Weg gegangen. Erst kurz vor der Veröffentlichung einer PR-Kampagne des Ministeriums, die mit Postkarten und einem Kino-Spot für den Schutz von Künstlerrechten wirbt, sahen sich die Zypries-Leute selbst mit dem Regelwerk zum Schutz des geistigen Eigentums konfrontiert. Bis dahin hatte niemand daran gedacht, dass auch das Ministerium für die Bilder der von Studenten gestalteten Kampagne "Kopien brauchen Originale" die Rechte einholen muss. Folglich musste das Justizressort in den letzten Tagen hektisch die Erlaubnisse für die Abbildungen von Schauspielern, Musikern oder Gemälden auftreiben und bekam durch nettes Bitten sogar fast alle gratis. Eines der Postkartenmotive musste allerdings komplett eingestampft werden: Die Andy Warhol Foundation verweigerte die Rechte für die weltberühmte Pop-Art-Darstellung der Schauspielerin Marilyn Monroe.

DER SPIEGEL 40/2004
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URHEBERRECHT:
Unfreiwilliger Praxistest

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