27.09.2004

INSOLVENZENBabcock droht mit Klage

Der Insolvenzverwalter des Pleite gegangenen Maschinenbaukonzerns Babcock Borsig, Helmut Schmitz, verlangt von der Kieler HDW-Werft gut eine halbe Milliarde Euro zurück. Am 8. September hat Schmitz mit Hilfe der Anwaltskanzlei Lovells eine Forderung über 524 Millionen Euro gegen die einstige Babcock-Tochter geltend gemacht. Grundlage ist ein Gutachten des Bochumer Juristen Uwe Hüffer. Der kommt zu dem Schluss, dass sich HDW beim Verkauf der 50-prozentigen Babcock-Anteile an den US-Finanzinvestor OEP in unzulässiger Weise selbst bezahlt hat. Ende der neunziger Jahre hatte die Kieler Werft Darlehen in Höhe von insgesamt 524 Millionen Euro an die finanziell angeschlagene Mutter gegeben. Beim Einstieg der Amerikaner in die Werft hatte OEP die Schulden der Babcock bei der Tochter mit übernommen. HDW hatte dem zugestimmt - ein Fehler, wie Hüffer meint. Denn die Kieler hätten damit ihr Eigenkapital gefährdet, was jetzt insolvenzrechtlich die Forderung von Babcock begründet. Sollte sich HDW nicht mit dem einstigen Mutterunternehmen einigen, droht Schmitz mit einer Klage.

DER SPIEGEL 40/2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 40/2004
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

INSOLVENZEN:
Babcock droht mit Klage

  • Videoanalyse aus Brüssel: "Der Gipfel droht zum Frustgipfel zu werden"
  • Nordsyrien: 120 Stunden Gefechtspause
  • Walkadaver in der Tiefsee: Gefundenes Fressen
  • Kuriose Operation: Flügeltransplantation für Schmetterling