27.09.2004

TECHNIKSuchgerät für Bomben

Binnen eines Jahres wollen US-Spezialisten von der University of Missouri-Rolla (UMR) eine Technik entwickeln, mit der Militärs am Straßenrand versteckte Sprengladungen aufspüren können. Häufig werden solche Bomben mit Hilfe von billigen Funkempfängern ferngezündet, wie sie in schnurlosen Telefonen oder Spielzeug-Fernsteuerungen enthalten sind. Die neuartige Methode soll elektromagnetische Wellen, die von den Empfängern ausgehen, so umwandeln und verstärken, dass sie hörbar werden. Soldaten im ersten Fahrzeug eines Militärkonvois wären auf diese Weise in der Lage, verdächtige Funkempfänger am Fahrbahnrand zu identifizieren und zu orten: "Dieses Verfahren ähnelt der auf U-Booten eingesetzten Sonartechnik, auf denen es ebenfalls einen Spezialisten gibt, der auf Geräusche draußen im Ozean achtet", sagt UMR-Elektronikexperte Daryl Beetner. Letztendlich soll den Lauschjob ein Computer übernehmen, der selbständig verdächtige Tonsequenzen herausfiltert und die Besatzungen vor Gefahren warnt. Die US-Militärs könnten den neuartigen Bombenspürhund gut brauchen: Ferngezündete Sprengsätze auf Straßen und Brücken haben unter den im Irak eingesetzten Truppen in den letzten Monaten immer wieder Tote und Verwundete gefordert.

DER SPIEGEL 40/2004
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