27.09.2004

Joseph Ratzinger

Joseph Ratzinger , 77, Kardinal und Chef der päpstlichen Glaubenskongregation, durchlebt schwere Zeiten: Im Kirchenstaat verlor er den Machtkampf gegen seinen Kurienkollegen Angelo Sodano um die Verwaltung einer der bedeutendsten römischen Kirchen, der Papst-Basilika "San Paolo fuori le mura". Draußen in der Welt zieht jetzt auch noch Literatur-Nobelpreisträger Dario Fo über den "Kissinger des Vatikan" her. In seinem neuesten Bühnenstück - übersetzt: "Die Frau, das Evangelium und die Darstellung", Uraufführung am 5. Oktober - geißelt Fo die Thesen Ratzingers zur Rolle der Frau als "Argumente aus dem Mittelalter". Anfangs, in den Zeiten Jesu, so Fo, hätten Frauen eine den Männern gleichrangige Rolle in der christlichen Gemeinde gespielt. Erst später seien sie herabgestuft worden, mit derselben Mutter- und Ehefrau-Doktrin, die jetzt der katholische Moralhüter in einem Schreiben an alle Bischöfe als weiterhin verbindlich vorgegeben habe.

DER SPIEGEL 40/2004
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