27.09.2004

RückspiegelZitat

Die „Süddeutsche Zeitung“ zum Buch von SPIEGEL-Autor Jürgen Leinemann „Höhenrausch. Die wirklichkeitsleere Welt der Politiker":
Jürgen Leinemanns Beobachtungen der handelnden Personen aus den vergangenen 40 Jahren der Bonner und Berliner Republik sind seit Arnulf Barings "Machtwechsel" das wichtigste Buch über die politisch Mächtigen in Deutschland. Vor allem die Generation X plusminus Golf, die eigenen Angaben zufolge alles anders machen will, muss es eher zweimal lesen, damit sie nicht so handelt wie jene, die sie zum Teufel und/oder in den Ruhestand wünscht. Dass der SPIEGEL-Reporter außerdem glänzend schreibt, nie - deutsch nach Sinn suchend - langweilt auf den 496 Seiten seines Alterswerks, ist selbstverständlich. Leinemann eben ... Weil Leinemanns Buch über Politiker ebenso viel aussagt wie über Journalisten, den Berufsstand, der die Nähe der Mächtigen sucht und deren Sehnsucht teilt, bedeutend zu sein oder zumindest dafür gehalten zu werden, weil diese ebenso wie die anderen Süchtigen leiden, wenn ihnen die Droge Macht entzogen wird, steht dieser Text auf der Medienseite. Denn was für viele gewählte Politiker gilt, trifft auch auf viele politische Journalisten zu. Sie sind nicht besser als das Volk, das sie vertreten, für das sie schreiben und senden.

DER SPIEGEL 40/2004
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Zitat

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  • Brennende Barrikaden, 150 Verletzte: Barcelona - die Nacht der Ausschreitungen
  • Medienberichte: Aufregung um rätselhaften "Blob" im Zoo von Paris
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