13.12.2004

ÜBERNAHMENKritik am Verkauf des Dualen Systems

Gegen die Begleitumstände der geplanten Übernahme des Dualen Systems Deutschland (DSD) durch die US-Beteiligungsfirma KKR regt sich massive Kritik aus der Politik. Die finanziellen Modalitäten des Verkaufs, fordert die NRW-Verbraucherministerin Bärbel Höhn, sollten in den nächsten Wochen genauestens auf ihre Rechtmäßigkeit geprüft werden. Hintergrund ist die Tatsache, dass KKR zwar rund 807 Millionen Euro für das Grüne-Punkt-System inklusive dessen Verpflichtungen aufwenden muss, faktisch jedoch laut Geschäftsbericht auch Rücklagen in Höhe von rund 836 Millionen Euro übernimmt. Davon soll mehr als die Hälfte an die Alteigner aus der Industrie ausgeschüttet werden. Die Rücklagen, vermuten Höhn und Kritiker aus der Versorgungswirtschaft, dürfte das DSD als nichtgewinnorientiertes Unternehmen in dieser Höhe aber "eigentlich gar nicht besitzen". Der "Grüne Punkt", so die Ministerin, sei von seiner Konzeption her eine Art "Zwangsabgabe für die Bürger". Folgerichtig müsse man erwarten, dass zu viel eingenommene Gelder auch wieder an die Verbraucher ausgeschüttet werden.

DER SPIEGEL 51/2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 51/2004
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

ÜBERNAHMEN:
Kritik am Verkauf des Dualen Systems

  • Dokumentarfilm "Warsaw - A City Divided": Bisher unbekannte Filmaufnahmen aus dem Warschauer Ghetto
  • Weltraumschrott: Aufräumen in der Umlaufbahn
  • Digitale Forensik: Wie der SPIEGEL das Strache-Video überprüft hat
  • Webvideos der Woche: Einfach umgedreht