13.12.2004

PC-INDUSTRIEAngriff aus China

Für Nostalgiker war der Deal von historischer Bedeutung: 23 Jahre nach dem Start seines ersten Personalcomputers verkaufte Pionier IBM vergangene Woche seine PC-Sparte an den chinesischen Konkurrenten Lenovo. An der Börse schlug die Transaktion aber kaum Wellen, und bis der aufstrebende Konzern aus China den Giganten im PC-Geschäft gefährlich werden könnte, wird noch viel Zeit vergehen. Zwar springt Lenovo mit jetzt zwölf Milliarden Dollar Umsatz auf einen Schlag von Platz neun auf Rang drei der Branchengrößen. Doch selbst mit der neuen Marke IBM, die Lenovo für fünf Jahre nutzen darf, kommen die Chinesen im globalen PC-Geschäft erst auf knapp acht Prozent Marktanteil - und sind damit nur etwa halb so groß wie die Branchenführer Dell und Hewlett-Packard (HP). Experten bezweifeln zudem, dass die Chinesen den Umsatz halten können. Die Analysten der Finanzberatung Piper Jaffray gehen sogar davon aus, dass Lenovo bis zu 40 Prozent des zugekauften Umsatzes an die Konkurrenz verlieren könnte - vor allem an Dell. Allerdings: China gilt als einer der größten PC-Absatzmärkte der Zukunft.

DER SPIEGEL 51/2004
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