27.12.2004

PHILATELIEWertvolle Briefmarken verschwunden

Peinliche Briefmarken-Affäre im Bundesfinanzministerium (BMF): Aus Hans Eichels Behörde heraus sind Briefmarken in Umlauf geraten, die es gar nicht geben dürfte. Der Bund Deutscher Philatelisten, dem eine dieser Marken vorgelegt wurde, schätzt den Sammlerwert auf über 20 000 Euro - pro Stück. Die wertvollen Papierbildchen tragen ein Motiv der verstorbenen Audrey Hepburn. Sie sollten im Rahmen einer Serie von Schauspielern im Oktober 2001 erscheinen. Ein Sohn der Hollywood-Diva jedoch versagte dem Ministerium die Abdruckrechte - allerdings hatte die Bundesdruckerei im Auftrag der Post bereits neun Bögen mit Andrucken verschickt. Je drei Bögen mit je elf Marken erhielten die Künstlerin Antonia Graschberger, der Vorsitzende des Briefmarkenbeirats, Karl Oskar Blase, sowie - zur Ansicht und Prüfung - Eichels Ministerium. Nachdem klar war, dass die Marke nicht produziert werden durfte, forderte die Bundesdruckerei die Musterexemplare zurück, um sie zu vernichten. Doch nur die Künstlerin und der Beiratsvorsitzende kamen der Aufforderung nach - nicht aber das BMF. Es sei "nicht feststellbar, ob diese Briefmarken vollständig vernichtet wurden", weil das "ausschließlich der Deutschen Post AG" obliege, so das Ministerium.

DER SPIEGEL 53/2004
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PHILATELIE:
Wertvolle Briefmarken verschwunden

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