27.12.2004

KONZERNEProjekt „Moonraker“

Mit einer ungewöhnlichen Methode will VW-Chef Bernd Pischetsrieder die Position des Konzerns auf dem US-Markt verbessern, wo Volkswagen und Audi 2004 starke Absatzeinbußen hinnehmen mussten. Er stellte außerhalb der Konzernstrukturen, in denen die einzelnen Ressorts getrennt arbeiten, ein Team mit Experten aus Produktion, Entwicklung, Design und Vertrieb zusammen. Die Gruppe, die nach einem James-Bond-Film den Codenamen "Moonraker" trägt, wird vom einstigen BMW-Manager Stefan Liske geführt und soll in den USA die Erwartungen der Kunden an neue Autos erforschen und davon abgeleitet künftige Modelle konzipieren. Das Geschäft auf dem nordamerikanischen Markt, für das bislang der ausscheidende VW-Vorstand Jens Neumann verantwortlich ist, leidet unter einer veralteten Modellpalette und dem schlechten Abschneiden bei Qualitätsvergleichen. Es fehlen zudem Modelle, die in den USA stark gefragt sind: So hat Audi noch keinen Geländewagen im Angebot, während BMW (X5, X3) und Mercedes-Benz (M-Klasse, G-Klasse) bereits zwei Varianten anbieten. Auch Pick-ups, die in den USA begehrten Pritschenwagen, bietet der VW-Konzern in Nordamerika nicht an.

DER SPIEGEL 53/2004
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