27.12.2004

MUSIKWIRTSCHAFTEuphorisch statt melancholisch

Musik bleibt in Deutschland ein schwieriges Geschäft: Während in den führenden Musikmärkten USA und Großbritannien 2004 zum Jahr der Hoffnung wurde, geht es hierzulande weiterhin drastisch bergab. Auch das gutgelaufene Weihnachtsgeschäft hat die deutsche Musikindustrie nicht vor einem Umsatzminus von wohl sieben bis acht Prozent gerettet, die sich damit weiter von der weltweiten Erholung abkoppelt. International schrumpfte die Musikindustrie im ersten Halbjahr 2004 nur noch um 1,3 Prozent gegenüber rund zehn Prozent im Vorjahreszeitraum. Besonders positiv läuft es in den Ursprungsländern von Pop und Rock: Bis Ende Oktober lag der US-Musikmarkt dank der Verkaufserfolge von Popgrößen wie Alicia Keys bei rund zwei Prozent im Plus. In Großbritannien ist die Stimmung sogar geradezu euphorisch: Die britischen Plattenfirmen konnten jüngst ein Umsatzplus von fast drei Prozent und ein "Allzeit-Hoch" bei den Albumverkäufen melden. Und anders als die fast schon notorisch melancholischen deutschen Musikmanager ist sich der Chef des Verbands der britischen Plattenindustrie, Peter Jamieson, sicher: "Es sieht alles danach aus, als würde es nur noch besser werden." Offenbar steht der Aufschwung auch im Zusammenhang mit deutlichen Preisreduzierungen: Selbst Top-CDs sind inzwischen oft für 9,98 statt 12 Pfund wie noch vor zwei Jahren zu haben.

DER SPIEGEL 53/2004
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MUSIKWIRTSCHAFT:
Euphorisch statt melancholisch