27.12.2004

SCHULENPrügel für Friedliche

In Großbritannien ist eine Kampagne gegen Gewalt an den Schulen nach hinten losgegangen. Ende November hatte die Regierung zur gewaltlosen Woche aufgerufen. Ein blaues Armband mit der Aufschrift "Beat Bullying" ("Schlagt die Gewalt") sollte unter Schülern Solidarität stiften und das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft Gewaltloser zu sein. Auch die Fußballer David Beckham und Frank Lampard, Sänger Bono und Schauspielerin Kelly Brook unterstützten den Appell, indem sie das Band trugen. Durch die Beteiligung der Stars erhielt das an den Schulen verteilte Utensil "In"-Wert und wurde auf den Schulhöfen zur begehrten Trophäe, die sich so mancher gewaltsam vom Mitschüler besorgte. Kinder, die das Band am Handgelenk tragen, sind "jetzt erst recht zu Zielen" geworden, warnte Julie Oakley, Gründerin der Organisation "Bullywatch". Bei Ebay stieg der Preis für das "Limited Edition"-Utensil auf umgerechnet rund 30 Euro. Die britische Regierung will jetzt dafür sorgen, dass zum Jahreswechsel eine Million neue Armbänder zur Verfügung stehen.

DER SPIEGEL 53/2004
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SCHULEN:
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