27.12.2004

TIEREIllegale Trophäenjagd

Eine deutsche Jagdreiseagentur soll illegale Trophäenjagden in Uganda anbieten. Artenschützer werfen dem Unternehmen CS Jagdkontor aus dem nordrhein-westfälischen Ostbevern vor, über seinen Ableger "Uganda Savannah Hunting" Jagdreisen in ugandische Wildschutzgebiete zu verkaufen - ohne Genehmigung der dortigen Regierung. Kaffernbüffel, Paviane, Nilkrokodile, Riesenwaldschweine und seltene Sumpfantilopen bietet das Unternehmen im Internet für "Trophäengebühren" von bis zu 2400 US-Dollar zum Abschuss an. "Viele der Tiere sind international geschützt oder stehen auf der Roten Liste der bedrohten Arten", sagt Daniela Freyer von der Münchner Artenschutzorganisation Pro Wildlife. Tatsächlich warnt inzwischen auch die Uganda Wildlife Authority (UWA) vor dem Angebot. "Wir haben keine Jagdlizenz an die Firma vergeben", sagt Arthur Mugisha, Chef der UWA. Ohnehin sei die Jagd in den offerierten Schutzgebieten wie dem Kyambura Wildlife Reserve oder den Ssese Inseln im Victoriasee verboten. Christian Weth von CS Jagdkontor weist die Vorwürfe zurück: "Ich habe mich um eine Jagdlizenz beworben."

DER SPIEGEL 53/2004
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