10.01.2005

KUBAEnde des Cocktail-Krieges

Nach monatelangem diplomatischem Streit will die Regierung in Havanna ihre Beziehungen zu Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, Österreich, Griechenland, Portugal und Schweden wieder normalisieren. Die als "Cocktail-Krieg" bekannte Auseinandersetzung zwischen Kuba und der EU war ausgebrochen, nachdem die europäischen Botschaften in Havanna vor 19 Monaten begonnen hatten, Dissidenten zu offiziellen Empfängen in ihre Vertretungen einzuladen. Fidel Castros Regierung, der Kritiker als "Söldner der Vereinigten Staaten" gelten, wertete diese Initiative als grobe Beleidigung und beendete alle Kontakte mit den EU-Diplomaten in Kuba. Ende vorigen Jahres übermittelte Brüssel einen Kompromissvorschlag: Die EU will in Zukunft gar keine Kubaner mehr auf ihre Gästelisten setzen - weder Minister der Regierung noch deren Kritiker. Lediglich Länder wie die Niederlande und die Tschechische Republik bleiben bei ihrem harten Kurs gegenüber Castro - und den Cocktails für Dissidenten.

DER SPIEGEL 2/2005
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KUBA:
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