10.01.2005

GESUNDHEITHeilsamer Kamillentee

Eine Untersuchung britischer Forscher bestätigt, dass der seit Jahrhunderten als Hausmittel verwendete Kamillentee gesundheitsfördernde Bestandteile enthält. Bei Urintests mit Probanden, die zwei Wochen lang täglich fünf Tassen des Getränks konsumiert hatten, fanden sie erhöhte Werte für ein Abbauprodukt der in den Pflanzen enthaltenen Phenole, von denen einige antibakterielle Wirkung entfalten. Das könnte nach Ansicht der Wissenschaftler erklären, warum der Tee das Immunsystem ankurbelt und bei Erkältungen hilft. Erhöhte Mengen von muskelentspannendem Glycin wiederum sind offenbar der Schlüssel dafür, warum Frauen mit Gebärmutterkrämpfen während der Periode von Kamillentee profitieren. Dasselbe Glycin wirkt heilsam auf die Nerven - ein Hinweis darauf, warum der Tee die innere Ruhe fördert und sanfter Gelassenheit zum Sieg verhilft. Sogar noch zwei Wochen nach dem Ende der Tests blieben die Urinwerte für die beiden Inhaltsstoffe erhöht. Zwar halten die Chemiker vom Imperial College London weitere Studien für notwendig, um die Segnungen des Tees zu beweisen. Doch von den ersten Ergebnissen sind sie beeindruckt: "Das ist eine aus einer immer größer werdenden Zahl von Untersuchungen, die uns zeigen, dass in Hausmitteln tatsächlich Substanzen mit heilendem Potential stecken", sagt Studienleiterin Elaine Holmes.

DER SPIEGEL 2/2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 2/2005
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

GESUNDHEIT:
Heilsamer Kamillentee

  • Optische Illusionen: Alles höchst verwirrend
  • Queen's Speech: Elizabeth II. verliest Johnsons Pläne
  • Stillgelegtes Kraftwerk: Vier Kühltürme gleichzeitig gesprengt
  • Brexit-Angst auf Rügen: Kein Deal, kein Fisch